Berlin-Chemie Newsletter vom 24. Februar 2022

Berlin-Chemie Newsletter vom 24. Februar 2022

Interview:

  • Mehr interdisziplinäres Arbeiten und weniger Hierarchien
    EinBlick sprach mit Dr. Anke Diehl über das Smart Hospital, Interoperabilität und digitale Transformation

Kurzstrecke:

  • Was tut sich in puncto Digitalisierung in der Diabetestherapie?
    4. Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes D.U.T

  • Brustkrebs bewältigen
    Digitale Angebote unterstützen die Therapie

  • Videosprechstunde: Top oder Flop?
    ›PraxisBarometer Digitalisierung‹ zeigt gemischtes Bild

  • Wie können Pandemien in der Zukunft vermieden werden?
    Internationale Forschungsgruppe fordert präventive Maßnahmen

Young Health:

  • Das OHA in Osnabrück: Was ist ein Healthcare Accelerator?
    Einblick sprach mit Katharina Lutermann, Start-up-Managerin im OHA, dem Osnabrück Healthcare Accelerator

Start-up Telegram

Meldungen:

  • Endlich mehr Geld
    Schrittweise Anhebung der Mindestlöhne in der Pflege mit Nachweispflicht

  • Positionspapier des Spitzenverbands Digitale Gesundheit
    Etablierung von Telemedizinischen Versorgungszentren soll Versorgung verbessernZukunft ungewiss?

  • Annäherung in der ambulanten Notfallversorgung
    Versorgungsrealität zur Kenntnis nehmen!

  • Vernetzungslösungen für die modernsten Übertragungstechnologien
    LINCNET-Projekt: Vernetzung per Licht


Vorwärts in die Zukunft des Gesundheitswesens – analog und digital

Neben dem Programm des Kongresses gehören das zwanglose Gespräch, der fachliche Austausch und die Vernetzung der Teilnehmer:innen in angenehmer Atmosphäre dazu, wenn wir Sie, liebe Gesundheitsnetzwerker:innen, einmal im Jahr einladen. Besuchen Sie uns an unserem neuen Tagungsort, dem traditionsreichen Gebäude Schlossplatz 1 in direkter Nachbarschaft des Humboldt-Forums im neu erbauten Berliner Schloss.

Wir freuen uns auf den Spätsommer, auf Sie und auf das facettenreiche Programm, das uns motivieren soll für die Versorgung der Zukunft.
Hier finden Sie alle Informationen zum 17. Kongress für Gesundheitsnetzwerker https://www.gesundheitsnetzwerker.de/


Interview

 

Mehr interdisziplinäres Arbeiten und weniger Hierarchien

Einblick sprach mit Dr. Anke Diehl über das Smart Hospital, Interoperabilität und digitale Transformation

 

 

Dr. Anke Diehl

studierte Medizin und Medizinmanagement in Heidelberg und Kapstadt. Als promovierte Ärztin arbeitete sie in verschiedenen Essener Kliniken und leitete von 2010 bis 2018 den Bereich Versorgungsstrukturentwicklung am Landeszentrum Gesundheit NRW. Seit 2018 begleitet sie die digitale Transformation der Universitätsmedizin Essen, zunächst als Digital Change Managerin und heute als CTO.

 

 

Sie können sich das Interview als EinBlick – Nachgefragt hier anhören https://t1p.de/k1ywf

 

Was tut man als CTO in einer Klinik?
Als Chief Transformation Officer leite ich die Stabsstelle Digitale Transformation. Wie auch schon zuvor als Digital Change Managerin begleite ich den digitalen Wandel in der Universitätsmedizin Essen. Wir begreifen die Digitalisierung als komplexes Unterfangen, denn sie ist mehr als nur eine Technifizierung von verschiedenen Abläufen. Sie bringt einen kulturellen Wandel mit sich. Deswegen gibt es die Stabsstelle mit Blick aufs Ganze:
Wir führen nicht nur neue digitale Techniken und KI ein, sondern fördern das interdisziplinäre und interprofessionelle Arbeiten auf Augenhöhe. Ziel ist es, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und die Dinge neu zu denken.

Inwieweit ist die Universitätsmedizin Essen unterwegs als Smart Hospital?
Wir haben uns schon sehr früh auf den Weg gemacht, im Jahr 2015, als Prof. Dr. Jochen Werner neu als Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor kam. Er hat das Bild des Smart Hospitals geprägt. Dabei geht es nicht nur darum, durch die Digitalisierung effizienter zu arbeiten, sondern auch darum, neue, innovative Projekte umzusetzen und im Sinne der Mitarbeiter:innen und Patient:innen zu denken. Die modernen Techniken, die sich überall in der Industrie oder in unserer Umwelt rasend schnell durchgesetzt haben, sind in den Kliniken und Praxen viel zu spät angekommen. Das haben wir in der Pandemie schmerzlich erfahren, und die Diskussionen über die Einführung von Apps oder über den Datenschutz bestätigen dies. Gesundheitsdaten sind ein schützenswertes Gut, aber in Deutschland haben wir uns sehr viele Gedanken gemacht, die manchmal auch Dinge blockiert haben.

Welche Herausforderungen gibt es auf diesem Feld, insbesondere bei der Interoperabilität?
Ich bin gerade in das Interop-Council gewählt worden und vertrete dort die IT-Anwender als eine von sieben Expert:innen. Wir müssen zusehen, dass wir in Deutschland endlich die Sektorengrenzen aufheben und mit Gesundheitsdaten durchgängig arbeiten. Aktuell ist die Interoperabilität ein wirkliches Problem. Wenn wir an die ePA denken, bleibt die Frage: Was nützt sie uns, wenn sie nicht mit strukturierten Daten nach gemeinsamen Standards gefüllt ist? Um damit zu arbeiten, müssen verschiedene Befunde aus Kliniken, Praxen oder Rehaeinrichtungen kombinierbar und auswertbar sein können, auch für künftige KI-Anwendungen. Das ist sehr wichtig, denn wir wollen hin zu einer personalisierten Präzisionsmedizin – und diese benötigt keine einzelnen Daten einer Organisation aus Datensilos, sondern interoperabel kombinierbare Datenquellen. Deshalb ist die Interoperabilität eine große Herausforderung, damit wir die hervorragenden Möglichkeiten, die sich in Deutschland aufgrund des exzellenten Gesundheitswesens bieten, auch wahrnehmen können.

Welche Schnittstellen in den ambulanten Bereich gibt es in Essen?
In erster Linie ist es uns wichtig, digitale Technologien zu nutzen, um die Patient:innen in unser Organigramm hineinzuholen, beispielsweise über Patientenportale, um zielgerichtet Informationen an die Erkrankten bringen zu können. Andererseits haben wir im letzten Jahr bei einer Ausschreibung der gematik zum Open-House-Verfahren für Informationstechnische Systeme im Krankenhaus, ISIK, mitgemacht. Dort haben wir die FHIR-Spezifikation (Fast Health Interoperability Resources) für Fragebögen der Patient:innen, also ›Patient-reported-outcome-measures‹ umgesetzt, um diese Informationen sicher und strukturiert in die Datenumgebung des Universitätsklinikums zu integrieren. Das war ein wichtiger Schritt.

Daneben gibt es auch Apps für Kinder, die eine spezielle Umgebung und Ansprache benötigen. Dr. Basu, ein sehr engagierter Oberarzt aus der Kinderklinik, entwickelt beispielsweise mit Start-ups und Herstellern Simulationen, Lernprogramme und vieles mehr. So erklären Kinder anderen Kindern bestimmte Prozesse in Videos, die man jederzeit ansehen kann. Für die Untersuchung im Kernspin gibt es ein Programm, die Pingunauten-App. Sie macht kleineren Kindern Mut und bringt ihnen über Virtual Reality die Umgebung eines Kernspintomografen mitsamt der Untersuchung und den lauten Geräuschen nahe, damit sie im besten Fall keine Narkose für eine MRT-Untersuchung benötigen.

Auch im Bereich Entlassmanagement arbeiten wir mit einem Unternehmen zusammen, das uns digital in diesem wichtigen Prozess unterstützt und die Angebote aus der Region digital erfasst. Mit unseren Casemanager:innen, die die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Patient:innen sehr früh erfassen, ist das eine tolle Kombination.


Kurzstrecke

Was tut sich in puncto Digitalisierung in der Diabetestherapie?

4. Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes D.U.T

Einen Blick in die Zukunft der digitalen Diabetesversorgung wirft das Zukunftsboard Digitalisierung (zd) jährlich mit dem Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T). Was gibt es bereits, was wird möglich sein und wie weit sind neue Technologien im Alltag der Diabetesteams und Patienten:innen bereits angekommen? Der D.U.T versteht sich als Nachschlagewerk und will mit seiner Kombination aus Umfrageergebnissen und Fachbeiträgen helfen, praxistaugliche Lösungen zu finden, die künftig zu einer modernen und patientenorientierten Diabetologie gehören können.

Wie ist die Digitalisierung vorangeschritten und wie hat sich das Stimmungsbild – auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Pandemiesituation – in der Diabetologie verändert?
Die Umfrageergebnisse des D.U.T 2022 stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung: https://diabetes.berlin-chemie.de/fileadmin/PDF/dutreport/DUT_2022_Ergebnisse_Umfrage.pdf

 

Brustkrebs bewältigen

Digitale Angebote unterstützen die Therapie

Zwei neue Angebote der Techniker Krankenkasse ergänzen die Therapie bei der Diagnose Brustkrebs. Die App ›PINK! Coach‹ informiert und gibt Tipps, damit Erkrankte sich mehr bewegen und gesund ernähren, jeweils abhängig vom individuellen Therapieplan. Ein Chatbot beantwortet Fragen zu Beschwerden und Nebenwirkungen. Achtsamkeits- und Yogaübungen ergänzen das Angebot.
 
Der psychoonkologische Online-Kurs ›PINK! Leben‹ soll psychische Belastungen und depressive Stimmungen bei Brustkrebspatient:innen reduzieren. Über vier Wochen bzw. 24 Einheiten begleiten Videos, Audios und praktische Übungen die Nutzer:innen, um ihr Wohlbefinden zu steigern. Beide digitalen Angebote basieren auf medizinischen Leitlinien und Empfehlungen. Ferner unterstützt der bereits seit 2019 zur Verfügung stehende Kurs
›Leben mit Krebs‹, der auch bei Prostata- und Darmkrebs angewandt und von Versicherten aller Kassen genutzt werden kann.

 

Videosprechstunde: Top oder Flop?

›PraxisBarometer Digitalisierung‹ zeigt gemischtes Bild

Nach einem Hype im Pandemiejahr 2020 geht die Nutzung von Videosprechstunden, vor allem in Hausarztpraxen, wieder zurück. Nur noch jede fünfte Praxis bietet diese Art der Kommunikation an, Spitzenreiter sind dabei psychotherapeutische Praxen. Den höchsten Nutzen von Videosprechstunden haben chronisch Erkrankte und langfristig zu betreuende Patient:innen. Auch beim Austausch mit Kolleg:innen werden sie als hilfreich angesehen. Insgesamt aber ist das Ergebnis der Befragung von über 2800 Praxen als ernüchternd zu bezeichnen, wie im vierten ›PraxisBarometer Digitalisierung‹ beim Thema Digitalisierung nachzulesen ist.

In Gesundheitsapps sehen wenige der Befragten einen Mehrwert für die Behandlung. Auch ist bislang keine Erleichterung durch digitale Prozesse oder Kommunikation in den Praxen zu spüren. Die Umstellung, das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Fehleranfälligkeit der EDV-Systeme erschweren eher die Arbeit des Praxispersonals. Rund um die Telematikinfrastruktur beklagen 50 Prozent der Praxen wöchentliche Störungen. Die Befragung wird vom IGES Institut im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erstellt.

 

Wie können Pandemien in der Zukunft vermieden werden?

Internationale Forschungsgruppe fordert präventive Maßnahmen

SARS-CoV-2 ist nicht das erste Virus, das vom Tierreich auf den Menschen übertragen wurde. Forscher:innen gehen davon aus, dass es auch nicht der letzte Zoonoseerreger bleiben wird, der eine Pandemie auslöst. Den Anstieg der Zoonosen erklären die Forscher:innen mit der Zunahme des Wildtierhandels, der Expansion der Landwirtschaft und der Zerstörung der tropischen Regenwälder. Eine steigende Gefahr geht nach Ansicht der Forscher auch von der Abholzung der Regenwälder aus.

Als präventive Maßnahmen schlagen die Forscher:innen vor, die Abholzung der Regenwälder zu vermindern, die extensive Land- und Viehwirtschaft besser zu kontrollieren und den Wildtierhandel einzuschränken. Weiter soll eine Datenbank für Virusgenome eingerichtet werden, damit Forscher:innen mit den Daten früher den Ursprung einer Epidemie orten können und so deren Ausbreitung stoppen können. Alle diese Maßnahmen kosten Geld – die Forscher:innen gehen von mehreren Milliarden Dollar aus. Diese Summe sei aber deutlich geringer als die Folgeschäden von Pandemien.


EinBlick zum Hören: Der wöchentliche Podcast

Das neue Angebot ergänzt unseren EinBlick Newsletter.

 

EinBlick – Der Podcast präsentiert Ihnen die wichtigen gesundheitspolitischen Nachrichten der Woche immer Freitag mittags.
In gut zehn Minuten hören Sie, was in der vergangenen Woche eine Rolle gespielt hat und was in der folgenden Woche wichtig sein wird.

Zusammen mit den tieferen Analysen des Newsletters EinBlick, sind sie stets bestens auf dem Laufenden.

EinBlick – Der Podcast immer freitags, ab 12 Uhr in allen bekannten Podcastportalen.
Die aktuelle Folge finden Sie hier: www.einblick-newsletter.de 


young health

 

Das OHA in Osnabrück: Was ist ein Healthcare Accelerator?

 

 

Katharina Lutermann

ist seit Juli 2021 als Start-up-Managerin im OHA, dem Osnabrück Healthcare Accelerator, tätig. Zuvor verantwortete sie das Employer Branding bei den Paracelsus Kliniken Deutschland und die Unternehmenskommunikation in der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde. Die 33-Jährige studierte Angewandte Kulturwissenschaften, Kommunikationsmanagement und Health Management. Sie engagiert sich auch in unterschiedlichen Communities und Netzwerken dafür, mehr Räume für neue Ideen und neues Arbeiten im Gesundheitswesen zu schaffen.

 

 

Frau Lutermann, was ist der Osnabrücker Healthcare Accelerator (OHA)?
Wir sind ein neu gegründetes Start-up-Zentrum und setzen uns dafür ein, dass Start-ups aus der Gesundheitsbranche einen leichteren Weg auf den Markt finden und ihre Idee mit anderen Start-ups sowie Unternehmen weiterentwickeln können. So haben wir ein Konstrukt aus verschiedenen Bereichen geschaffen. Dazu gehören die öffentliche Hand, Wirtschaft, Wissenschaft, ein breites Netzwerk, das den Start-ups zur Verfügung gestellt wird, verschiedene Seminare, Workshops und Büroinfrastruktur. Dieses Umfeld können die Start-ups für sechs Monate nutzen, um dann hoffentlich mit ihrem Produkt und ihrer Idee auf dem Gesundheitsmarkt erfolgreich zu werden.

Was benötigen Start-ups, um vom OHA gefördert zu werden?
Ziel des OHAs ist es, schon in einer frühen Phase bei den jungen Unternehmen anzuknüpfen, um den Gründer:innen einen Weg auf den Markt zu eröffnen. Das Gründungsthema sollte natürlich etwas mit Gesundheit zu tun haben. Aber ob es der neue orthopädische Schuh oder eine Software für Leistungserbringer ist, das ist erst einmal nicht relevant. Neben einer guten Idee braucht es dann noch ein gutes Gründungsteam. Mit diesen Voraussetzungen können sich Gründer:innen mit einem Pitch Deck auf unserer Website bewerben.

Vor welchen Herausforderungen steht das OHA aktuell?
Das ist sehr unterschiedlich. Was einige der Start-ups gerade umtreibt, ist das Thema Finanzierung – also wie kommen sie an Gelder, um weiterzumachen. Viele nutzen erst einmal die Möglichkeit des Gründungsstipendiums, um für eine bestimmte Zeit den Lebensunterhalt zu sichern. Aber dann stellt sich irgendwann die Frage, wie Geld eingesammelt werden kann. Der Aufbau eines Start-ups ist sehr ressourcenintensiv. Eine weitere Herausforderung für die Gründer:innen besteht darin, möglichst mit vielen ins Gespräch zu kommen – und zwar mit potentiellen Kund:innen und Menschen aus dem Gesundheitssystem. Das sind Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Zum einen geht es um die, die das Produkt irgendwann verschreiben sollen, die, die es nutzen möchten, oder diejenigen, die es bezahlen. Und für all diese verschiedenen Zielgruppen muss ein Mehrwert herausgearbeitet werden.

Das E-Rezept wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf Ihre Start-ups?
Wir haben das natürlich mitbekommen, uns aber eigentlich schon so etwas in der Richtung gedacht. Die Testphase verlief nicht so, wie man sich das vorgestellt hatte. Wir betreuen jetzt in unserer ersten Förderperiode kein Start-up, für das dieser Entschluss direkt relevant ist. Allerdings gucken wir uns den Markt als Ganzes an und was dort für Start-ups relevant sind. Gerade für die Anbieter im Bereich Telemedizin und Videosprechstunden ist das natürlich ein wichtiges Thema. Hier wird mit dem E-Rezept der Businesscase erst richtig rund. Wir im OHA betrachten gerade eher die Themen Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) etwas intensiver.

In welchen Bereichen arbeiten ihre Start-ups, was sind deren Produkte?
Wir haben aktuell sechs Start-ups in der Betreuung. Einige entwickeln Softwarelösungen, bei denen es um die bessere Zusammenarbeit und Kommunikation in der Pflege geht. Dann sind Gründer:innen Teil von uns, die sich überlegt haben, wie sie psychotherapeutische Hilfe digitalisieren, verbessern und leichter handhabbar für die Patient:innen gestalten können. Ein anderes Start-up beschäftigt sich mit Augmented Reality. Da geht es eher in Richtung Prävention und Ergonomie am Arbeitsplatz. Darüber hinaus betreuen wir ein Start-up, das Software für Kliniken entwickelt, damit diese sich besser und effizienter digitalisieren können. Ein Startup ist im Bereich Tech Health unterwegs und entwickelt einen Laser, mit dem schon während einer OP gutartiges von tumorartigem Gewebe unterschieden werden soll. Und zu guter Letzt entwickelt ein Start- up eine App für Patient:innen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Welche Trends und Chancen sehen Sie im Gesundheitsbereich für junge Start-ups?
Aus unserer Sicht hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren schon einige Instrumente bereitgestellt, die von Start-ups genutzt werden können. Das ist wichtig, jedoch befürchten wir, dass es an manchen Stellen wieder ins Stocken geraten kann. Wir sehen gerade, wie Preisverhandlungen funktionieren, was DiGAs kosten dürfen und wann ein Preis festgelegt ist. Das sind ziemlich relevante Punkte. Dann muss auch die Frage gestellt werden, wie man Ärzt:innen weiter auf die Verschreibung von digitalen Anwendungen aufmerksam machen kann. DiGA und DiPA sind mögliche Wege, wir weisen aber auch auf andere Instrumente der Refinanzierung hin. Im Bereich der Technologie gibt es, wie ich finde, zum Beispiel Entwicklungen im Bereich von Value Based Healthcare. Auch die Telemedizin und Virtual Reality entwickeln sich weiter. Hier betreuen wir auch Start-ups, die in diese Richtung gehen.


Startup-Telegram

 

Das offizielle Verzeichnis für Digitale Gesundheitsanwendungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat zwei weitere Apps auf Rezept gelistet.

›Vaginismus Plus‹ ist eine dauerhaft aufgenommene Anwendung zur Verbesserung der vaginalen Penetrationsfähigkeit beim Geschlechtsverkehr oder bei gynäkologischen Untersuchungen. Betroffene Frauen erhalten Informationen zu Symptomen und Anleitungen für Entspannungs- und Beckenbodenübungen. Dadurch lassen sich Veränderungen im Denken und Handeln erlernen und in den Alltag übertragen, beispielsweise für positive sexuelle Erfahrungen. https://hellobetter.de/

Die vorläufig aufgenommene App ›neolexon Aphasie‹ von limedix bietet Menschen mit Aphasie bzw. Sprechapraxie logopädische Trainingseinheiten für zuhause. Die Ergänzung zur Sprachtherapie umfasst Übungen in allen sprachlichen Bereichen und wird von den behandelnden Sprachtherapeut:innen individuell festgelegt und fortlaufend angepasst. https://neolexon.de/

›Hublo‹ ist eine SoftwareasaService-Lösung (SaaS) für das Ausfallmanagement von Pflegekräften in Krankenhäusern. Die webbasierte Lösung steuert die täglich anfallende Verwaltung von Personalausfällen. Dabei können die Pflegenden den Prozess und ihre Einsätze über eine App aktiv mitgestalten. Diese strukturierte Kommunikation reduziert Stressfaktoren. Das in Frankreich entwickelte Modell ist mittlerweile in vielen europäischen Ländern, so auch in Deutschland, verfügbar. https://hublo.com/de

›GoPatients‹ hat eine Plattform geschaffen, die das Leben von Patient:innen durch anonyme bilaterale Kommunikation verbessern soll. Die Nutzer:innen erhalten anhand eines Matching-Algorithmus Vorschläge, sich mit anderen in einem privaten Chat auszutauschen. Die seit Ende 2021 erhältliche App verfügt über einen kostenfreien begrenzten Zugang mit Werbung oder eine werbefreie Vollversion gegen Gebühr. https://go-patients.com/


Meldungen

 

Endlich mehr Geld

Schrittweise Anhebung der Mindestlöhne in der Pflege mit Nachweispflicht

Die Pflegekommission hat sich Anfang Februar einstimmig auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Eine Erhebung der Pflegekassen zeigt, dass aktuell weniger als ein Drittel aller Pflegeeinrichtungen nach Tarif bezahlt. Diese müssen nun schriftlich vorlegen, wie sie die Gehaltserhöhung umsetzen werden.

Die seit Dezember 2021 amtierende Pflegekommission aus Vertreter:innen von privaten, frei-gemeinnützigen und kirchlichen Pflegeeinrichtungen empfiehlt, die Mindestlöhne für Pflegekräfte ab dem 1. September 2022 in drei Schritten anzuheben. Bis Dezember 2023 soll ein Stundensatz von 14,15 Euro für Hilfskräfte erreicht werden, für qualifizierte Pflegehilfskräfte soll er dann 15,25 Euro betragen und für Pflegefachkräfte 18,25 Euro. Daneben empfiehlt die Kommission für Beschäftigte in der Altenpflege einen Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub über drei Jahre.

Passend dazu haben die Landesverbände der Pflegekassen erstmals Daten zur tariflichen Bezahlung in der Langzeitpflege geliefert – mit einem detaillierten Überblick über die Tarifbindung der Pflegeeinrichtungen. Dabei zeigte sich, dass weniger als ein Drittel aller Pflegeeinrichtungen in Deutschland der Tarifbindung unterliegt. Der durchschnittliche Stundenlohn – über sämtliche Beschäftigungsgruppen hinweg – liegt bei 18,95 Euro, mit deutlichen Unterschieden zwischen Ost und West

Nun sind alle nicht nach Tarif zahlenden Pflegeeinrichtungen gesetzlich verpflichtet, die Löhne ab 1. September 2022 an einen in ihrem Bundesland gültigen Tarifvertrag anzupassen. Auch die Orientierung am regional üblichen Entgeltniveau ist möglich. Bis Ende Februar 2022 müssen die Pflegeeinrichtungen ihre Pläne zur Lohnanpassung bei den Pflegekassen melden. Durch diese Maßnahmen soll der Beruf attraktiver und eine qualitativ hochwertige Pflege in Zukunft gesichert werden, sagt Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes. Für September erwartet sie einen Überblick zu den finanziellen Auswirkungen dieser Regelungen.

 

Positionspapier des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung

Etablierung von Telemedizinischen Versorgungszentren soll Versorgung verbessern

Um die digitalen Ressourcen besser in die medizinische Versorgung zu integrieren und so besonders in ländlichen und strukturschwachen Regionen eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen, empfiehlt der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) die Einrichtung von Telemedizinischen Versorgungszentren als Leistungserbringer.

Eine im Auftrag der Robert Bosch Stiftung vom IGES Institut erstellte Studie prognostiziert, dass im Jahr 2035 bis zu 11.000 Hausärzt:innen fehlen könnten mit der Folge, dass 40 Prozent der Landkreise unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht wären. Die Studie modelliert den zu erwartenden Hausärzt:innenmangel in Deutschland und beschreibt, dass und wie eine Neuausrichtung der Primärversorgung auf kommunal eingebundene Gesundheitszentren eine Perspektive für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung bieten kann. Dies auch angesichts demographischer Herausforderungen und unter Berücksichtigung der Zunahme chronischer Erkrankungen in der Bevölkerung. Im Ergebnis der Studie werden Handlungsempfehlungen für Politik und Gesundheitsakteure vorgelegt.

Der SVDGV als Interessenvertretung von Anbietern digitaler Gesundheitsdienstleistungen greift die Ergebnisse der Studie auf und verweist in dem Zusammenhang auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung, in dem steht, dass „alle Menschen in Deutschland gut versorgt und gepflegt werden – in der Stadt und auf dem Land“. In der Corona- Pandemie hat sich gezeigt, dass telemedizinische Anwendungen die Versorgung gut unterstützen können. Nur sei nach Ansicht des SVDGV das Potenzial noch nicht ausreichend gehoben worden. Auch fehle ein vertragliches Format für potenzielle Kooperationen. Der Spitzenverband schlägt hier die Etablierung von Telemedizinischen Versorgungszentren TMVZ vor.

Bereits bewährte Strategien zur Integration digitaler Prozesse in bestehende gesundheitswirtschaftliche Strukturen seien noch zu wenig bekannt, beklagt der SVDGV bei der Präsentation des Positionspapiers. Die Bundesregierung habe die Aufgabe, »eine flächendeckende Versorgung in einem weiterhin leistungsfähigen Gesundheitswesen sicherzustellen«. Es bedürfe dazu politischer Rahmenbedingungen, um einem digital unterstützten Gesundheitswesen den Weg zu ebnen.

Hier können Sie das Positionspapier als PDF herunterladen: https://digitalversorgt.de/wp-content/uploads/2022/02/Positionspapier-Potenziale-der-Telemedizin.pdf

Robert Bosch Stiftung (Hg.) »Gesundheitszentren für Deutschland – Wie ein Neustart in der Primärversorgung gelingen kann«.
Hier können Sie die Studie herunterladen: https://www.bosch-stiftung.de/de/publikation/gesundheitszentren-fuer-deutschland

 

Annäherung in der ambulanten Notfallversorgung

Versorgungsrealität zur Kenntnis nehmen!

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) erklärt seine Bedenken zur Reform der ambulanten Notfallversorgung, auch wenn in einem aktuellen Papier einige ihrer langjährigen Positionen und Forderungen bestätigt wurden.

Nachdem sich Gesundheitsexpert:innen kürzlich in einem Panel der Bertelsmann Stiftung mit dem umstrittenen Gesetz beschäftigt haben, wurden neue Vorschläge zur Umsetzung veröffentlicht. Etliche davon sind aus Sicht der Krankenhäuser nicht umsetzbar, beschreibt der VKD: Die Expert:innen hätten nach Meinung des VKD sehr optimistische Vorstellungen, sollten jedoch vermehrt den Versorgungsalltag zur Kenntnis nehmen und in ihre Empfehlungen einbeziehen. Denn die Patientenzahlen in den Notaufnahmen der Kliniken steigen seit Jahren – und neben fehlenden gesetzlichen Regelungen herrscht zudem ein Mangel an niedergelassenen Haus- und Fachärzt:innen.

Ferner darf laut VKD die Festlegung der Verantwortlichkeit für die ambulante Behandlung nicht bei der Kassenärztlichen Vereinigungen liegen. Das Panel schlägt vor, dass die KV ein Krankenhaus zur vertragsärztlichen Behandlung ermächtigen kann, wenn keine Vertragsärzt:innen zur Verfügung stehen. Der Verband betont, die Praxis zeige, und zwar vor allem in ländlichen Regionen, dass hauptsächlich Kliniken die ambulante Notaufnahme übernehmen, da Niedergelassene dafür nicht bereitstehen. Laut VKD sollen die Länder entscheiden, welche Krankenhäuser die Verantwortung für die ambulante Notfallversorgung übernehmen, da sie auch die jeweiligen KVen beaufsichtigen. Ebenso soll die Vergütung endlich adäquat geregelt werden.

Ein weiterer Vorschlag des Expertenpanels betrifft die Bildung eines ›Fachkundigen Gremiums‹ zur Entwicklung von Standards, Prozessen und Qualitätsmonitoring. Da dieses Gremium ausschließlich fachliche Fragestellungen erörtern soll, begrüßt der VKD dessen Einrichtung. Er knüpft daran die Erwartung, dass die Expertise aus dem Krankenhausmanagement eingebunden wird, damit künftig keine Regelungen und Gesetze mehr vom grünen Tisch aus erarbeitet und entschieden werden.

 

Vernetzungslösungen für die modernsten Übertragungstechnologien

LINCNET-Projekt: Vernetzung per Licht

Das Bundeswirtschaftsministerium startete ein wichtiges strategisches Projekt, bei dem 15 Partner an Vernetzungslösungen zur Verbindung der derzeit modernsten Übertragungstechnologien LiFi, Powerline Communication und 5G arbeiten. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von fünf Millionen Euro und soll einen Beitrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Industrie leisten.

LINCNET steht für ›LiFi-gestütztes 5G für industrielle und medizintechnische Netzwerke‹. Der Name des Projekts definiert das Ziel: Das Projekt soll die optische Drahtloskommunikation LiFi (Light Fidelity) so weiterentwickeln, dass sie sich in verschiedenen Anwendungen als Alternative zur 5G-Funkkommunikation nutzen lässt. Als Bindeglied zwischen LiFi und 5G dient Powerline Communication, eine Technologie, die vorhandene Verkabelungen zur Datenübertragung nutzt. Das Spektrum des Lichts soll für die Datenkommunikation genutzt werden. Im medizinischen Bereich sollen etwa Anbindung und Bedienung bildgebender Sensoren wie Endoskope, Röntgen- oder Ultraschallgeräte erleichtert werden. Auch digitale Patientenakten sollen einfacher nutzbar werden.

»Technologien wie 5G oder auch WiFi allein sind im professionellen Einsatz im medizinischen oder industriellen Bereich aufgrund möglicher Interferenzen, Bandbreitenkonflikte oder Lauschangriffe nicht immer optimal«, sagt Dr. Anil Mengi, Projektleiter von LINCNET. »Wir wollen daher Lösungen für sensible Umgebungen entwickeln, wo höchste Anforderungen an Übertragungsraten, Sicherheit, aber auch an Flexibilität und elektromagnetische Verträglichkeit gestellt werden. Das Projekt erweitert 5G-Netze für spezifische Anwendungen und eröffnet hochinteressante Perspektiven für den Einsatz in medizinischen und industriellen Umgebungen.«

LiFi nutzt das unlizenzierte optische Spektrum und ergänzt Funktechnologien hinsichtlich höherer Datenraten auf kleinen Flächen, besonders in Gebäuden. Lichtwellen sind unempfindlich gegen elektromagnetische Einflüsse und breiten sich nur begrenzt aus. Durch diese natürlichen Eigenschaften des Lichts ist die Kommunikation über LiFi besonders robust, stabil und sicher.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2024. Die LINCNET-Projektteilnehmer sind sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen und assoziierte Partner.


Bemerkt

 

 

»Ärztinnen und Ärzte müssen bei der Corona-Prämie genauso berücksichtigt werden wie Pflegekräfte.«

 

Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes

 

 


 


Weiterlesen

 
Wir wollen im EinBlick neben einem Überblick zu Themen der Gesundheitsnetzwerker auch einen Blick auf Debatten und Dokumente werfen.

Aktuelle Beobachtungen an Graumullen, das sind bestimmte Nagetiere aus Afrika, zeigen, dass die kleinen Tiere sehr viel schneller altern, wenn sie unter Stress stehen. Die Tiere leben in einem System, bei dem zwei Tiere an der Spitze einer Kolonie leben. Die Forscher:innen des Leibniz-Instituts für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) beobachteten, dass die Chefs der Kolonie doppelt so lange leben wie die Arbeitenden der Kolonie.

Das Forschungsteam will nun herausfinden, inwieweit sich die durch Dauerstress induzierte beschleunigte Alterung der Graumulle als Modell eignet, um Auswirkungen von Stress und stressbedingtem Altern beim Menschen zu untersuchen. Bereits jetzt gibt es Hinweise darauf, dass Menschen, die unter einem traumatischen, chronischen oder auch unter einem durch einen niedrigen sozialen Status bedingten Stress leiden, ebenfalls schneller altern.

Hier finden Sie weitere Informationen: https://idw-online.de/de/news788299


Empfehlung

 

Impulsgeber Bewegungsförderung

Schritt für Schritt zu einer bewegungsfreundlichen Kommune

Wie können kommunale Strukturen so verändert werden, dass Menschen, die dort leben, sich mehr bewegen? Dieser Frage geht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in dem von ihr entwickelten ›Impulsgeber Bewegungsförderung‹ nach. Das digitale Planungstool begleitet interessierte Städte und Gemeinden Schritt für Schritt von der Planung über die praktische Umsetzung bis zur Evaluation. Der kostenlose Impulsgeber Bewegungsförderung ist wie ein Baukasten angelegt, aus dem sich die Kommunen je nach konkreten Erfordernissen und Gegebenheiten bedienen können. Dabei werden Maßnahmen wie Stadtteilspaziergänge, Bewegungskurse, barrierefreie Wanderwege oder Boule-Plätze mitgedacht.

»Mit dem Impulsgeber Bewegungsförderung wollen wir Kommunen für das Thema sensibilisieren und einen Bewusstseinswandel anstoßen«, sagt Prof. Dr. Martin Dietrich, kommissarischer Direktor der BZgA. »Viele ältere Menschen bewegen sich zu wenig, auch deshalb, weil Anreize und Strukturen in ihrer Umgebung fehlen. Dabei ist der gesundheitliche Nutzen von Bewegung vielfach belegt.«

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.aelter-werden-in-balance.de/impulsgeber-bewegungsfoerderung/


Zuletzt:

 

G-BA sucht Mitglieder für Expertenpool

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sucht für die kommenden zwei Jahre Mitglieder für seinen Expertenpool. Das können Personen sein, die praktische oder wissenschaftliche Erfahrung aus der (digitalen) Gesundheitsversorgung mitbringen und über Sektoren- wie Berufsgrenzen hinaus schauen. Aufgabe der ehrenamtlichen Mitglieder des Expertenpools ist es, Kurzbegutachtungen zu Förderanträgen sowie Ideenskizzen zu erstellen und eine Empfehlung zur Förderentscheidung an den Innovationsausschuss abzugeben.
Bewerbungen nimmt der G-BA unter vorschlagsverfahren.expertenpool@if.g-ba.de entgegen.

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