Berlin-Chemie Newsletter vom 25. November 2021

Berlin-Chemie Newsletter vom 25. November 2021

Interview:

  • Ein Technologiesprung soll die Zukunftsfähigkeit der TI sichern
    EinBlick sprach mit Stefan Höcherl von der gematik über die Zukunft der Telematikinfrastruktur

Kurzstrecke:

  • Studie zur elektronischen Patientenakte
    Laut Forscher:innen wäre Opt-out die bessere Lösung

  • OSCAR und TeleDerm laufen aus
    G-BA beendet Projekte des Innovationsausschusses

  • Erster Prototyp eines digitalen Patienten-Zwillings
    Das Leitprojekt MED²ICIN soll Kosten bei komplexen Diagnosen und Therapien sparen

  • Intelligenter Helfer für Arztpraxen erhält Finanzierung zur Weiterentwicklung
    Ressourcen-Management-Software organisiert und optimiert Praxis-Abläufe

Young Health:

  • Mehr und offener kommunizieren!
    Einblick sprach mit Manuel Blechschmidt über die praktische Umsetzung der Telematik- Infrastruktur (TI)

Start-up Telegram

Meldungen:

  • Zahlen steigen weiter
    Deutschland wird fettleibiger

  • Ärztliche Praxen haben hohe Ausgaben
    Über 20 Prozent mehr Personalkosten zwischen 2016 und 2019

  • Neue universitätsmedizinische Vernetzungsinitiative für strukturierte Daten
    Radiologisches Netzwerk RACOON gegründet

  • Cyberangriff gegen Medatixx stört Abläufe in Praxen
    Ransomware-Attacke sorgt für Großalarm im Gesundheitswesen


Interview

 

Ein Technologiesprung soll die Zukunftsfähigkeit der TI sichern

Einblick sprach mit Stefan Höcherl von der gematik über die Zukunft der Telematikinfrastruktur

 

 

Stefan Höcherl

ist seit April 2020 in der gematik tätig und leitet dort den Bereich Strategie & Standards. Er verantwortet die strategischen Fragen zur Unternehmensentwicklung sowie die Themen Standardisierung und Interoperabilität im deutschen Gesundheitswesen, als auch die europäische Zusammenarbeit im Bereich Digital Health. Stefan Höcherl hat davor in verschiedenen Positionen im Gesundheitswesen Zukunftsfragen mitgestaltet und war als Consultant für einen Industrieverband sowie für Strategie- und Public Affairs-Beratungen mit den Schwerpunkten Gesundheitswesen und digital Pharma in Berlin tätig.

 

 

Seit langer Zeit sprechen wir über die Telematikinfrastruktur. Doch was bedeutet die TI 2.0? Wie soll eine Modernisierung der TI genau aussehen?
Die bisherige Telematikinfrastruktur, die TI, basiert technologisch zum Teil auf den Überlegungen und Prämissen aus den 2000er Jahren. Um weiterhin als zeitgemäße Basis für ein vernetztes Gesundheitssystem dienen zu können, muss sie sich also weiterentwickeln. Sie muss den technischen Fortschnitt nutzen und gleichzeitig neue gesetzliche und betriebliche Anforderungen erfüllen. Auch die Bedürfnisse der Nutzer:innen – also der Versicherten, der Ärzt:innen sowie weiterer Heilberufler:innen, Krankenkassen und auch der Gesundheitsunternehmen – haben sich verändert. Ein Technologiesprung soll daher die Zukunftsfähigkeit der Telematikinfrastruktur sichern und die TI zur TI 2.0 machen. Dafür gilt es Komplexität zu reduzieren, Nutzerfreundlichkeit zu stärken und hohe Sicherheit als oberstes Gebot zu gewährleisten. Kurzum, im Mittelpunkt der TI 2.0 für alle Nutzergruppen steht, dass sie komfortabel, flexibel und sicher ist.

Wir haben in der gematik sechs Grundprinzipien identifiziert, auf denen die Modernisierung der TI konkret beruht: Erstens: Elektronische Identitäten, mit denen sich die Nutzer:innen nur einmal anmelden müssen und dann alle Anwendungen damit nutzen können. Zweitens: Universelle Erreichbarkeit, also die Nutzung der Dienste übers Internet und mobile Endgeräte. Drittens: Verteilte Dienste – also, dass Anwendungen durch die Kombination von verschiedenen Daten und Abläufen genutzt werden können. Viertens: Strukturierte Daten und Standards. Das bedeutet: In der TI 2.0 wird auf international anerkannte Standards gesetzt und mit FHIR auch eine wichtige Weiche in Richtung Forschungskompatibilität gestellt. Das ermöglicht die anwendungsfallbezogene Auswahl und Neustrukturierung der benötigten Dokumente und Daten. Fünftens: Ebenfalls ganz wichtig: Der Einsatz einer moderne Sicherheitsarchitektur mit dem Prinzip ›Zero Trust Networking‹. Dabei müssen sich beide Seiten einer Ende-zu-Ende verschlüsselten Verbindung gegenseitig authentisieren. Und last but not least, sechstens: Ein gemeinsames TI-Regelwerk hält die Mindeststandards hinsichtlich der rechtlichen, organisatorischen und technischen Regeln der TI 2.0 für alle fest und bildet damit auch den Kern der Sicherheitsarchitektur der TI.

Wie schätzen Sie den Aufwand für die Leistungserbringer ein, die sich gerade ePA und eRezept ready machen und dafür die Infrastruktur beschaffen?
Die Umsetzung der TI 2.0 erfolgt schrittweise und anwendungsbezogen in den nächsten Jahren. Viele Vertragsärzt:innen und Vertragspsychotherapeut:innen und Apotheker:innen sind bereits für die Nutzung der TI in ihrer aktuellen Version ausgerüstet. Das ist wichtig und richtig, denn E-Rezept und ePA werden auch im kommenden Jahr zentrale Anwendungen beim Ausbau der digitalen Medizin sein, die – auch nach dem Willen des Gesetzgebers – in der Praxis und Apotheke Schritt für Schritt zunehmend aktiv und real gelebt werden sollen. Ärzt:innen und Apotheker:innen ebenso wie Patient:innen werden jetzt in 2022 vor allem ihre praktischen Erfahrungen mit den digitalen Anwendungen vertiefen und das neue digitale miteinander lernen.

Dafür bieten wir Informationsangebote an. Damit sie mit den TI-Anwendungen arbeiten können, sind sie natürlich auf ihre technischen Dienstleister und Anbieter angewiesen. Wir stehen mit diesen, aber auch mit den Ärzt:innen und Apothekern selbst im konstruktiven und dauerhaften Austausch und unterstützen hierbei bestmöglich, dass der Wandel des Systems gelingt. Das geht nicht auf Knopfdruck und über Nacht, aber wir sind mit unserer Transparenz zu der Notwendigkeit und der Umsetzung sowie der partnerschaftlichen Dialoge mit diversen Anwendern und Nutzern auf einem guten Weg.

Werden den Praxen evtl. anfallende Kosten für die gegebenenfalls notwendig werdende erneute Ausstattung erstattet?
Finanzierungs- und Kostenfragen zur TI-Ausstattung gehören nicht zum Entscheidungsbereich der gematik. Hier sind die jeweiligen Bundesmantelvertragspartner zuständig, Regelungen für die Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker zu treffen.

Welche zentralen Vorteile versprechen Sie sich von der Weiterentwicklung der TI 2.0 für die Leistungserbringer und die Versicherten?
Die Versicherten erhalten durch die TI 2.0 mehr Möglichkeiten der digitalen Gesundheitsversorgung, und das bei einem weiterhin hohen Schutzniveau ihrer persönlichen Daten. Das bedeutet mehr Teilhabe und eine Stärkung der Patientensouveränität. Zudem werden digitale Dienste einfacher bereitgestellt. Dadurch lassen sie sich auch leichter nutzen. Und: Perspektivisch wird auch die Zahl der Angebote für die Versicherten damit wachsen. Die Vorteile sind hier ganz klar ein ›Mehr‹ an Komfort, Flexibilität und damit auch praktisch erlebbarer Nutzen für die oder den Einzelnen: Erstens: Grundsätzlich ist es dann technisch einfacher, die Anwendungen zu nutzen.
Zweitens: Dank der elektronischer ID im ›Single-Sign-On‹ kann eine Anwendung überall, auch auf dem Smartphone und auch ohne Mitführen der eGK, genutzt werden. Drittens: Die Versicherten profitieren von höherer Nutzerfreundlichkeit und mehr Serviceleistung durch die Integration von gesetzlichen TI-Anwendungen mit anderen TI-Anwendungen der TI. Viertens: Dabei können sie natürlich weiterhin selbstständige bestimmen, welche Institutionen und Personen Zugriff auf ihre persönlichen Gesundheitsdaten erhalten.

Für die Heilberufler:innen nimmt die technische Komplexität der TI spürbar ab: Das ist eine echte Erleichterung für den Arbeitsalltag. Sie müssen sich dann weniger um technische Fragen kümmern und gewinnen mehr Zeit für das Wesentliche: ihre Patientin:en. Auch Möglichkeiten zur mobilen Patientenversorgung eröffnen sich. Darüber hinaus reduzieren sich in der TI 2.0 die jährlichen Betriebskosten. Die Vorteile liegen hier  
klar bei Entbürokratisierung, verbesserter Wirtschaftlichkeit und mehr Zeit für die Versorgung von Patienten. Konkret: Der physische Konnektor fällt weg, und IT- Sicherheitsfragen werden in die Rechenzentren verlegt. Zweitens: Durch die Verwendung mobiler Endgeräte außerhalb der Praxen und Apotheken gelingt eine bessere Patientenversorgung – beispielsweise durch den Datenzugriff über die TI auch bei Hausbesuchen. Drittens: Sie müssen sich mit weniger Technikfragen befassen, aber das Sicherheitsniveau bleibt gleich hoch.

Davon, dass die TI 2.0 allen Anwenderinnen bzw. Anwendern im Gesundheitswesen nützt, sind alle Akteure – also beispielsweise die Ärzte als auch den Patienten oder auch die Krankenkassen – überzeugt. Das zeigt das einstimmige „Go“ der Gesellschafterversammlung der gematik, in der alle Spitzenorganisationen des Gesundheitssystems vertreten sind, zur Modernisierung der TI und zu einer gemeinsamen Compliance für deren Umsetzung.

Können Sie schon sagen, was beziehungsweise welche Verfahren sich hinter digitalen Identitäten verbergen – Stichworte FaceID und Fingerprint?
Um TI-Dienste zu nutzen, müssen sich die Anwender:innen anmelden und authentisieren. Dies geht bislang nur über die ausgegebenen Smartcards – also eGK, eHBA und SMC-B. In der TI 2.0 sind diese nicht mehr ausschließliches Authentisierungsmittel, da elektronische Identitäten – eIDs – eingeführt werden. Dabei übernehmen von der gematik zugelassene Identitätsprovider die Authentifizierung der Nutzerinnen bzw. Nutzer, nicht mehr die Dienste selbst. Die Nutzerinnen und Nutzer wiederum müssen sich nur einma am Identitätsprovider anmelden und können in der Folge alle Anwendungen nutzen – Single-Sign-On.

Das föderierte Identitätsmanagement wird beispielsweise für Versicherte ermöglichen, dass dank elektronischer ID das Single-Sign-On auf dem Smartphone, auch ohne Mitführen der eGK, möglich sein wird. Dafür loggt sich die Nutzerin bzw. der Nutzer bei ihrem bzw. seinem Identitätsprovider ein. Dieser fragt einmalig ihre/seine Zustimmung zur Herausgabe ihrer/seiner Nutzerdaten ab und leitet diese dann an die Anwendung weiter. Die Anwendung vertraut dabei dem Identitätsprovider und meldet die Nutzerin bzw. den Nutzer mit den übermittelten Daten an.


Kurzstrecke

 

Studie zur elektronischen Patientenakte

Laut Forscher:innen wäre Opt-out die bessere Lösung

Die Opt-out-Lösung für die elektronische Patientenakte wäre sinnvoller. Zu dem Schluss kommt die Studie ›Die elektronische Patientenakte und das europäische Datenschutzrecht‹ im Auftrag der Stiftung Münch. Laut den Forscher:innen hat der deutsche Gesetzgeber es in zentralen Punkten versäumt, ein wirksames Patientenaktensystem zu schaffen, das die Spielräume der Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO) voll ausschöpft. »Gerade einmal 0,5 Prozent der Bevölkerung nutzen bisher eine ePA«, sagt Professor Boris Augurzky, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch. »Wir sehen es deshalb als unverzichtbar an, dass der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen im Sinne von Versorgungsqualität und Effizienz anpasst.«

Die Studie vergleicht die Situation in Deutschland mit den Gesundheitssystemen in Österreich, Estland und Spanien. In diesen Ländern erhalten die Versicherten alle automatisch eine Akte, die befüllt wird. Durch Opt-out können die Patient:innen dem Befüllen der Akte sowie dem Zugriff widersprechen oder Dokumente für verschiedene Gruppen löschen oder verschatten lassen. Einzig Deutschland hat sich für eine Opt-in- Lösung entschieden.

 

OSCAR und TeleDerm laufen aus

G-BA beendet Projekte des Innovationsausschusses

Die Projekte TeleDerm und OSCAR sind Projekte, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) durch den Innovationsausschuss gefördert hat und die der G-BA nun nicht in die Regelversorgung integriert. Laut Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Innovationsausschusses des G-BA, hätten TeleDerm und OSCAR gezeigt, welche Herausforderungen digitale Ideen für medizinische Versorgungsangebote mit sich bringen.

»Wir wissen nun beispielsweise mehr über technische Hürden von Telekonsilen. Und wir wissen mehr über die Rahmenbedingungen, die für den koordinierenden Einsatz von Social Care Nurses geklärt werden müssen«, sagt Hecken. »Die Ergebnisberichte und unsere Empfehlungen zum Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen werden nicht in einer Schublade verschwinden, sondern gezielt an diejenigen Akteure im Gesundheitswesen weitergeleitet, die sie aus unserer Sicht aufgreifen sollten.«

Bei TeleDerm stehen hautärztliche Telekonsile im Mittelpunkt. Bei dem Angebot OSCAR geht es um bessere sozialmedizinische Beratung von Patient:innen mit Krebs durch besonders qualifizierte Begleitpersonen, den Social Care Nurses.

 

Erster Prototyp eines digitalen Patienten- Zwillings

Das Leitprojekt MED²ICIN soll Kosten bei komplexen Diagnosen und Therapien sparen

Das Projekt MED²ICIN ist ein generisches Modell für eine Vielzahl von medizinischen Fragestellungen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern. Seit dem Start im Oktober 2018 läuft es vier Jahre lang unter Einhaltung der DSGVO und Pseudonymisierung aller Daten. Das Projekt verbindet die Gesundheitsinformationen von Patient:innen, berücksichtigt Daten aus Studien und vergleicht diese mit den Krankheitsbildern von anderen. Aktuell testen sieben Fraunhofer-Institute am Universitätsklinikum Frankfurt am Main einen Prototyp für chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Auch wenn viele Daten bereits vorliegen, bleiben diese oft unstrukturiert und für Behandler schwer zugreifbar. Hier setzt das Modell an, verbindet die Gesundheitsinformationen der Erkrankten miteinander und vergleicht sie mit weiteren Parametern aus Studien sowie Daten spezifischer Krankheitsbilder wie Diagnostik, Krankheitsverlauf, Medikation oder Therapie. Unter Berücksichtigung klinischer Leitlinien und gesundheitsökonomischer Aspekte entsteht so ein digitaler Zwilling. Anwender sind zurzeit die Mediziner:innen im Krankenhaus, später sollen Niedergelassene und Patientinnen, Forschungsinstitute oder Kassen Zugänge erhalten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels können so Ressourcen und Kosten gespart werden.

 

Intelligenter Helfer für Arztpraxen erhält Finanzierung zur Weiterentwicklung

Ressourcen-Management-Software organisiert und optimiert Praxis-Abläufe

Die Software dubidoc des Unternehmens Takuta unterstützt Praxen bei der Einführung digitaler Arbeitsabläufe. Diverse Prozesse im Bereich Terminvergabe werden digital optimiert, sodass den Praxisteams mehr Zeit für die Versorgung der Patient:innen bleibt. Online-Terminbuchung, Videosprechstunde, virtuelles Wartezimmer und digitale Überweisungen verschlanken den Aufwand für das medizinische Personal.

An einer aktuellen Finanzierungsrunde im sechsstelligen Bereich beteiligen sich neben einem Medizintechnik-Unternehmer auch zwei Ärzt:innen – als überzeugte Nutzer der Software. Diese Investoren wurden bewusst ausgewählt, andere Interessenten hingegen abgelehnt. Die Anzahl der angebundenen Praxen befindet sich zurzeit stark im Wachstum, weil dubidoc Herausforderungen wie den Personalmangel oder pandemiebedingte Umsatzrückgänge wirkungsvoll beheben kann.


EinBlick zum Hören: Der wöchentliche Podcast

Das neue Angebot ergänzt unseren EinBlick Newsletter.

 

EinBlick – Der Podcast präsentiert Ihnen die wichtigen gesundheitspolitischen Nachrichten der Woche immer Freitag mittags.
In gut zehn Minuten hören Sie, was in der vergangenen Woche eine Rolle gespielt hat und was in der folgenden Woche wichtig sein wird.

Zusammen mit den tieferen Analysen des Newsletters EinBlick, sind sie stets bestens auf dem Laufenden.

EinBlick – Der Podcast immer freitags, ab 12 Uhr in allen bekannten Podcastportalen.
Die aktuelle Folge finden Sie hier: www.einblick-newsletter.de 


young health

 

Mehr und offener kommunizieren!

 

 

Manuel Blechschmidt

hat einen Master in IT-Systems-Engineering und ist Geschäftsführer der Incentergy GmbH, die mit ere.health eine E-Rezept Lösung anbietet. Er ist Experte für Unternehmenssoftware und deren Integration und engagiert sich in der Förderung talentierter Studierender.

 

 

 

 

Wo stehen wir aktuell bei der praktischen Umsetzung der Telematik-Infrastruktur?
In diesem Jahr sollen viele Fachanwendungen in der TI umgesetzt werden: die elektronische Patientenakte, die e-AU – dessen Verpflichtung zum 1. Oktober erneut verschoben wurde – und das für uns als Softwareentwickler besonders relevante e-Rezept. Am 1. Juli startete dafür der Testzeitraum in der Pilotregion Berlin-Brandenburg. Bislang wurden einige e-Rezepte zwischen den verschiedenen Akteuren ausgetauscht. Zum 1. Januar 2022 soll das e-Rezept bundesweit verpflichtend werden. Wir stehen mit diversen Akteuren, Krankenhäusern, Ärzt:innen etc. in Verbindung; alle sind fleißig dabei und schauen, dass sie die TI zügig umsetzen. Auf der Arbeitsebene gibt es zwar noch kleine Herausforderungen, aber die Zusammenarbeit funktioniert gut, vor allem, wenn jede:r ein wenig über den Tellerrand hinausschaut und nicht nur den eigenen, engen Zuständigkeitsbereich betrachtet. Die bisher vorhandenen Systeme werden gut integriert. Die elektronischen Heilberufsausweise in der neuesten Version sind noch nicht überall flächendeckend eingeführt, hier bestehen aktuell Lieferschwierigkeiten von drei Wochen bis zu zwei Monaten. Doch all diese temporären Dinge werden sich langfristig lösen! Wenn man neue Technologien einsetzt, dauert es immer einige Zeit, bis alle Anfangsschwierigkeiten gelöst sind.

Was läuft denn besonders gut, auch im Hinblick auf die gematik?
Die gematik möchte ich ausdrücklich loben, weil sie uns beispielsweise über die neuen Programme für das e-Rezept alle zwei Wochen per Sprechstunde informiert und für Rückfragen technologisch kompetente Partner:innen zur Verfügung stellt. Antworten auf Supportanfragen per Service-Desk erfolgen oft in sehr kurzer Zeit und fast immer innerhalb eines Tages. In unseren Kollaborationen bzw. in Connectathons – das heißt in realen Tests zur Kompatibilität verschiedener Softwarelösungen – tauschen wir uns mit den Dienstleistern der gematik aus und diese teilen uns mit, welche Dinge auf unserer Seite noch nicht so gut funktionieren. Ein Beispiel sind die sehr hohen Anforderungen der Datenformate des e-Rezepts: Hier bekommen wir viel Unterstützung, wenn die von uns erzeugten Daten noch nicht dem aktuellen Format entsprechen. Der dafür notwendige FHIR-Standard (Fast Healthcare Interoperability Resources) muss spezifikationskonform eingesetzt werden, und wir bekommen dann Tipps, an welcher Stelle wir ggf. noch etwas ändern müssen. Alles in allem läuft die Umsetzung deshalb sehr zügig.
 
Welche Herausforderungen gibt es denn noch?

Neben den technischen Dingen, die aus unserer Ingenieurssicht eigentlich immer lösbar sind, sehen wir vor allem die Kommunikation unter den verschiedenen Akteuren als größte Herausforderung. Wir mussten viele Non-Disclosure Agreements (NDA) unterschrieben, die uns teilweise verbieten, miteinander zu reden. Ähnliches beobachten wir auch auf unseren Kommunikationskanälen. Wir möchten anderen mitteilen, was wir tun, und mit anderen kollaborieren. Dabei stoßen wir jedoch nicht immer auf offene Ohren, auch nicht im Organisationsbereich. Viele Organisationen könnten ihre Probleme einfacher lösen, wenn sie darüber offen reden würden. Hilfreich wäre es, wenn man beispielsweise als Klinik auf die gematik zugehen und seine Herausforderungen erklären würde. Vor allem bei der internen Dokumentation könnte die gematik im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicher noch mehr unterstützen und darauf hinweisen, was sich das jeweilige Haus noch einmal angucken sollte. Denn aufgrund der aktuellen Dynamik sind viele Dokumente bei der gematik in Arbeit, die erst später veröffentlicht werden. Ein kleiner Verteiler, der darauf hinweist, welche Dokumente und Lösungen bislang zur Verfügung stehen, wäre sinnvoll. Hier muss man offener kommunizieren, denn so ließe sich im Gesundheitsbereich eine Menge lösen, weil man dann schneller agieren kann. Dazu gehört auch, dass die Verbände, die fachlich zusammenarbeiten, ebenso offen für Diskussionen sind und ihren Mitarbeiter:innen erlauben, offen zu kommunizieren – insbesondere in Open-Source-Projekten. Bislang sind hier oft dreistufige interne Freigaben abzuwarten. Ob beispielsweise Deutschland als DE oder D kodiert wird, ist lediglich eine technische Frage, die Ingenieur:innen lösen können, wenn man es ihnen erlaubt – ohne dass sie einen Antrag stellen müssen, darüber kommunizieren zu dürfen. Hier kann man viel gewinnen, für die Volkswirtschaft ebenso wie für die eigene Organisation, weil man so als Problemlöser gilt und nicht als der, der drei Wochen einfach nicht reagiert hat.


Startup-Telegram

 

Medkitdoc digitalisiert den Arztbesuch, entlastet die Pflege und sorgt für eine umfassende Versorgung von Patient:innen. Das Unternehmen kombiniert eine App mit speziell geschulten Fachärzt:innen und zertifizierten Medizingeräten zur Vitaldatenübermittlung. So entstehen mehr Diagnosemöglichkeiten als bei einer reinen Videokonsultation. Diesen Service nutzen bislang die Intensiv- oder stationäre Pflege sowie ambulante Pflegedienste. https://medkitdoc.de/

Die Medipolis Unternehmensgruppe arbeitet nach dem Prinzip der integrierten Pharmazie für die ganzheitliche Versorgung komplex erkrankter Menschen. Dafür gibt es sechs Präsenzapotheken und einen Onlineshop für Medizin-, Praxis-, Sprechstunden- und Laborbedarf. Für die Region rund um Jena gehört seit August 2021 ein e-Rezept zum Angebot, es ist für iOS und Android erhältlich. https://www.medipolis- intensivshop.de/

StellDirVor berät und begleitet Gesundheitsunternehmen beim Einsatz digitaler Technologien, vermittelt Wissen und optimiert betriebliche Prozesse für Medizin(technik), Pflege und Pharma. Über Virtual Reality sind die Lernangebote orts- und zeitunabhängig verfügbar, daneben wird Augmented Reality bei der Einarbeitung von Personal bzw.
Prozess- und Handlungsanleitungen unterstützend eingesetzt. www.stelldirvor.jetzt

Miralytik digitalisiert die Gesundheitsberatung durch Analysetools, die von Mediziner:innen für Ärzt:innen entwickelt werden. Durch die Zusammenführung von Wissen, Erfahrung und Technologie entstehen gemeinsam mit den Anwender:innen neue Konzepte und Strategien – hin zu einer modernen und objektiven Entscheidungskultur. Beratung und Coaching finden durch ärztliche Kolleg:innen mit langjähriger Krankenhaus- und Managementerfahrung statt. www.miralytik.de


Meldungen

 

Zahlen steigen weiter

Deutschland wird fettleibiger

Immer mehr Menschen in Deutschland sind von Fettleibigkeit betroffen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

In Deutschland gelten fast 25 Prozent der Erwachsenen als adipös, das heißt stark übergewichtig. Neue Datenauswertungen des Zi, auf Grundlage der vertragsärztlichen Abrechnungsdaten zwischen 2009 bis 2018, zeigen vor allem in den höheren Altersgruppen ab 80 Jahren einen starken Anstieg in der Diagnosehäufigkeit von Adipositas. Im Alter von 85 bis 89 Jahren zeigen die ausgewerteten Daten eine Steigerung um 80 Prozent. Bei den Frauen stieg die Zahl der Betroffenen von 8,3 auf 14,8 Prozent, bei den Männern verdoppelte sie sich sogar von 6,4 auf 12,9 Prozent. Die Diagnosehäufigkeit von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen scheint sich allmählich zu verlangsamen, heißt es laut Zi. In einigen Altersbereichen bei den unter 18-Jährigen zeigt sich seit 2014 eine Stabilisierung und sogar ein leichter Rückgang der Krankheitshäufigkeit, die bei Mädchen noch etwas deutlicher ausfällt als bei
Jungen. Dabei ist auffällig, dass in den östlichen Bundesländern grundsätzlich mehr Menschen mit Adipositas leben. Mecklenburg-Vorpommern wies 2018 die höchsten Werte auf, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

»Als eine der großen Volkskrankheiten, nicht nur in der westlichen Welt, geht Adipositas häufig mit komplexen Begleit- und Folgeerkrankungen einher«, sagt Zi- Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried. So ziehe die Volkskrankheit nicht nur einen hohen physischen und psychischen Leidensdruck der Betroffenen nach sich, sondern verursache auch enorme medizinische Versorgungskosten. Zuletzt habe sich dies anhand des erhöhten Risikos von Adipositaspatient:innen, an einem schweren COVID-19-Verlauf zu erkranken, gezeigt. Deshalb stelle der Anstieg der Erkrankungszahlen, vor allem in der höheren Altersgruppe, besondere Anforderungen an eine zielgerichtete medizinische Versorgung. »Es ist daher gut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss nun in die Detailarbeit zum strukturierten Behandlungsprogramm Adipositas einsteigt.« In zwei Jahren würden die Patient:innen dann vom koordinierten und leitliniengerechten Vorgehen in diesem Programm profitieren können.

 

Ärztliche Praxen haben hohe Ausgaben

Über 20 Prozent mehr Personalkosten zwischen 2016 und 2019

In den ärztlichen Praxen in Deutschland sind die Personalkosten zwischen 2016 und 2019 über 20 Prozent gestiegen. Das zeigen Zahlen des Zi-Praxis Panels zur wirtschaftlichen Lage.

Neben dem Anstieg der Personalkosten um 21,9 Prozent zwischen 2016 und 2019 sind auch die Material- und Betriebskosten gestiegen. Für Material und Labor hatten die Ärzt:innen in 2019 rund 12 Prozent mehr Ausgaben. Auch die Miete für Praxisräume machte sich mit rund 5 Prozent Mehraufwand bemerkbar. Hingegen hat die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in ihrer Bedeutung für das Budget der niedergelassenen Ärzt:innen weiter zugenommen. So sind die GKV-Einnahmen an den Gesamteinnahmen im dreijährigen Beobachtungszeitraum um 11,6 Prozent angestiegen. Die Zuwachsrate bei den Privateinnahmen lag mit 8,6 Prozent hingegen unter dem Durchschnitt. Unterm Strich sind die Jahresüberschüsse in den Jahren 2016 bis 2019 inflationsbereinigt um durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr angewachsen.

»Die medizinische Versorgung von Patient:innen in den Arztpraxen braucht Zeit«, sagt Zi- Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried. Das sei Zeit, die wegen der zunehmenden Arbeitsverdichtung in den Niederlassungen leider immer weniger zur Verfügung stehe. Das hätte die COVID-19-Pandemie sehr eindringlich gezeigt. Denn laut Zi werden Regelversorgung und Krisenversorgung auch in Zukunft den Alltag vieler Praxen in Deutschland prägen. »Dieser Zeiteinsatz muss so vergütet werden, dass in der Niederlassung auch nach Abzug der Geldentwertung ein Plus verbleibt«, so der Zi-Chef. Er betont auch den Punkt des medizinischen Nachwuchses. Nur wenn auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, könne es gelingen, junge Ärzt:innen verstärkt für die medizinische Versorgung in der eigenen Praxis zu begeistern.

Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf der Befragung des Jahres 2020 und beziehen sich auf die Berichtsjahre 2016 bis 2019. In der Analyse wurden die Angaben von 4.020 Praxen berücksichtigt, die für alle vier Jahre über vollständige Finanzangaben verfügen.

 

Neue universitätsmedizinische Vernetzungsinitiative für strukturierte Daten

Radiologisches Netzwerk RACOON gegründet

Die radiologischen Universitätsklinika haben sich mit verschiedenen Partnern zusammengeschlossen und das multizentrische Forschungsnetzwerk Radiological Cooperative Network RACOON ins Leben gerufen. Dieses soll radiologische Daten von COVID-19-Fällen landesweit strukturiert erfassen.

Für mehr Digitalisierung, nationale Zusammenarbeit und strukturierte Erfassung von COVID-19-Daten haben die radiologischen Universitätsklinika mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin und der Technischen Universität Darmstadt das Forschungsnetzwerk RACOON gegründet. Damit sollen die deutschen Kliniken eine radiologische Datengrundlage zur Erforschung von COVID-19 und vergleichbaren Lungenerkrankungen aufbauen, die zur Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz genutzt wird.

Um diese Datengrundlage herzustellen, wurden radiologische Standards zur Befundung, ein umfassendes Bildglossar, ausführliche Dokumentationsmaterialien, interaktive Workshops und Lehreinheiten geschaffen. So soll als zentrales Ziel von RACOON eine hochqualitative, umfassend strukturierte Datenerfassung entstehen. Basis bildet eine Kohorte aus mehr als 14.000 CT Untersuchungen und über 3.000 Röntgenuntersuchungen. Dies ist ein einmaliger deutschlandweiter Datensatz zur kollaborativen Bilddatenforschung mit aktuell über 6,6 Millionen Befunditems.

Die Initiatoren des Projekts waren Prof. Dr. Dr. Thomas J. Vogl und Dr. Andreas Bucher vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Prof. Dr. Bernd Hamm, Dr. Tobias Penzkofer von der Charité Berlin und Prof. Dr. Dr. Jens Kleesiek vom Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin des Universitätsklinikums Essen.

 

Cyberangriff gegen Medatixx stört Abläufe in Praxen

Ransomware-Attacke sorgt für Großalarm im Gesundheitswesen

Der zweitgrößte Praxissoftware-Anbieter in Deutschland, Medatixx, wurde Opfer eines Hackerangriffes. Laut Unternehmensangaben sind die Praxen nicht betroffen, doch eine vorsorgliche Änderung der Passwörter wird empfohlen.

Eine Ransomware-Attacke beim IT-Dienstleister Medatixx sorgte im November bei rund einem Viertel der deutschen Arztpraxen für gestörte Praxisabläufe. Die Hacker verschlüsselten dabei Dateien mit einerSchadsoftware im Netzwerk des Dienstleisters. Der Angriff richtete sich ausschließlich gegen das Unternehmen, nicht gegen die Kunden, erklärte Medatixx auf Nachfrage. Die Funktion der Praxis- Verwaltungssysteme sei nicht betroffen. Um die Kunden zu informieren, wurden alle verfügbaren Kanäle genutzt, inklusive einer Telefonkonferenz mit allen regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen.

Das Unternehmen aus Eltville bietet verschiedene Softwareprodukte für Arztpraxen an. Falls die Hacker es geschafft haben sollten, in die Fernwartungssysteme einzudringen, könnten Passwörter für die Telematische Infrastruktur gestohlen worden sein. Deshalb empfehlen Medatixx und die gematik allen Nutzer:innen vorsorglich, die Windows-Passworte, das Passwort der Firewall und das Passwort des Konnektors zu ändern. Um diese Passwörter ohne großen Aufwand zu ersetzen, hat das Unternehmen eine Kurzanleitung veröffentlicht: https://medatixx.de/thema/detail/kurzanleitungen-passwortaenderung-ausserhalb-der-praxissoftware. Ferner gibt es weitere Informationen zu den betroffenen Produkten wie easymed, x.comfort, x.concept, x.isynet und x.vianova: https://medatixx.de/thema/detail/was-medatixx-kunden-jetzt-wissen-muessen.

Sollten durch den Cyberangriff Passwörter von Praxen gestohlen und gespeichert worden sein, stellt das eine akute Bedrohung für das deutsche Gesundheitswesen dar. In jedem Fall ist der Angriff eine ernste Sache: Ermittlungsbehörden und die zuständige Datenschutzbehörde wurden eingeschaltet. Das Ermittlungsverfahren führt die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die gematik stehen mit mit Medatixx in Kontakt.


Bemerkt

 

 

»Diese Schritte waren überfällig. Frauen bilden deutlich die Mehrzahl in unseren Praxen. Sprachlich kamen sie aber bisher kaum vor. Innerverbandlich werden wir zukünftig gendergerecht kommunizieren und damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen – Frauen und Männer und jene, die sich nicht als Mann oder Frau beschreiben.«

Dr. Thomas Fischbach Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.

 

 

 

 


Weiterlesen

 
Wir wollen im EinBlick neben einem Überblick zu Themen der Gesundheitsnetzwerker auch einen Blick auf Debatten und Dokumente werfen.

Forscher:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben unterschiedliche Muster von SARS-CoV-2-Varianten von Virussequenzen aus den westafrikanischen Ländern Gambia, Ghana, Nigeria und Senegal enthüllt. Obwohl die vier untersuchten Länder ähnliche geografische und klimatische Bedingungen haben, fanden die Wissenschaftler:innen unterschiedliche Muster der Virusvarianten. Laut den Forscher:innen kann dies einen Mechanismus der Gendrift sein, bei dem die genetische Diversität nur durch einen kleinen Teil einer Population bestimmt wird, die eine neue separate Population bildet. Das können zum Beispiel bestimmte infizierte Personen gewesen sein, die die Virusvarianten von Frankreich nach Senegal übertragen.
 
»Wenn Sie die unterschiedlichen Muster der Virusvarianten betrachten, können Sie direkt die historischen Verbindungen sehen, zum Beispiel war Senegal eine französische Kolonie und hat ähnliche Muster wie Frankreich, weil es noch viel Handel und Verkehr zwischen Senegal und Frankreich gibt«, sagt James Adjaye, ghanaisch-britischer Professor der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und Direktor des Instituts für Stammzellforschung und Regenerative Medizin. »Ghana und Nigeria sind ehemalige britische Kolonien mit ähnlichen Virus-Varianten-Mustern. Beide Länder haben Handels- und Arbeitsbeziehungen mit Europa und China.«

Lesen Sie weiter bei nature: https://www.nature.com/articles/s41598-021-00267-w


Empfehlung

 

Diabetes-Videos für Kinder

Wie können Erwachsene Kindern erklären, was Diabetes ist und wie ein Kind damit leben kann? Damit Kinder diese Krankheit verstehen und herausfinden, wie sie damit am besten umgehen können, hat das Universitätsspital Bern eine Website mit Informationen entwickelt. Auf der Seite sind verschiedene Videos rund um Diabetes für Kinder ansprechend aufbereitet. Das Angebot ist auf www.kinderdiabetes.ch kostenfrei verfügbar.


Zuletzt:

 

Simone Schwering ist neue Barmer-Vorständin

Simone Schwering ist neues Vorstandsmitglied der Barmer Krankenkasse. Das hat der Verwaltungsrat in seiner außerordentlichen Sitzung in Berlin einstimmig beschlossen. Sie folgt auf Dr. Mani Rafii, der im Juni dieses Jahres ausschied. Schwering hat ihre neue Tätigkeit zum 1. November 2021 aufgenommen. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Personal, Organisation und Zentrale Dienste.

»Wir freuen uns, mit Simone Schwering eine ausgewiesene Krankenkassenexpertin für den vakanten Vorstandsposten gefunden zu haben. Ihre langjährige erfolgreiche Arbeit bei der Barmer macht sie zur idealen Besetzung im Vorstand«, erklärt der Verwaltungsratsvorsitzende, Bernd Heinemann. Schwering ist seit 2017 bei der Krankenkasse tätig, seit März 2020 arbeitete sie dort als Bereichsleiterin Personal/Organisation. Sie ist ausgebildete Juristin.

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