Themenfelder der Digitalisierung in der ärztlichen Praxis am Beispiel eines Patienten mit chronischer Atemwegserkrankung bei einer Reise durch die Versorgungslandschaft

Mit den folgenden Informationen wollen wir Ihnen den Einstieg in die digitale Vielfalt des Gesundheitswesens erleichtern und einen Überblick zu den Behandlungsmöglichkeiten in einer Praxis geben. 

Damit das Potenzial der Digitalisierung für Patienten und Praxen gewinnbringend bzw. zielführend genutzt werden kann, sollten wesentliche Bereiche der medizinischen Leistungserbringung eventuell neu gedacht werden. 
Begleiten Sie uns auf eine Reise eines Patienten, der mit einer chronischen Atemwegserkrankung in die Praxis kommt und möglichst schnell und effizient behandelt werden möchte. Diese Reise haben wir in 10 Themenfelder/Problemstellungen unterteilt, bei denen digitale Anwendungen Chancen und Möglichkeiten für Praxen und Patienten bieten.
Bei jedem Thema betrachten wir die Anforderungen des Patienten und die sich daraus ableitenden Handlungsoptionen für die Praxis.

Dabei gilt im übertragenen Sinn auch in einer Arztpraxis die Erkenntnis von Bill Gates, dem Gründer von Microsoft:

 

"Der Einsatz von Technologie in einem effizienten Prozess erhöht die Effizienz. Technologieeinsatz in einem ineffizienten Prozess verstärkt die Ineffizienz."
 


Gender Disclaimer: Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird im folgenden nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen differenziert. Es wird darauf hingewiesen, dass die Verwendung der männlichen Form eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt einschließt.


 

Themen/Problemstellungen

  1. Digitalisierung aus Sicht der Patienten und Praxis
  2. Behandlungsabläufe - Unterstützung durch das PVS
  3. Kodierung und Dokumentation
  4. Digitale Services
  5. Terminmanagement
  6. Vor der Behandlung
  7. Präventionsangebote
  8. Diagnose
  9. Behandlungsmanagement
  10. Digitale Behandlung

    Informationsquellen und Übersichten 

1. Digitalisierung aus Sicht der Patienten und Praxen

Anforderungen des Patienten

Ein Patient mit chronischen Atemwegserkrankungen klagt über wiederkehrende Atembeschwerden, kann den Arbeitsplatz nicht verlassen und muss arbeitsfähig bleiben: 

  • Er möchte kurzfristig und unkompliziert Kontakt zur Praxis aufnehmen.
  • Der Patient möchte gerade in den Phasen der Therapieumstellung eine engere Therapiebegleitung und schnellen Austausch mit den behandelnden Ärzten haben.
  • Er möchte mehr in die Therapieentscheidungen eingebunden werden; siehe Shared Decision Making (SDM).
  • Die behandelnden Ärzte benötigen ausreichend valide Informationen über den Status des Patienten und die aktuelle medikamentöse Therapie, um die Therapie aufgrund der wiederkehrende Exazerbationen anpassen zu können.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Durch welche digitalen Gesundheits-/ Behandlungsangebote, unterstützt durch das PVS, lassen sich bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen die Therapieziele wie  z.B. 

  • Vermeidung weiterer Exazerbationen,
  • Stabilisierung des Krankheitszustandes,
  • Vermeidung von Notfällen,
  • Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität,
  • Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS),


erreichen?

Welche digitalen Gesundheits-/ Behandlungsangebote wünschen sich die Patienten von den Praxen?

Quellen/weiterführende Informationen


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2. Behandlungsabläufe - Unterstützung durch das PVS

Anforderungen des Patienten

Patient mit chronischen Atemwegserkrankungen kommt zur weiterführenden Diagnostik in die Praxis und möchte dass die:

  • Untersuchungen standardisiert und qualitätsgesichert vom Praxis-Team durchgeführt werden.
  • Arbeitsabläufe und Prozessschritte sollen zeitlich optimiert und aufeinander abgestimmt sein.
  • Informationen, die zur Therapieentscheidung benötigt werden, standardisiert dokumentiert und zur Verfügung gestellt werden.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Mit Blick auf die Therapieziele (z.B. Vermeidung von Exazerbationen) sind qualitätsgeprüfte Behandlungsabläufe essentiell. Alle notwendigen Informationen müssen allen Beteiligten jederzeit zur Verfügung stehen.
Durch welche Maßnahmen, unterstützt durch das PVS, lassen sich diese Ziele erreichen?

Quellen/weiterführende Informationen


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3. Kodierung und Dokumentation

Anforderungen des Patienten

Der Patient hat mehrere Erkrankungen, die medikamentös therapiert und dokumentiert werden müssen.
Er möchte:

  • dass alle seine Behandler einheitlich darüber informiert sind,
  • über geeignete Behandlungsprogramme informiert sein,
  • bei Terminen erinnert werden,
  • dass die Praxis sicherstellt, das die im DMP geforderten Leistungen im festgelegten Zeitintervall durchgeführt werden.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Informationen über den Schweregrad der Erkrankung und die Begleiterkrankungen sind für den Therapieerfolg essentiell. Besonders bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen sind spezielle Behandlungsprogramme (z.B. DMP-Programme) entscheidend.  Diese umfassen neben Schulungen auch das Medikamentenmanagement.

Welche Informationen und Prozesse führen zu mehr Verordnungs- und Therapiesicherheit bzw. beeinflussen den Therapieerfolg positiv?

Quellen/weiterführende Informationen


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Unser Angebot: 

Wenn Sie die Kodierqualität Ihrer Praxis mit Hilfe eines Kodier-Checks bestimmen und verbessern möchten, wenden Sie sich bitte an unseren Außendienst. Alle Analysen sind kostenpflichtig, die Mitarbeiter der BERLIN-CHEMIE AG koordinieren dann gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen. Die strukturierte Analyse des Checks beinhaltet und beantwortet u.a. folgende Fragestellungen:

  • Wie gut sind Patienten mit Diabetes mellitus, Angina pectoris, COPD und Hypertonie kodiert?
  • Welche typischen Komorbiditäten fehlen?
  • Wie lässt sich die Verordnungssicherheit erhöhen, wie lassen sich Regresse vermeiden?

 

4. Digitale Services

Anforderungen des Patienten

Digitale Serviceangebote können das Erreichen von Therapiezielen bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen unterstützen.

  • Der Patient möchte von seiner Praxis valide Informationen zu seiner chronischen Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten. 
  • Er möchte sich über die Kontaktmöglichkeiten, das Leistungsspektrum und Schulungsangebote der Praxis informieren.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Über welche digitalen Kanäle können sich Patienten gezielt und valide über ihre Erkrankung und Therapie informieren?

Durch welche digitalen Serviceangebote der Praxis können die Therapieziele zeitsparend vermittelt und erreicht werden? Therapieziele können z.B.

  • Leistungsfähigkeiten erhalten,
  • Exazerbationen vermeiden,
  • Lebensqualität erhalten bzw. verbessern,
  • Notfälle vermeiden,
  • Compliance und Selbstverantwortung stärken,


sein.

Quellen/weiterführende Informationen


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5. Terminmanagement

Anforderungen des Patienten

Unterschiedliche Patientensituationen (z.B. akute Luftnot, Folge- oder Kontrolluntersuchung) erfordern unterschiedliche Möglichkeiten der Terminvereinbarung und -planung. 
Der Patient möchte:

  • Termine orts- und zeitunabhängig vereinbaren können, 
  • an wiederkehrende Kontrolltermine erinnert werden.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Wie kann die kontinuierliche und situative Betreuung besonders bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen in Bezug auf die Terminvergabe sichergestellt werden? 

Wie kommen diese Patienten unkompliziert, schnell und zeitnah an einen Termin? 

Welche Möglichkeiten haben Patienten in Ihrer Praxis Termine zu vereinbaren?

Gibt es die Option der Online-Terminvereinbarung (z.B. besondere Terminslots für Berufstätige)?

Quellen/weiterführende Informationen


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6. Vor der Behandlung

Anforderungen des Patienten

Der Patient will, dass die Praxis sich bereits vor dem Arzt-Kontakt mit seinen aktuellen krankheitsrelevanten Informationen auseinandersetzt.

Der Patient möchte

  • die Möglichkeit haben aktuelle, behandlungsrelevante Informationen an seinen Behandler vor dem Termin zu übermitteln,
  • dass der Arzt sich mit seinen aktuellen Informationen beschäftigt und bei der Behandlung berücksichtigt.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Für die optimale interdisziplinäre Behandlung von Patienten besonders mit chronischen Atemwegserkrankungen sind aktuelle Informationen essenziell. 

Welche Möglichkeiten gibt es krankheits- und behandlungsrelevante Informationen vor dem Behandlungstermin digital auszutauschen? 

Welche unterschiedlichen Kanäle können dazu genutzt werden?

Quellen/weiterführende Informationen


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7. Präventionsangebote

Anforderungen des Patienten

Der Patient möchte

  • krankheitsbezogene Daten übermitteln und empfangen, 
  • individuelle und qualitätsgesicherte Informationen zu seiner Erkrankung, 
  • Informationen zum Leistungsumfang der Praxis (z.B. Schulungen, Öffnungszeiten, Kommunikationskanäle), 
  • an digitalen Angeboten teilnehmen.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen gibt es eine Vielzahl von Informationsportalen und digitalen Anwendungen wie z.B. TheraKey©, Apps, DiGas, etc.

Welche digitalen Möglichkeiten gibt es, den Patienten gesundheitsfördernde und behandlungsrelevante Informationen zur Verfügung zu stellen (Präventionsangebote, Schulungen, Impfungen, u. s. w.)?

Quellen/weiterführende Informationen


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8. Diagnose

Anforderungen des Patienten

Patienten werden in mehreren Institutionen behandelt und erwarten, dass ein Austausch zu deren Erkrankung stattfindet. Sie möchten, dass

  • ein Austausch von behandlungsrelevanten, Informationen erfolgt,
  • Doppeluntersuchungen vermieden werden,
  • aktuelle Informationen für die Behandlung genutzt werden.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen werden sehr oft in unterschiedlichen Institutionen behandelt. Welche Möglichkeiten gibt es, um einen effizienten und effektiven Informationsaustausch zu gewährleisten?

Welche Kommunikationskanäle können dafür genutzt werden?

Quellen/weiterführende Informationen


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9. Behandlungsmanagement

Anforderungen des Patienten

Der Patient möchte im Rahmen seiner Behandlung

  • möglichst wenig Informationsverluste,
  • aktuelle zeitnahe Informationen bekommen und mit weiteren Behandlern teilen, z.B. zur Medikation, zum Impfstatus,
  • die Vorteile von digitalen Behandlungsangeboten nutzen,
  • eine fortlaufende Behandlungsdokumentation,
  • mehr in die Therapieentscheidungen eingebunden werden.

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Für eine optimale Behandlung von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen ist ein schneller Austausch von Informationen zur Therapie, wie z.B. Medikation, Bilddokumentation, u.ä. essentiell. 

Welche digitalen Möglichkeiten gibt?

Quellen/weiterführende Informationen


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10. Digitale Behandlung

Anforderungen des Patienten

Der Patient erwartet von seinen Behandlern, dass sie auf dem aktuellen Kenntnisstand sind, wenn er im Rahmen seiner Therapie digitale Anwendungen nutzen möchte, wie z.B. 

  • die elektronische Patientenakte,
  • Informationen zur Erkrankung und Begleitung bei der Behandlung, wie TheraKey©,
  • neue digitale Behandlungsmöglichkeiten, wie DiGa, DiPa, etc..

 

Ableitende Fragestellung für die Praxis

Für die Therapie von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen gibt es diverse digitale Behandlungunterstützungen. 

Welche Angebote und Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Informationen dazu?

Quellen/weiterführende Informationen


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