Berlin-Chemie Newsletter vom 16. Dezember 2021

Berlin-Chemie Newsletter vom 16. Dezember 2021

Interview:

  • Was du in drei Jahren nicht sagen konntest, brauchst du danach auch nicht mehr mitzuteilen
    EinBlick sprach mit Ralf König, Director Pharmacy vom health innovation hub des Bundesministeriums für Gesundheit

Kurzstrecke:

  • Krankschreibung per Telefon weiterhin möglich
    G-BA verlängert Corona-Sonderregelungen

  • Digitale Unterstützung beim Impfen
    Mit der Software Idana Patient:innen vorab aufklären

  • Gesundheitskompetenz via Koalitionsvertrag
    Informationsmöglichkeiten für mehr als 14 Millionen Menschen

  • Impfen schützt vor schweren Covid-19-Verläufen
    Aber: hoher Prozentsatz von Neuinfektionen entsteht durch Ungeimpfte

Interview:

  • Mehr Vernetzung, Nutzer:innenfreundlichkeit und Patient:innenfernüberwachung
    Einblick sprach mit Laura Richter über den eHealth-Monitor und mögliche Verbesserungen in Deutschland

Start-up Telegram

Meldungen:

  • Aktuelle Zahlen zeigen
    Situation in der Pflege dramatischer als gedacht

  • Unklare Verteilung bei SMC-B-Karten
    Arzneimittel-Versandhandelskonzerne erhielten mehrere Karten von der gematik

  • Beginnt die digitale Aufholjagd?
    eRezept: Österreich testet im fünfstelligen Bereich, Deutschland nur im zweistelligen

  • Das Thema Gesundheit im Koalitionsvertrag
    Innovative Gesundheitswirtschaft Grundlage als des weiteren medizinischen Fortschritts


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Interview

 

Was du in drei Jahren nicht sagen konntest, brauchst du danach auch nicht mehr mitzuteilen

Einblick sprach mit Ralf König, Director Pharmacy vom health innovation hub des Bundesministeriums für Gesundheit

 

 

Ralf König

studierte Pharmazie in Erlangen und Health Care Management in Bayreuth. Er führt in dritten Generation zwei Apotheken in Nürnberg und ist Beirat an der Fachhochschule OTH Amberg- Weiden für den Studiengang ›Digital Healthcare Management‹
Seit Anfang 2000 beschäftigt er sich intensiv mit dem Potential der Digitalisierung bei der Arzneimittelsicherheit und der Vernetzung von Arzt, Pflege und Apotheke beim Medikationsmanagement.

Sie können das Interview mit Ralf König als Podcast EinBlick – nachgefragt hier anhören https://t1p.de/hnbsc

 

Gab es für die Apotheken besondere Chancen aufgrund der Pandemie?
Wir hatten die Chance, uns einfach anders einzubringen und wahrgenommen zu werden, nicht nur als reine Logistiker, und zwar durch das Testen, das Ausstellen der digitalen Impfzertifikate und durch die Erklärung dieser Prozesse, inklusive des Einspielens in die App bei manchen Patienten. Wir können in der Breite vor Ort sehr, sehr viel leisten, indem wir verschiedenste Gesundheitsdienstleistungen vermitteln.

Sehen Sie auch in der Digitalisierung Möglichkeiten für die Apotheken, sich neue Felder zu erschließen?
Ja, ganz bestimmt. Das erste digitale Produkt im deutschen Gesundheitswesen war der auf Papier gedruckte bundeseinheitliche Medikationsplan. Hier durften wir nur unbezahlt teilhaben. Das wird sich in Zukunft sicherlich ändern, weil wir jetzt einen anderen Zugang dazu haben und uns als leistungsfähig bewiesen haben. Bei der elektronischen Patientenakte sind wir schon laut Gesetz bezahlt mit aufgeführt. Ich glaube, dass wir jetzt gezeigt haben, gerade mit den Impfnachweisen, die wir flächendeckend ausgestellt haben, dass wir in Zukunft eine wichtige Rolle spielen können, was die elektronische Patientenakte und deren Befüllung betrifft. Oder um Unterstützung bei den digitalen Gesundheitsanwendungen, den Apps auf Rezept zu leisten – und somit in der Breite künftig ganz anders eingebunden werden können. Ich glaube schon, dass das jetzt auch der Politik klar geworden ist.

Wie können Apotheken die DiGA-Nutzer:innen unterstützen und beraten?
Eine coronafreie Zeit hätte uns allen zwar einen leichteren Einstieg erlaubt, doch auch die Preisverhandlungen bei den digitalen Gesundheitsanwendungen schrecken viele Ärzt:innen im Moment noch ab. Sie sagen, die DiGA sind ihnen in dieser Form zu teuer. Bei den vielen DiGA, die noch kommen werden, können wir Apotheker:innen uns tatsächlich beratend einbringen, diese aktiv empfehlen und sogar in die Unterstützung der Anwendung eingreifen.

Kommen wir zu dem spannenden Countdown des eRezepts. Wie ist die Testphase in der Fokusregion aus Ihrer Sicht gelaufen und was haben Sie gelernt?
Wir haben gelernt, dass tatsächlich die alten Paradigmen des Gesundheitswesens in der Selbstverwaltung immer noch, auch nach der Übernahme der gematik, funktionieren. Es gab eine sehr langsame Entwicklung auf Seiten der Softwarehersteller, was die Praxisverwaltungssysteme betrifft. Sie haben wirklich erst auf den letzten Metern diese Zertifizierungen angestoßen! Dadurch waren sehr wenige Praxen in der Lage, überhaupt eRezepte auszustellen. Die derzeitige Anzahl, man liest von 42 Rezepten, ist natürlich viel, viel zu wenig. Deswegen war es konsequent, das Gesetz nun anzuwenden, indem man sagt, es können diejenigen ab Januar starten, die es technologisch können. Doch von einer flächendeckenden Anwendung im Januar sind wir natürlich meilenweit entfernt, so dass sich der Prozess über das erste Halbjahr hinziehen wird.

Da Sie Apothekenexperte und -besitzer sind: Wie funktionieren das Handling der Rabattverträge bzw. der Austausch danach in der Apotheke, wenn ein eRezept vorliegt?
Da ändert sich praktisch für den Apotheker nichts. Wir haben die Daten jetzt auch nicht vorliegen und müssen die Verordnungen in das System überführen. Das machen wir derzeit, indem wir die Rezepte scannen, manche Kolleg:innen geben sie noch von Hand ein und überführen den analogen Datensatz in das System. Dann arbeitet das System die Rabattverträge ab. In Zukunft ist es halt so, dass ich die Daten digital übernehme, und danach werden die Rabattverträge abgearbeitet. Was sich ändern wird, ist das Zurückspielen der Dispensierinformationen in das System. Und hier liegt unsere große Chance, weil wir so im zweiten Schritt die Information bekommen, was eigentlich in der Apotheke dispensiert wurde und ob der Patient es eingelöst hat.
 
Also ändert sich am Prozess in der Apotheke nichts wesentlich?

In Zukunft hat man halt ein rein digitales Vorgehen, ohne Fehler im Auslesen des ver- ordneten Medikaments. Nur in Richtung der Abrechnungssicherheit ergibt sich eine deutliche Vereinfachung für uns.

Kommen wir zu einem anderen Aspekt des eRezepts: Die Arzneimittel sollen über die elektronische Gesundheitskarte abgeholt werden. Wie ist das neue Verfahren gedacht und welche Vorteile versprechen Sie sich davon?
Dieses Verfahren war schon lange angedacht, mit Spezifikation für den 1.12.dieses Jahres. Wir haben in Zukunft also drei Zugänge zum eRezept: Das eine ist der Papieraus-druck, den muss ich irgendwie an meine Apotheke übertragen. Das meine ich auch so, wie ich es sage, also entweder durch ein Foto dieses QR-Codes oder indem ich ihn als Papier in der Apotheke vorlege. Die zweite Möglichkeit ist digital über die gematik-App: mit Verwaltung, automatischer Einspielung, Zuweisung an meine Apotheke bzw. Anfrage, ob die Medikamente vorrätig sind. Der dritte Weg ist eine Mischung mit der EGK-Karte als Identifikator. Wenn ich in einer Videosprechstunde ein eRezept verordnet bekomme, kann ich danach in eine Apotheke gehen und die Karte dort in das Lesegerät stecken. Hier kann die Apotheke, und das ist wichtig, ohne Eingabe einer PIN, auf die Verordnungen eines Patienten zugreifen. Damit brauche ich den Ausdruck praktisch nicht, sondern habe einen digitalen Weg gewählt, nur ohne App. Das ist sehr sinnvoll, grenzt aktuell jedoch die Versandapotheken aus.

Was nehmen Sie nach drei Jahren aus dem health innovation hub mit?
Ich glaube, es war sehr wichtig, so ein Projekt mit einem Ministerium auszuprobieren. Es war sehr gut, weil es ein mutiger Minister war, der dieses Instrument angesetzt hat, mit dem Vorteil, dass wir weder untergeordnet noch weisungsgebunden agieren mussten, sondern ein eigenständiges Gremium waren. Wir sind damit gut umgegangen, was sicherlich ein Teil des Erfolges war. Am Anfang wurde uns vorgeworfen, wir seien sicher-lich nur ein Sprachrohr von Jens Spahn. Doch wer unseren Newsletter gelesen hat, wird erkennen, dass wir vieles auch kritisch gesehen haben. So haben wir uns auch in der Opposition, die jetzt an der Regierung ist, einen guten Ruf erarbeitet und standen mit allen Parteien im Austausch. Ebenso gut war die zeitliche Befristung, denn was du in drei Jahren nicht sagen konntest, brauchst du danach dann auch nicht mehr mitzuteilen. Auch wird man mit der Zeit zu ministeriumsnah, und nach drei Jahren gibt es zudem andere Aufgaben: mehr Pflege und digitale Anwendungen. Deswegen braucht es dann andere Leute, andere Köpfe, aber sicherlich wieder genau so eine Struktur.

Was wünschen Sie dem neuen Minister Karl Lauterbach?
Dass auch er ein starkes Rückgrat hat und den Mut, den eingeschlagenen Weg im Be-reich Digitalisierung weiterzugehen: ohne Buckeln vor der Selbstverwaltung eine Agenda aufstellen und sie durchziehen. Möge es ihm gelingen, die Pandemie zu überwinden, um anschließend das System weiterzuentwickeln. Er sollte vom Getriebenen zum Akteur werden. Das wünsche ich ihm von ganzem Herzen, unser System hat das verdient.

Was wünschen Sie sich nach den letzten drei Jahren Mitarbeit im health innovation hub für die kommenden vier Jahre der Legislatur insbesondere für die Apotheken, aber auch für die Digitalisierung?
Das Thema Datenschutz muss zum Thema Datennutzung für die Patient:innen umgestaltet werden. Das ist ein ganz wichtiger Punkt; wir müssen die Daten-Silos aufbrechen, die es überall gibt. Wir haben ganz viele Daten, die den Patient:innen nutzen könnten: in Arztpraxen, im Krankenhaus, in Laboren, in Apotheken. Und es braucht künftig im Gesundheitswesen eine stärkere gemeinsame Nutzung dieser Daten. Sie müssen da sein, wo der Patient ist und wo er die Daten braucht. Ich glaube, wenn wir das schaffen, erreichen wir eine ganz andere Medizin und schnellere Versorgung.
 


Kurzstrecke

 

Krankschreibung per Telefon weiterhin möglich

G-BA verlängert Corona-Sonderregelungen

Bis Ende März 2022 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seine befristeten Corona-Sonderregelungen im Bereich der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und bei verordneten Leistungen verlängert. So können Patient:innen, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, weiterhin telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärzt:innen müssen sich dabei persönlich telefonisch vom Zustand der Patientin oder des Patienten überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Außerdem erhalten Krankenhäuser bis Ende März Sonderregelungen. So können Kliniken bei der Mindestausstattung mit Pflegefachkräften bei bestimmten komplexen Behandlungen abweichen. Auch auf bestimmte Kontrollen durch den Medizinischen Dienst wird weiterhin verzichtet.

Damit reagiert der G-BA auf die vierte Welle der Corona-Pandemie. »Mit unseren Beschlüssen leisten wir unseren Beitrag, um Krankenhäuser sowie Arztpraxen zu entlasten und zugleich Patientinnen wie Patienten zu schützen«, sagt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA.

 

Digitale Unterstützung beim Impfen

Mit der Software Idana Patient:innen vorab aufklären

Um den Zeitaufwand von ärztlichen Praxen beim Impfen so gering wie möglich zu halten, können digitale Tools eingesetzt werden. Die Tomes GmbH hat die Software Idana entwickelt, mit der bereits 155.000 Impfungen in ärztlichen Praxen umgesetzt wurden. Dabei führt das Tool die Patient:innen strukturiert durch den Informationsprozess und ermöglicht es der zu impfenden Person, sich schon von zu Hause aus mit der Impfung auseinanderzusetzen. Darüber hinaus können alle für die Impfung benötigten Informationen digital von der Patientin oder dem Patienten an die Praxis übermittelt werden. Das können Informationen zu relevanten Vorerkrankungen bis hin zu umgesetzten Erst- und Zweitimpfungen sein.

»Ärzt:innen, die Idana schon bei der Impfung einsetzen, melden uns zurück, dass sie den eigentlichen Impfprozess auf ein bis zwei Minuten reduzieren können«, sagt Dr. med. Lucas Spohn, CEO der Tomes GmbH. So ist die Praxis vorab über wichtige Aspekte informiert und kann zum Beispiel einsehen und entscheiden, ob eine Booster-Impfung schon angebracht ist oder mögliche Vorerkrankungen bei der Auswahl des Impfstoffes beachtet werden müssen. Die erhobenen Daten werden rechtssicher digital dokumentiert und bei Bedarf automatisiert in die Praxissoftware übertragen.

 

Gesundheitskompetenz via Koalitionsvertrag

Informationsmöglichkeiten für mehr als 14 Millionen Menschen

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition wurde die Einrichtung von Gesundheitskiosken in besonders benachteiligten Regionen vereinbart. Ein in Hamburg-Billstedt entwickeltes Modell wird dort bereits seit fünf Jahren erfolgreich umgesetzt. Der Gesundheitskiosk ist eine Schnittstelle in einem sektorenübergreifenden Netzwerk mit hochqualifiziertem und mehrsprachigem Pflegefachpersonal. Das Angebot umfasst die niedrigschwellige, bedarfsorientierte und kultursensible Beratung zu allen Gesundheitsfragen – in der Muttersprache der Menschen vor Ort. Die Universität Hamburg evaluierte die Arbeit des Kiosks und bescheinigte messbare Erfolge: In der Region gab es weniger Klinikaufenthalte, aber mehr Arztbesuche.

In Deutschland leben laut Friedrich-Ebert-Stiftung etwa 13,6 Millionen Menschen in strukturschwachen Regionen mit erschwertem Zugang zu medizinischer Beratung. Durch die Corona-Pandemie wurde diese Situation weiter verschärft. Deshalb folgt auf das Pilotprojekt in Hamburg als nächste Stadt Essen, in dessen Norden zwei Gesundheitskioske errichtet werden sollen.

 

Impfen schützt vor schweren Covid-19- Verläufen

Aber: hoher Prozentsatz von Neuinfektionen entsteht durch Ungeimpfte

Eine Studie der Humboldt-Universität Berlin zeigt, dass 67 bis 76 Prozent aller Covid-19- Neuinfektionen in Deutschland durch Ungeimpfte verursacht werden. Zur Berechnung wurden Daten von Oktober bis November 2021 herangezogen. Weil die tatsächliche Impfeffektivität nur geschätzt werden kann, stellten die Wissenschaftler:innen zwei Szenarien auf. Bei einer Impfwirksamkeit von gut 70 bis 90 Prozent kann man davon ausgehen, dass rund 50 Prozent der Ansteckungen zwischen Ungeimpften stattfinden. Zusätzlich übertragen Ungeimpfte in circa 25 Prozent der Fälle das Virus auf Geimpfte. Dagegen geschieht die Übertragung durch Geimpfte nur in 15 bis 17 Prozent aller Fälle. Insgesamt sind Ungeimpfte an 91 Prozent der Infektionen beteiligt.

Bei einer Impfeffektivität von 50 bis 60 Prozent liegen die Zahlen etwas niedriger; im Endeffekt sind jedoch auch hier an 84 Prozent der Neuinfektionen Ungeimpfte beteiligt. Diese Zahlen gelten ebenso für Länder mit einer ähnlichen Infektionsdynamik und vergleichbaren Impfquoten. Ein dauerhafter R-Wert unter 1 kann laut Forscher:innen nur durch eine Impfquote von 90 Prozent erreicht werden.


EinBlick zum Hören: Der wöchentliche Podcast

Das neue Angebot ergänzt unseren EinBlick Newsletter.

 

EinBlick – Der Podcast präsentiert Ihnen die wichtigen gesundheitspolitischen Nachrichten der Woche immer Freitag mittags.
In gut zehn Minuten hören Sie, was in der vergangenen Woche eine Rolle gespielt hat und was in der folgenden Woche wichtig sein wird.

Zusammen mit den tieferen Analysen des Newsletters EinBlick, sind sie stets bestens auf dem Laufenden.

EinBlick – Der Podcast immer freitags, ab 12 Uhr in allen bekannten Podcastportalen.
Die aktuelle Folge finden Sie hier: www.einblick-newsletter.de 


Interview

 

Mehr Vernetzung, Nutzer:innenfreundlichkeit und Patient:innenfernüberwachung

 

 

Laura Richter

ist Partnerin im Berliner Büro von McKinsey & Company. Sie studierte Volkswirtschaftslehre in Oxford und London, ferner absolvierte sie einen MBA an der Harvard Business School. Als Expertin für eHealth gibt sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Tobias Silberzahn jährlich den eHealth Monitor von McKinsey mit Beiträgen u.a. aus der Politik, der Pharmaindustrie sowie der Digital Health Szene heraus. Zudem ist Laura Richter Co-Leiterin des McKinsey Healthtech Networks in Europa mit über 1.000 Digital Health Companies.

 

 

Was verbirgt sich hinter dem eHealth Monitor?
Der eHealth Monitor ist ein jährlich erscheinender Bericht über den aktuellen Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen in Deutschland. Damit möchten wir für die Entscheider und Stakeholder aus allen Bereichen des Gesundheitswesens relevante Perspektiven abbilden, die den digitalen Fortschritt anzeigen, den wir anhand von über 30 Indikatoren in fünf Dimensionen messen. Diese sind die Entwicklung der Rahmenbedingungen, die technische Infrastruktur inklusive der digitalen Reife, das Angebot an digitalen Lösungen, die tatsächliche Nutzung durch Patient:innen und die Evidenz im Spiegel der Forschung.
Ergänzt wird der Monitor durch Gastbeiträge verschiedener Akteure.

Ein Schwerpunkt sind digitale Gesundheitsanwendungen. Zu welchem Ergebnis kommen Sie nach einem Jahr DiGA?
Zunächst ist es super, dass Deutschland hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Nirgendwo sonst können Patient:innen über eine App eine digitale Therapie erhalten, die sogar von Krankenkassen erstattet wird. Andere Länder schauen hier gespannt auf uns – insgesamt ist das ein riesiger Fortschritt. Wenn wir die letzten zwölf bis 16 Monate betrachten, entsteht ein gemischtes Bild. Wir hatten, Stand Sommer, eine Downloadzahl von circa 180.000 DiGA, doch das umfasst nur die als App funktionierenden Anwendungen, die Webseitennutzungen kommen noch dazu. Gleichzeitig stellen nicht alle Downloads tatsächliche Verordnungen dar. Das ist eine eher geringe Zahl, wenn man sie den Arzneimittelverschreibungen in Höhe von rund 700 Millionen Rezepten gegenüberstellt. Noch sind DiGA also ein Nischenprodukt; Ärzt:innen und Patient:innen müssen besser über den tatsächlichen Nutzen solcher digitalen Therapien aufgeklärt werden – beispielsweise als Ergänzung zu einer medikamentösen Therapie.

Was kann insgesamt beim Thema E-Health in Deutschland verbessert werden und wie kann eine neue Regierung hier eine Richtung vorgeben?
Wir müssen an einigen Stellschrauben ansetzen. Unser Monitor zeigt, dass 95 Prozent der Kommunikation zwischen niedergelassenen Ärzt:innen und Kliniken papierbasiert erfolgen, zum großen Teil handelt es sich dabei um Entlassbriefe. Hier brauchen wir eine bessere Infrastruktur zur digitalen Kommunikation. So könnte Bürokratie abgebaut und das Personal entlastet werden. Ferner sind viele digitale Angebote in Deutschland noch nicht möglich, beispielsweise das Remote Patient Monitoring. In Großbritannien gibt es diese Möglichkeit zur digitalen Überwachung und Betreuung der Patient:innen, was dort auch erstattet wird - bei uns leider nur in wenigen Ausnahmefällen. Drittens braucht es viel mehr Aufklärung über den Nutzen von E-Health und Digitalisierung bei Patient:innen und Leistungserbringern. Nicht nur ca. 50 Prozent der Ärzt:innen befürchten bislang durch die Digitalisierung eher eine Verschlechterung der Versorgung, auch viele Konsument:innen sind wenig informiert, und der Nutzen ist ihnen nicht klar. Fast zwei Drittel wissen nicht, was E-Rezept und ePA konkret sind.

Nutzen Sie Gesundheitsapps oder DiGA – und wenn ja, mit welchen Zielen?
DiGA sind verschreibungspflichtige Therapien für meist schwere Erkrankungen wie Migräne, Angststörungen, Krebs etc. Zum Glück brauche ich diese bislang nicht. Doch ich nutze viele digitale Helfer, beispielsweise im Bereich Ernährung, Bewegung sowie zum Schlaf- und Zyklustracking. Bei diesen Themen kann man durch verbesserte Transparenz sein Verhalten ändern, und genau hier setzen ebenso die DiGA an.

Wie wird die digitale Versorgung der Zukunft aussehen, sagen wir in circa fünf bis zehn Jahren?
Im Idealfall gibt es eine perfekte Vernetzung zwischen den einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen. Wenn ich also zu einem Orthopäden gehe, kann dieser in meiner Akte sehen, dass ich vorher schon bei meinem Hausarzt war, der bereits Erkrankungen ausgeschlossen hat. So muss ich nicht erneut die gleichen Fragen beantworten. Natürlich muss das auch über die Versorgungssektoren hinweg funktionieren: Im Krankenhaus oder bei Physiotherapeut:innen muss dieselbe Transparenz herrschen, damit Doppeluntersuchungen, vor allem riskante, vermieden werden.
Weiterhin sollte es für mich als Konsumentin so einfach wie möglich sein, eine bestmögliche Versorgung zu erhalten. Für Routinedinge, wie wiederkehrende oder bestehende Verordnungen, möchte ich nicht im Wartezimmer sitzen müssen, sondern digital versorgt werden – und zwar nicht nur in Ausnahmefällen während der Pandemie. Ebenso sollten die Krankenhäuser in vertretbaren Fällen entlastet werden und ihre Patient:innen vermehrt digital überwachen dürfen. Insgesamt brauchen wir also drei Dinge: mehr Vernetzung, Benutzer:innenfreundlichkeit und eine stärkere Patient:innenfernüberwachung.


Startup-Telegram

 

Die Software von Doctolib unterstützt Ärzt:innen und Kliniken dabei, effizient, produktiv und ressourcenschonend zu arbeiten. Patient:innen können Praxen oder Kliniken in der Nähe finden, Termine online buchen, verwalten und Videosprechstunden kostenfrei nutzen. Seit September gibt es das Wissenslabor Doctolab, um sich über Praxismanagement und Digitalisierungsthemen auszutauschen und zu vernetzen. www.doctolib.de

Eine andere Software verbessert die Diagnostik von Knochen- und Gelenkkrankheiten. ImageBiopsy Lab ermöglicht KI-basierte Analysen von Muskel-Skelett-Bilddaten – nahezu in Echtzeit. Vorhandene Röntgenaufnahmen werden durch automatische Messungen und Handlungsempfehlungen ergänzt. So steigen Genauigkeit und Diagnosesicherheit auf fast 100 Prozent. Die Software entlastet das medizinische Personal und schafft eine zuverlässige Grundlage für weitere Behandlungen. Kliniken und Praxen in elf Ländern nutzen die Plattform bereits. www.imagebiopsy.com

Tom Medications hat ein Medikamenten-Management für chronisch Erkrankte entwickelt, das deren Therapie vereinfacht und zudem ihre Therapietreue erhöht. Basis ist eine kostenfreie App (Android und iOS) zur anonymen Nutzung. Eine Premiumversion mit der Möglichkeit, Medikamente nachzubestellen, gibt es bislang nur in der Schweiz, darüber finanziert sich das Start-up. In Zukunft sollen die anonymen und aggregierten Daten Forscher:innen und Nutzenden Rückschlüsse auf das Verhalten ermöglichen. www.tommedications.com

Das Unternehmen CASC hat einen Labortest für zuhause entwickelt, der zwölf Parameter umfasst: unter anderem Nährstoffe wie Vitamin C oder Kalzium, Entzündungsparameter, Leber- und Nierenwerte. Der Urinteststreifen wird von einer Software via Smartphone analysiert. Anschließend erhalten die Nutzer:innen eine verständliche Analyse mit individuellen Empfehlungen zu Lebensmitteln, die ihre Werte verbessern und das Wohlbefinden steigern können. Das Testkit, mit vier Tests zur Anwendung über einen Monat, kann über Amazon oder Webseite bestellt werden. www.getcasc.com


Meldungen

 

Aktuelle Zahlen zeigen:

Situation in der Pflege dramatischer als gedacht

Die Situation in der Pflege ist angespannt. Die Barmer Krankenkasse und der Pflegeheim Rating Report 2022 belegen dies mit aktuellen Zahlen.

Nach Angaben der Barmer Krankenkasse werden bis zum Jahr 2030 mehr als 180.000 Pflegekräfte fehlen. Gleichzeitig wird es bis dahin insgesamt rund sechs Millionen Pflegebedürftige und damit über eine Million Betroffene mehr als bisher angenommen geben. Laut der Krankenkasse wäre die wichtigste Maßnahme, dass die Bundesländer ihrer Pflicht nachkommen, die Investitionskosten für stationäre Pflegeeinrichtungen zu übernehmen. So könne bereits eine Entlastung bei den Eigenanteilen der Pflegebedürftigen Erleichterung bringen. Aus dem Pflegereport geht außerdem hervor, dass in weniger als zehn Jahren knapp drei Millionen Pflegebedürftige ausschließlich von ihren Angehörigen gepflegt werden und damit rund 630.000 mehr als im Jahr 2020. Zudem wird es insgesamt eine Million Menschen vollstationär und 1,17 Millionen durch ambulante Pflegedienste zu versorgende Menschen geben. Dies entspricht einem Anstieg um gut 200.000 Betroffene in Pflegeheimen und 165.000 Personen, die ambulant versorgt werden müssen. »Die Politik muss zügig gegensteuern, andernfalls bleibt die Pflege eine Großbaustelle auf schwachem Fundament«, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Nicht nur die Situation bei den Pflegekräften ist angespannt, sondern auch die wirtschaftliche Lage von deutschen Pflegeheimen. So ist nach aktuellen Zahlen des Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung jedes fünfte Haus im roten Bereich. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der Pflegeheime 2019 erhöhte Insolvenzgefahr hatten, gut 26 Prozent schrieben einen Jahresverlust. Die Trends zur Ambulantisierung und Privatisierung hielten an. Dabei war die wirtschaftliche Situation der Heime in Sachsen, Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt/Thüringen am besten, die in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein/Hamburg und Niedersachsen/Bremen hingegen am schlechtesten. Datengrundlage des ›Pflegeheim Rating Reports 2022‹ sind 427 Jahresabschlüsse aus den Jahren 2014 bis 2019. Sie umfassen insgesamt 2.113 Pflegeheime. Das sind ca. 14 Prozent des Marktes.

 

Unklare Verteilung bei SMC-B-Karten

Arzneimittel-Versandhandelskonzerne erhielten mehrere Karten von der gematik

Apotheken benötigen SMC-B- oder Institutionenkarten für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI), die über die Apothekenkammern verteilt werden. Da Versandapotheken mehrere Internetseiten nutzen, forderten sie von der gematik weitere Karten.

Die gematik ist dem Wunsch der Versandapotheken nachgekommen und hat nach einer Sitzung der Gesellschafter beschlossen, dass jede Apotheke bis zu acht SMC-B-Karten pro Institution beantragen darf. Mit den Institutionskarten identifizieren sich Apotheken in der TI. Über diese Telematik-ID können Patient:innen die Apotheken künftig im Apothekenverzeichnis der gematik-eigenen eRezept-App wiederfinden, was laut Gesetz ab 1. Januar 2022 möglich sein soll.

Die gematik erklärte, dass durch mehrere Karten die Nutzerfreundlichkeit verbessert werden könne. Dabei obliege den Landesapothekerkammern nun die Aufgabe, die Schlüssigkeit der Angaben der Apotheken zu überprüfen und die Karten bis Anfang 2022 auszugeben. Die Pharmazeutische Zeitung schrieb, dass Apotheker:innen und andere Leistungserbringer:innen gegen dieses Vorgehen protestiert hatten. Das Bundesgesundheitsministerium habe sich jedoch mit einem Mehrheitsbeschluss dagegen durchgesetzt.

Streitpunkt ist zum einen das Mehrbesitzverbot in Deutschland. Durch das Apothekenverzeichnis der gematik-App entsteht der Eindruck, jede:r Apothekeninhaber:in könne bis zu sieben Filialen betreiben. Ebenfalls unklar ist die Beauftragung der Kammern, die laut Patientendatenschutzgesetz die SMC-B-Karten bereits ausgegeben haben und nun von der gematik zu einer weiteren Ausgabe verpflichtet werden. Die Bundesapothekerkammer will die Vorgänge überprüfen, da die gematik die Ausgabe mehrerer Karten nicht mit den Apothekerkammern abgestimmt hat und damit möglicherweise gegen das Kammerrecht verstößt.

 

Beginnt die digitale Aufholjagd?

eRezept: Österreich testet im fünfstelligen Bereich, Deutschland nur im zweistelligen

Die Testläufe zum eRezept könnten nicht unterschiedlicher sein: Der kleine Nachbar Österreich hat bislang über 33.000 eRezepte ausgestellt, Deutschland ist über wenige Dutzend nicht hinausgekommen.

Nachdem in Österreich die Tests zum eRezept mit rund 33.000 Durchläufen abgeschlossen wurden, können die dort lebenden Patient:innen ab Sommer 2022 mit der elektronischen Verordnung rechnen. In Deutschland hat es laut gematik fehlerfreie Versuche bisher nur im zweistelligen Bereich gegeben, die zudem auf die Region Berlin- Brandenburg beschränkt waren. Seit 1. Dezember darf das Rezept auch in weiteren Regionen getestet werden.

Die technischen Grundlagen sind vorhanden, in Konnektathons – Testlabore für Software und deren Interoperabilität – wurden mehrere Tausend Versuche erfolgreich durchgeführt.  
Zudem liegt der Marktanteil zertifizierter Praxisverwaltungssysteme für das eRezept mittlerweile bei mehr als 90 Prozent.

IT-Experten sehen trotz aller Hürden gute Chancen, dass Deutschland in der Aufholjagd Erfolge verbuchen kann. Mario Bernhart vom Softwarehersteller Rise, der in Österreich und Deutschland agiert, erklärte dem Handelsblatt, Deutschland sei auf einem guten Weg. Das eRezept sei so konstruiert, dass es in kurzer Zeit flächendeckend eingeführt werden könne. Voraussetzung: Alle Schnittstellen müssen stehen.

Auch die gematik appelliert an ein intensiveres Miteinander. Nach Anmeldung können nun weitere eRezept-Tests in ausgewählten Pilotpraxen und -apotheken der Softwarehersteller durchgeführt werden.

 

Das Thema Gesundheit im Koalitionsvertrag

Innovative Gesundheitswirtschaft Grundlage als des weiteren medizinischen Fortschritts

Neben dem Gesundheits- und Pflegekapitel im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP ist das Thema Gesundheit auch in anderen Bereichen aufgeführt – darunter im Wirtschafts- und Umweltteil.

Im Kapitel ›Wirtschaft‹ haben die Koalitionsparteien den Unterpunkt ›Gesundheitswirtschaft‹ verankert. So sei »eine innovative Gesundheitswirtschaft Grundlage des weiteren medizinischen Fortschritts und (berge) gleichzeitig viel Potenzial für Beschäftigung und Wohlstand«, heißt es dort. Laut den Plänen der Bundesregierung soll weiterhin in Forschung investiert werden, um medizinische Spitzenleistungen zu ermöglichen. Darunter fassen die Koalitionsparteien beispielsweise die Entwicklung und Anwendung der mRNA-Impfstoffe. Außerdem wird der Ausbau der Digitalisierung betont, womit eine bessere Versorgungsqualität erreicht werden soll. Auch die Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen seien Teil des Digitalisierungsprozesses. »Damit die Beschäftigten des Gesundheitswesens die digitale Transformation bewältigen können, sind frühzeitige Weiterbildungsangebote unerlässlich. Zugleich werden wir durch unsere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung dem Personalmangel im Gesundheitswesen entgegenwirken«, heißt es in dem Vertrag.

Der Bundesverband Gesundheits-IT bewertet die Festlegungen im Bereich digitale Gesundheit des Koalitionsvertrags positiv. »Es freut uns sehr zu sehen, dass auch unter der zukünftigen Regierung die digitale Transformation fortgeschrieben werden soll«, sagt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg).

Neben den Punkten zur Gesundheitswirtschaft ist Gesundheitsschutz im Klima-Bereich integriert. Durch verstärkten Klimaschutz soll Allergien vorgebeugt und durch eine Reduzierung der Luftbelastung die Gesundheit allgemein/insgesamt geschützt werden.

Darüber hinaus finden sich Gesundheitsaspekte in den Bereichen Arbeitsschutz, Selbstbestimmung, europäische Zusammenarbeit sowie bei Maßnahmen während der Corona-Pandemie. Im Bereich Arbeitsschutz steht die mentale Gesundheit im Fokus, die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen soll ins Medizinstudium integriert werden, »die Potenziale des Europäischen Gesundheitsdatenraumes sollen bei Wahrung von Datenschutz und Patientensouveränität erschlossen und der Kampf gegen Antibiotikaresistenz verstärkt werden«, und das Krisenmanagement der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie steht ganz oben auf der Agenda.


Bemerkt

 

 

»Die Grenze des Machbaren ist längst weit überschritten.«

 

Dr. Thomas Kriedel Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

Kriedel über das politische Vorgehen zur Digitalisierung in ärztlichen Praxen in einer Erklärung der KBV hier nachzulesen https://www.kbv.de/html/2021_55766.php

 

 

 


Weiterlesen

 
Wir wollen im EinBlick neben einem Überblick zu Themen der Gesundheitsnetzwerker auch einen Blick auf Debatten und Dokumente werfen.

Während 2019 rund 25 Prozent der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen Home-Office nutzten, sind es im Jahr 2021 über 73 Prozent der Beschäftigten. Das zeigt der DIG-IN Report 2021, eine Analyse des Healthcare Frauen e.V. Außerdem bieten 70 Prozent der Unternehmen Regelungen zum Arbeiten auf Distanz an. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zu 2019. Jedoch sagen 80 Prozent der Führungskräfte in der Gesundheitsbranche, dass virtuelles Onboarding für sie eine große Herausforderung darstellt.

Lesen Sie weiter bei https://www.healthcare-frauen.de/projekte/digin-healthcare-index/


Empfehlung

 

Workshop: Pressemitteilungen optimieren

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) bietet zusammen mit der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft einen gemeinsamen Workshop zum Verfassen von Pressemitteilungen an. Dabei liegt der Fokus auf professioneller Wissenschaftskommunikation. „Nutzen Sie die Chance, aus erster Hand zu erfahren, was es heute braucht, um Journalist:innen und Leser:innen in Ihren Bann zu ziehen“, heißt es in der Einladung. Der Workshop ist online und kostet für idw-Mitglieder 300 Euro; Termine für das Frühjahr 2022 werden noch bekanntgegeben. Bereits ausgebucht ist der Termin am 15. März, wofür es eine Warteliste gibt.

Weitere Informationen finden Sie hier https://idw-online.de/de/idwnews?detail=366


Zuletzt:

 

BZgA gibt Tipps für mehr gemeinsame Offline-Zeit

Die meisten Familien sind mittlerweile erprobt beim Umgang mit einem Lockdown und haben schon viele Ideen zuhause ausprobiert, um sich der Langweile zu entziehen. Nun hat sich auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) überlegt, was gegen Monotonie während eines Lockdown zuhause hilft.
Das sind die Vorschläge für die Offline-Zeit:

Gemeinsamer Kochabend
Gartenfest am Lagerfeuer mit Stockbrot
GPS-Schnitzeljagd
Familienabend mit Krimidinner 
Gemeinsamer Darts-Abend
Im Escape-Room daheim ermitteln
Fackelwanderung in der Dunkelheit

Lesen sie hier weiter https://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/2021-11-23-analoge-auszeiten-im-advent-ausprobieren/

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