Berlin-Chemie Newsletter vom 03. Februar 2022

Berlin-Chemie Newsletter vom 03. Februar 2022

Interview:

  • Was jahrelang nicht systematisch angegangen wurde, lässt sich nicht mit einem Fingerschnipp beheben!
    EinBlick sprach mit Maria Klein-Schmeink MdB (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und aktuelle Herausforderungen in dieser Legislatur.

Kurzstrecke:

  • DiGA-Bericht zeigt, wer Apps auf Rezept nutzt
    Dominanz beim weiblichen Geschlecht und in Berlin

  • 17 neue Projekte erhalten Förderung
    Innovationsausschuss des G-BA veröffentlicht Liste

  • Telematikinfrastruktur ade?
    KBV will Anwendungen beerdigen und staatliche Agentur verpflichten

  • G-BA benennt drei Antibiotika als Reserveantibiotika
    Diese sind von einer Zusatznutzenbewertung freigestellt

Young Health:

  • Bei uns kommen junge, ziemlich schlaue und motivierte Menschen aus ganz Deutschland zusammen
    Einblick sprach mit Anja Heckendorf Vorstandsvorsitzende bei Hashtag Gesundheit e.V.

Start-up Telegram

Meldungen:

  • Befragung der KBV
    Neue Zahlen zur Nutzung der Digitalisierung

  • Zukunft ungewiss?
    Nur eine Trendwende in der Pflege kann die Situation verändern

  • Diskussion im Deutschen Ärzteblatt
    Wie sieht medizinische Führung von morgen aus?

  • Versorgung der Zukunft
    Mit Kooperation und Vernetzung gelingt die digitale Transformation


Unser Kongress lebt vom Austausch zahlreicher Netzwerker:innen, die in anregender Berlin-Atmosphäre aufeinander treffen und über aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen diskutieren. Da sich eine Präsenzveranstaltung im März unter den aktuellen Pandemiebedingungen nicht verantwortungsvoll durchführen lässt, haben wir den Termin auf 6. bis 7. September 2022 verschoben.

Mit der Kongress-Verlegung verlängern wir ebenso die Bewerbungsfrist zum Preis für Gesundheitsnetzwerker bis zum 18.02.2022.

Bleiben Sie gespannt, und vor allem: Bleiben Sie dabei! Wir schaffen das Programm, Sie schaffen die Atmosphäre! Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam im September die Zukunft des Gesundheitswesens zu diskutieren!

Hier finden Sie alle Informationen zum 17. Kongress für Gesundheitsnetzwerker www.gesundheitsnetzwerker.de/


Interview

 

Was jahrelang nicht systematisch angegangen wurde, lässt sich nicht mit einem Fingerschnipp beheben!

Einblick sprach mit Maria Klein-Schmeink (MdB), stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünenüber, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und aktuelle Herausforderungen in dieser Legislatur.

 

 

Maria Klein-Schmeink (MdB)

Die Soziologin Maria Anna Klein- Schmeink arbeitete bis 2002 im Sozialpädagogischen Bildungswerk Münster. Danach war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Landtagsfraktion der Grünen in NRW und zog 2009 selbst als Abgeordnete in den Bundestag ein. Seit November 2020 ist Klein-Schmeink stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen- Bundestagsfraktion.

Foto: © Paul Metzdorf

 

Sie können sich das Interview als EinBlick – Nachgefragt hier anhören https://t1p.de/u91l

 

Was sind die aktuellen Herausforderungen für die GKV bzw. SPV in dieser Legislatur und wie wollen sie diese angehen?
Insgesamt stehen wir vor enormen Herausforderungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV und der Sozialen Pflegeversicherung SPV. Die Rücklagen sind aufgebraucht, in der SPV gab es bereits eine Beitragserhöhung, 50 Prozent der Kassen mussten ihre Beiträge anpassen. Nur durch den erhöhten Bundeszuschuss für 2022 konnten wir in diesem Jahr weitere Steigerungen der Beiträge in der GKV vermeiden. Im nächsten Jahr brauchen wir hier weitere Zuschüsse des Bundes, um sicherzustellen, dass die Kosten, die eigentlich die Allgemeinheit zahlen müsste, nicht einfach auf das Versichertenkollektiv abgeschoben werden. Denn dazu gehören weder alle Versicherten noch alle Einkommensgruppen. Und genau deshalb ist eine regelhafte Anhebung des Bundeszuschusses sehr wichtig, damit die versicherungsfremden gesellschaftlichen Aufgaben tatsächlich über Steuermittel getragen werden, insbesondere der Bereich der Kosten und Beiträge für SGB II und XII.

In der SPV ist die Entwicklung noch dramatischer. Mit den Maßnahmen des letzten Jahres werden wir hier nicht auskommen. In diesem Jahr wird es eine Überzeichnung geben, gleichzeitig haben wir weitere Anpassungen vor uns wie Tarifsteigerungen und die Einbeziehung von Pflegekräften in den Tarifvertrag. Ein weiteres Beispiel sind die Beiträge für die Bezieher:innen von Arbeitslosengeld, die wir, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, aus Steuermitteln finanzieren wollen. Auch das Preismoratorium für Arzneimittel soll beibehalten werden, um in diesem Bereich die Kosten zu begrenzen und die Kassen nicht weiter zu belasten.

Welche Hindernisse gibt es?
In der Pflegeversicherung gibt es viel zu tun und dazu haben wir uns in der Koalition einige Dinge vorgenommen: Vor allem muss es darum gehen, versicherungsfremde Leistungen, wie die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige und die pandemiebedingten Zusatzkosten, aus Steuermitteln zu finanzieren. Daneben brauchen wir eine Verlagerung der Kosten für die Behandlungspflege in der stationären Versorgung hin zur gesetzlichen Krankenversicherung, so wie es im ambulanten Bereich geregelt ist – mit einem pauschalen Ausgleich. Und wir werden den Beitrag zur SPV in den nächsten Jahren moderat erhöhen müssen.

Was halten Sie von der Digitalisierungsoffensive in der letzten Legislaturperiode?
Insgesamt hinken wir in Deutschland weit hinter der notwendigen Digitalisierung hinterher. Im europäischen Vergleich und insbesondere in der Pandemie stellt sich das besonders deutlich dar. Wenn wir beispielsweise nicht ansatzweise sagen können, wie hoch die Belastung in den Kliniken derzeit ist, weil wir keine aktuellen, sondern nur nachlaufende Daten haben, dann ist das ein Manko, das wir dringend beheben müssen.
Gleichzeitig muss ich aber festhalten, dass Dinge, die jahrelang nicht systematisch angegangen wurden, nicht mit einem Fingerschnipp behoben werden können. Unser Gesundheitssystem ist sehr komplex und wir müssen auf allen Ebenen daran arbeiten, voranzukommen. Jens Spahn hat zwar in einigen Bereichen Tempo gemacht, er hat aber nicht dafür gesorgt, alle Akteure einzubeziehen. Das sieht man unter anderem bei der Entwicklung des E-Rezepts, wo wir aktuell nachsteuern müssen. Die Nutzer:innen, also Anbieter, Leistungserbringer, Pflegebedürftige und Patient:innen, müssen vermehrt in Prozesse einbezogen werden. Das wollen wir voranbringen!

Sind Sie für oder gegen eine allgemeine Impfpflicht?
Ich selbst stehe, obwohl früher eher verhalten, aktuell für eine Impfpflicht. Wir haben noch zu viele ungeimpfte und auch zu wenig geboosterte Menschen. Es gibt zahlreiche Angebote, daran also scheitert es nicht. Wir müssen hier zu einer Regelung kommen, damit wir im kommenden Herbst nicht wieder vor der gleichen Situation stehen wie jetzt. Vorgeschaltet braucht es eine sehr gute Informations- und Beratungsmöglichkeit, damit diejenigen, die bisher zu wenig wissen, überzeugt werden können.


Kurzstrecke

 

DiGA-Bericht zeigt, wer Apps auf Rezept nutzt

Dominanz beim weiblichen Geschlecht und in Berlin

Laut einem ersten DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbands haben seit dem Start im Oktober 2020 mindestens 39.000 GKV-Versicherte eine App auf Rezept in Anspruch genommen. EIT Health meldet sogar 50.000 registrierte Verordnungen. In der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführten DiGA-Liste gibt es aktuell 28 digitale Anwendungen, die Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen Erkrankten verschreiben können. Insgesamt werden derartige Gesundheitsapps vor allem von Frauen genutzt, laut BKK-Dachverband sind circa 70 Prozent der Nutzenden weiblich.

Am beliebtesten war die App Kalmeda, 8.600 Personen nahmen diese Therapiemöglichkeit gegen Tinnitus in Anspruch. Rund 8.000 Mal wurde die App Vivira verschrieben, mit der Versicherte Schmerzen an Knie, Rücken oder Hüfte durch zielgerichtete Übungen lindern können. An dritter Position mit 6200 Nutzer:innen stehen Anwendungen zur Gewichtsreduktion, die Apps dafür heißen Oviva und Zanadio. Die meisten DiGA-Nutzer:inner leben in Berlin, danach folgen Anwender:innen in Nordrhein- Westfalen und Hamburg.

 

17 neue Projekte erhalten Förderung

Innovationsausschuss des G-BA veröffentlicht Liste

17 neue Projekte erhalten vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) finanzielle Mittel, um neue medizinische Versorgungsansätze zu erproben. Damit haben sich diese 17 Projekte aus über 136 Ideenskizzen, die aufgrund der Förderbekanntmachung vom 26. Juni 2020 eingereicht wurden, durchgesetzt.

Darunter befinden sich ein Notfallerkennungssystem für Senior:innen, ein digital unterstütztes Versorgungsmodell für Mädchen und junge Frauen mit Menstruationsschmerzen, telemedizinische Netzwerke zur Nachbarschaftshilfe, ein Projekt zur digital integrierten Versorgung von Diabetes Patient:innen sowie eine IT- gestützte, sektorenübergreifende Versorgung von Kindern mit chronischen neurologischen Erkrankungen. Alle Projekte und Beschreibungen können auf der Website des G-BA eingesehen werden.

 

Telematikinfrastruktur ade?

KBV will Anwendungen beerdigen und staatliche Agentur verpflichten

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV fordert ein Digital-Moratorium für die angestoßenen Digitalisierungsprojekte. E-Rezept und e-AU sollen gestoppt und die Telematikinfrastruktur gründlich auf den Prüfstand gestellt werden, sagte Dr. Andreas Gassen, Vorstand der KBV, gegenüber der Ärztezeitung. Vielleicht müsse man manche Anwendungen einfach beerdigen. Die Digitalisierung in der Gesundheit soll in Deutschland zwar vorangehen, aber nicht ohne ausreichende Tests und Vergütung. Nur funktionierende Systeme würden auf Akzeptanz stoßen.
 
Diese Forderungen unterstützt KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister. Er glaubt, dass die Telematikinfrastruktur nur als staatliches Netz funktioniert, und zwar über eine Agentur mit 99,99 Prozent Verfügbarkeit. Außerdem hält er es für falsch, die Implementierung den Ärzt:innen zu überlassen. So wie sich die Telekom und die Bundesnetzagentur um das Telefonnetz kümmern, sollte auch die TI aufgestellt sein. Bis zur Arztpraxis müssten sichere Leitungen zur Verfügung stehen, über die jegliche Praxisverwaltungssysteme direkt angeschlossen werden.

 

G-BA benennt drei Antibiotika als Reserveantibiotika

Diese sind von einer Zusatznutzenbewertung freigestellt

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat drei Antibiotika als Reserveantibiotika eingestuft. Das sind Ceftazidim/Avibactam (Zavicefta®), Ceftolozan/Tazobactam (Zerbaxa®) und Imipenem/Cilastatin/Relebactam (Recarbrio®). Die Wirkstoffkombinationen sind beispielsweise für die Behandlung komplizierter Infektionen des Bauchraums, der Harnwege und der Lunge zugelassen.

Diese Reserveantibiotika, die als möglicherweise letzte Therapieoption gegen multiresistente Bakterien wirken, sind privilegiert zu behandeln. So muss bei diesen Arzneimitteln der Zusatznutzen nicht extra nachgewiesen werden. Dieser ist ansonsten die Basis für Preisverhandlungen bei neuen Arzneimitteln. Mit seiner Freistellung von der Zusatznutzenbewertung fordert der G-BA nun die pharmazeutischen Unternehmen auf, nachzuweisen, wie sie sicherstellen, dass das neue Antibiotikum nur in Ausnahmefällen eingesetzt wird. »Antibiotikaresistenzen sind bei der Behandlung von Infektionen ein immer größer werdendes Problem. Denn im Zweifelsfall stehen dadurch für Patient:innen kaum wirksame Medikamente mehr zur Verfügung«, sagt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender und Vorsitzender des Unterausschusses Arzneimittel beim G-BA. »Reserveantibiotika, die auch bei multiresistenten Bakterien wirken, sind deshalb dringend benötigte Therapieoptionen. Gleichzeitig muss aber sichergestellt werden, dass sie wirklich nur in engen Grenzen eingesetzt werden.«


EinBlick zum Hören: Der wöchentliche Podcast

Das neue Angebot ergänzt unseren EinBlick Newsletter.

 

EinBlick – Der Podcast präsentiert Ihnen die wichtigen gesundheitspolitischen Nachrichten der Woche immer Freitag mittags.
In gut zehn Minuten hören Sie, was in der vergangenen Woche eine Rolle gespielt hat und was in der folgenden Woche wichtig sein wird.

Zusammen mit den tieferen Analysen des Newsletters EinBlick, sind sie stets bestens auf dem Laufenden.

EinBlick – Der Podcast immer freitags, ab 12 Uhr in allen bekannten Podcastportalen.
Die aktuelle Folge finden Sie hier: www.einblick-newsletter.de 


young health

 

Bei uns kommen junge, ziemlich schlaue und motivierte Menschen aus ganz Deutschland zusammen

 

 

Anja Heckendorf

ist Vorstandsvorsitzende bei Hashtag Gesundheit e.V. und arbeitet bei Roche im Bereich Global Public Health Communications. Sie hat fast ihr gesamtes Studium in Frankreich verbracht und dabei einen Bachelorabschluss in Politik- und Sozialwissenschaften sowie einen Master in Kommunikationswissenschaften erworben. Neben ihrem Engagement bei Hashtag Gesundheit ist sie auch parteipolitisch aktiv.

 

 

 

Frau Heckendorf, Sie sind seit Oktober 2020 im Vorstand von Hashtag Gesundheit und seit Oktober 2021 Vorstandsvorsitzende. Was plant Hashtag Gesundheit für 2022?
Wir haben für 2022 viel geplant. Im April geht es los mit unserer Mitgliederversammlung. Dieses Mal findet die Mitgliederversammlung in München statt.
Neben den administrativen Abstimmungen ist das eine tolle Gelegenheit, um zusammenzukommen und sich sektorenübergreifend über die Zukunft des Gesundheitssystems auszutauschen. Dafür haben wir schon coole Workshops geplant. Der Spaßfaktor kommt bei uns natürlich auch nie zu kurz.
Im Juni geht es dann weiter, die allererste Studienfahrt von Hashtag Gesundheit steht an. Darauf freuen wir uns sehr. Ich persönlich finde es wichtig, über den eigenen Horizont hinauszublicken und zu verstehen, wie Gesundheitssysteme in anderen Ländern funktionieren. Und Ende September planen wir dann unsere erste virtuelle Karrieremesse. Da möchten wir junge Talente mit Arbeitgebern aus ganz Deutschland zusammenbringen. Das Ganze soll deshalb virtuell stattfinden. So können dann viele junge Menschen digital mit sie interessierenden Arbeitgebern in Kontakt treten und miteinander ins Gespräch kommen.

Wer kann an der Studienreise teilnehmen?
Teilnehmen können Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder: Also alle, die Lust haben, ein Gesundheitssystem aus einem anderen Land kennenzulernen. Weitere Infos erhaltet ihr bald über unsere Social Media Kanäle.

Und wie soll die Karrieremesse genau ablaufen? Was ist da geplant? Können sich Unternehmen bei Ihnen für diese Messe bewerben?
Wir haben schon ein paar Ideen, welche Unternehmen wir aktiv ansprechen möchten. Unternehmen können aber auch auf uns zukommen. Für das Format entwickeln wir eine interaktive Plattform. Auf dieser können sich Mitglieder und Nichtmitglieder anmelden. Diese werden dann durch ihre angegebenen Interessen mit einem Unternehmen, das zu ihnen passt, gematcht.
 
Was ist noch geplant?
Seit über einem Jahr veranstalten wir erfolgreich unser Livestream-Format. Hier sprechen Expert:innen über ein aktuell bestimmendes Thema. Wir hatten kürzlich beispielsweise Livestreams zum Thema Nachhaltigkeit, ePA, eRezept. Das sind alles Themen, die Menschen im Gesundheitssystem wirklich beschäftigen. Aktuell planen wir einen Livestream zur Unternehmensgründung. Welche Hürden gibt es auf dem Weg in die Selbstständigkeit, und zwar besonders im Gesundheitssystem, ist zum Beispiel eine Frage, die wir in diesem Format beantworten möchten.

Wer euch noch nicht kennt, was ist Hashtag Gesundheit? Wer kann Mitglied werden und warum sollten Menschen im Gesundheitswesen Teil von Ihnen werden?
Für mich ist klar, dass Hashtag Gesundheit der beste Verein im deutschen Gesundheitswesen ist. Bei uns kommen junge, ziemlich schlaue und motivierte Menschen aus ganz Deutschland zusammen. Und gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass die Versorgungsqualität in Deutschland auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Im Idealfall entwickeln wir Ideen, um die Versorgungsqualität weiter zu verbessern. Ein Fokus von uns liegt auf dem Bereich der Digitalisierung. In Deutschland hinken wir noch etwas hinterher, aber unsere Mitglieder haben immer wieder ziemlich gute Ideen, wie sie das ändern möchten.

Mitglied kann man bei uns werden, wenn man die Volljährigkeit erreicht hat. Uns ist die Motivation wichtig. Wer Lust hat, mit Gleichgesinnten Spaß zu haben, Veranstaltungen zu besuchen, berufliche und private Netzwerke auszubauen und mit Expert:innen in Kontakt treten möchte, ist bei uns richtig. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, Fördermitglieder aufzunehmen. Das sind beispielsweise Unternehmen, die unsere Arbeit unterstützen möchten. Sie bekommen dann ungefilterte Eindrücke davon, was die junge Generation im Gesundheitswesen heute beschäftigt.

Hashtag Gesundheit hat seit vergangenem Jahr ein Mentoring-Programm. Wie läuft das?
Darauf sind wir ziemlich stolz. Das läuft jetzt schon in der zweiten Runde. Hier haben wir zahlreiche Expert:innen aus dem Gesundheitssystem gewinnen können, die als Mentorin oder Mentor für unsere Mitglieder bereit stehen. Die Mitglieder können sich auf einen Platz im Programm bewerben, und wir matchen die Mentor:innen mit den Mentees nach Interessen, Qualifizierungswünschen und Schwerpunkten. Die Rückmeldungen waren bislang super positiv. Wir sehen, dass so ganz neue Netzwerke und Perspektiven entstehen.

Neben Ihren Aufgaben im Vorstand von Hashtag Gesundheit sind Sie hauptberuflich bei Roche im Bereich von Global Public Health Communication angestellt. Was machen Sie da genau?
Wir wissen, dass die Hälfte aller Menschen weltweit keinen Zugang zur medizinischen Grundversorgung hat – und das im Jahr 2022. Ich persönlich finde das sehr erschreckend. Es geht hier nicht einmal um innovative Diagnostika oder spezielle Medikamente, sondern um ganz grundsätzliche Dinge.Die Ursachen für diese Situation sind vielfältig. Die Kosten spielen natürlich eine Rolle. Manchmal liegt es aber auch einfach an mangelnder Aufklärung über Erkrankungen. Wenn man zum Beispiel einen Knoten in der Brust hat, dann wissen viele Menschen nicht, woran es liegt. Sie denken nicht direkt an Krebs. Ein anderer Grund ist, dass es oft einfach keine Infrastruktur vor Ort gibt. Es mangelt an Kühlketten, aber auch an geschultem Personal. Es ist eine Mammutaufgabe, die wir dringend angehen müssen. Und in dem Bereich, in dem ich arbeite, schauen wir, was wir tun können, um die Situation zu verbessern – und zwar im Idealfall mit Partner:innen aus der ganzen Welt.


Startup-Telegram

 

Heute beginnen wir zunächst mit zwei Apps für Frauen, da diese solche Anwendungen möglicherweise häufiger nutzen.

Die Endo-App hilft mit umfangreichem Selbstmanagement und Informationen bei der Erkrankung an Endometriose, die den Alltag und das Leben von Frauen stark einschränkt. Über ein Trackingsystem werden Periodenverlauf und Beschwerden festgehalten. Zudem können Erkrankte direkt mit entsprechenden Ärzt:innen, Therapeut:innen und Endometriosezentren in Kontakt treten. Aktuell befindet sich das Medizinprodukt der Risikoklasse I im Aufnahmeprozess als DiGA. https://endometriose.app/

Myuterus macht die Verhütung einfach. Das Start-up bündelt in einer Bewertungsplattform Informationen zu mehr als 30 Verhütungsmitteln und Erfahrungsberichte von Anwenderinnen, damit jede Frau ihre bestmögliche Methode finden kann. Über eine kostenpflichtige Verhütungsberatung per Video und Telefon mit individuellen Fragen finanziert sich das Unternehmen. https://myuterus.de/

Das europäische Start-up Xmed iQ sieht sich als eine Art Amazon für Medizinprodukte, das Verbrauchsgüter wie Handschuhe, Masken oder Implantate zum Bestpreis vertreibt. Mithilfe von KI soll der größte unabhängige digitale Einkaufsmarktplatz in Europa entstehen. Über digitale, EU-konforme Ausschreibungen werden Angebote eingeholt und ohne eigene Lagerhaltung verkauft. Zahlreiche europäische Krankenhäuser äußerten bereits Interesse. www.xmediq.com

Die Medgate App ermöglicht die ortsunabhängige Konsultation von Ärzt:innen rund um die Uhr und ohne lange Wartezeit. In 70 Prozent der Fälle ist eine direkte telemedizinische Beratung möglich. Bislang nutzen nur Privatversicherte die App. Häufig sind es chronisch erkrankte oder eingeschränkte Menschen, Arbeitende mit wenig Zeit, Mütter oder Digitalnatives. Falls das E-Rezept 2022 flächendeckend eingeführt wird, können auch GKV-Versicherte die App nutzen. https://medgate.de/


Meldungen

 

Befragung der KBV

Neue Zahlen zur Nutzung der Digitalisierung

Wie stark sind digitale Anwendungen aktuell in den vertragsärztlichen und psychotherapeutischen Praxen verbreitet? Das PraxisBarometer Digitalisierung der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) liefert für das Jahr 2021 zum vierten Mal in Folge einen Überblick über die Nutzung von Telemedizin und Online Tools in Praxen. Die Grundlage dafür bildet eine repräsentative Befragung, an der sich mehr als 2.800 Praxen beteiligt haben.

Das Angebot von Videosprechstunden hat sich infolge der Covid-19-Pandemie etabliert. Nach einer kurzfristig sehr starken Ausweitung der Fernbehandlung kam es im Jahr 2021 jedoch zu Rückgängen. Ein Fünftel der befragten Arztpraxen boten Videosprechstunden an, im Vorjahr war es ein Viertel. Wesentlich häufiger nutzen psychotherapeutische Praxen das Angebot von Videosprechstunden. Unter ihnen waren es knapp drei Viertel und damit gleichbleibend viele wie im Jahr 2020. Die Häufigkeit des Angebots nimmt mit der Praxisgröße zu. Von den Praxen mit fünf oder mehr Ärzt:innen waren es 29 Prozent gegenüber 17 Prozent bei den Einzelpraxen.

Insbesondere junges Personal ist offen gegenüber digitalen Anwendungen. So lag der Anteil mit Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) bei Ärzt:innen unter 50 Jahren bei 94 Prozent. Kritisiert haben die Ärzt:innen und Therapeut:innen jedoch Fehler im Zusammenhang mit der TI. Die Hälfte der Praxen berichtet, dass mindestens einmal pro Woche ein Fehler auftritt. Zudem gaben Praxen in ländlichen Regionen eine höhere Fehleranfälligkeit an. „Ausfälle und technische Mängel sorgen nicht nur für Frust und Mehraufwand, sie setzen auch die generelle Akzeptanz der Digitalisierung aufs Spiel“, sagt Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV. „Ich hoffe, dass sich Politik, gematik und Industrie darüber im Klaren sind."

Ein deutlicher Fortschritt ist bei der digitalen Kommunikation der Praxen mit ihren Patient:innen zu verzeichnen. Der Anteil der Praxen, die mindestens zur Hälfte digital mit ihren Patient:innen kommunizieren, hat sich verdoppelt (51 Prozent im Vergleich zu 25 Prozent im Vorjahr). Außerdem hat der digitale Austausch zwischen Praxen und Krankenhäusern geringfügig zugenommen. So findet der Austausch bei rund 12 Prozent der Praxen mindestens zur Hälfte digital statt.

Die Erhebung hat das IGES Institut im Auftrag der KBV durchgeführt.
Hier kommen Sie zum PraxisBarometer Digitalisierung 2021 https://www.kbv.de/html/praxisbarometer.php

 

Zukunft ungewiss?

Nur eine Trendwende in der Pflege kann die Situation verändern

Eine gemeinsame Studie des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) und des Altenpflege-Fachverlags Vincentz Network zeigt, dass zahlreiche Fachkräfte in der Altenpflege ihre Arbeit aufgeben wollen. Das Vertrauen in die Politik für bessere Zukunftsaussichten ist verloren gegangen.

Im Rahmen der Studie ›Altenpflege im Fokus‹ wurden 686 stationäre Pflegefachkräfte im Spätsommer 2021 befragt. Dabei zogen 40 Prozent der Befragten in Betracht, ihren Beruf aufzugeben. Aufgrund der andauernden Belastungen durch die Corona-Pandemie nannte jede:r Zweite negative Auswirkungen auf das Privatleben, lediglich vier Prozent der Befragten glaubten an Verbesserungen in der Pflege bzw. an ein Verständnis ihrer Situation durch die Politik. Alle halten es für zunehmend schwieriger, gute Pflege zu leisten, weil die Zeit für die Betreuung ab- und die Bürokratie ständig zunimmt.

67 Prozent der Pflegekräfte planen, sich beruflich zu verändern: durch höhere Qualifizierung, Studium oder Arbeitgeberwechsel. 90 Prozent glauben, dass nur ein besserer Personalschlüssel die derzeitige Lage verändern kann. DBfK-Geschäftsführerin Bernadette Klapper hält das für einen alarmierenden Befund und fordert eine Trendwende: mit mehr Personal, besseren Gehältern und einer Reform der Pflegeversicherung.

Andere Experten erklärten, dass neben der Unterbezahlung auch das Gefühl der Fremdbestimmung einen negativen Einfluss auf die Situation der Pflegekräfte hat. Es brauche deshalb zukunftsfähige und attraktive Konzepte, damit die künftige Versorgung insbesondere im stationären Bereich gelingen könne. Bis zum Jahr 2030 werden rund 500.000 Pflegekräfte in Deutschland fehlen. Bereits heute gibt es circa 820.000 Pflegeheimbewohner:innen und über eine Million ambulant betreute Menschen, die ihrem Schicksal – im Gegensatz zum Pflegepersonal – nicht entkommen können.

 

Diskussion im Deutschen Ärzteblatt

Wie sieht medizinische Führung von morgen aus?

Wie die medizinische Führung in Krankenhäusern von jungen Ärzt:innen gestaltet werden kann, diskutierten junge und ältere Expert:innen im Deutschen Ärzteblatt.
EinBlick fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Im Grunde setzt sich die Führung von Ärzt:innen aus drei Ebenen zusammen. Zum einen werden Ärzt:innen oft selbst von einer höheren Führungsetage geführt, zum anderen leiten sie eine Abteilung oder Praxis und zum dritten müssen sie dabei die Herausforderung von interdisziplinären Teams beachten. So leiten sie nicht nur ein Team aus Mediziner:innen, sondern Teil des Teams sind meistens auch Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte, Menschen mit einer kaufmännischen Ausbildung oder Auszubildende. Es ist deshalb wichtig, den Weg der Führung möglichst klar abzuzeichnen, damit sich Absolvent:innen überlegen können, in welchem Bereich sie tätig werden möchten. »Junge Ärztinnen und Ärzte müssen sich die Frage stellen, was ihr Fernziel der beruflichen Entwicklung ist, denn danach lässt sich auch die Entscheidung für eine Uniklinik oder ein kommunales Haus als Arbeitgeber treffen«, sagt PD Dr. med. Barbara Puhahn-Schmeiser, Neurochirurgin am Universitätsklinikum Freiburg. »Auch wenn das individuelle Lebenskonzept noch gar nicht klar ist, hängt die eigene Zufriedenheit davon ab, wie gut es einem gelingt, die beruflichen und persönlichen Lebensziele zusammenzubringen.«

Wichtige Soft Skills als Führungskraft sind dabei Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, eine transparente und nachvollziehbare Entscheidungsstruktur sowie die Kompetenz, auf Augenhöhe mit Kolleg:innen und Patient:innen kommunizieren zu können. »Gelernt haben die meisten Ärztinnen und Ärzte diese Kompetenzen im Studium nicht« so Puhahn-Schmeiser.

PD Dr. med. Kevin Schulte, Facharzt für Innere Medizin am Uniklinikum Kiel, betont, dass das alte Bild eines »drakonischen Chefarztes« aus den Köpfen müsse. Er vergleicht die Führungsrolle mit Musik. »Für mich ist Führung eher wie ein Konzert und die Ärztinnen und Ärzte sind die Dirigenten, die schauen, dass gemeinsam ein Klang entsteht.« Dr. med. Johannes Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, weist daraufhin, dass jede:r im Krankenhaus Führung übernehmen müsse, egal in welcher Position sie oder er stehe. »Ich bin erschrocken, dass das Wort ‚Führung‘ bei allen jungen Ärztinnen und Ärzten im Kopf ist. Für mich ist das ein vollkommen überkommener Begriff und bedeutet Hierarchie, die es nicht mehr gibt.«

Das ganze Gespräch können Interessierte im Deutschen Ärzteblatt nachlesen https://www.kbv.de/html/praxisbarometer.php

 

Versorgung der Zukunft

Mit Kooperation und Vernetzung gelingt die digitale Transformation

Eine Trendstudie zeigt aktuelle Herausforderungen und Veränderungen im Gesundheitswesen auf und stellt beispielhaft dar, wie sich die digitale Transformation unter Einbezug aller Akteure bewerkstelligen lässt.

Die Studie ›Kooperativ & vernetzt – Digitale Transformationsfelder
der Gesundheitswirtschaft‹ beschreibt die Aufbruchsstimmung im Gesundheitswesen in Deutschland. Herausgeber ist das Forschungsteam ›ATLAS Digitale Gesundheitswirtschaft‹ der Universität Witten/Herdecke. Mithilfe von Experteninterviews und Literaturrecherche haben die Forscher:innen digitale Transformationsfelder der Gesundheitswirtschaft identifiziert und daraus Handlungs- und Strategieempfehlungen für Zulieferer, Kostenträger und Leistungserbringer abgeleitet.

Der Transformationsprozess erstreckt sich nicht nur auf die Pharma- und Medtech- Industrie, sondern ebenso auf Leistungserbringer, Krankenhäuser und Kostenträger. Er wird begleitet durch Faktoren wie Künstliche Intelligenz, das Internet der medizinischen Dinge (IoMT), Robotik, 3D-Druck und Big Data. Auch die Integration patientengenerierter Gesundheitsdaten aus Wearables gewinnt an Bedeutung. Fest steht: Das Gesundheitswesen der Zukunft ist kooperativ und vernetzt, Sektorengrenzen gehören der Vergangenheit an. Ziel der Bemühungen muss es sein, die Patientenversorgung zu verbessern und die Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige Gesundheitswirtschaft in Deutschland zu schaffen.

Datenbasierte Entscheidungsmodelle und digitale Kommunikationskanäle bzw. Produktionsprozesse stehen im Fokus der Transformation in allen Branchen und Sektoren. Daraus ergeben sich Potenziale für Wettbewerbs- und Versorgungsvorteile aufgrund von gesteigerter Effizienz und höherer Kundenzufriedenheit, begleitet von personeller Umstrukturierung. In Zukunft werden Apps und smarte Kommunikationsformen zur digitalen Interaktion in der Gesundheitsversorgung beitragen. Wie das funktionieren kann, fasst Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, ATLAS Projektleiterin und Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen der Universität Witten/Herdecke, zusammen: »Unternehmen entwickeln neue, häufig digital gestützte Gesundheitsprodukte. Gleichzeitig digitalisieren sie ihre internen Prozesse und heben dadurch Effizienzreserven.«


Bemerkt

 

 

»Seit Jahrzehnten setze ich mich für gute Pflege ein. Knapp 30 Jahre als Altenpflegerin und seit etwas mehr als vier Jahren als Bundestagsabgeordnete. Ab heute werde ich diese Herzensaufgabe als Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung fortführen.«

 

EinBlick gratuliert Claudia Moll, MdB zur Ernnennung als Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung.


 


Weiterlesen

 
Wir wollen im EinBlick neben einem Überblick zu Themen der Gesundheitsnetzwerker auch einen Blick auf Debatten und Dokumente werfen.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat in Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt am Main die Langzeit-Antikörperreaktion nach einer SARS-CoV-2-Infektion bei 828 Personen mit verschiedenen COVID-19-Schweregraden untersucht. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die Sensitivität und Nachweisdauer von Anti-SARS-CoV-2-Antikörpertests ein bestimmtes Muster aufzeigen. Dieses ist abhängig vom Testdesign, dem Zielantigen der Tests, der Antikörperbindungsstärke und dem Schweregrad der COVID-19-Erkrankung. Antikörper konnten bei den Patient:innen über mehr als 430 Tage nach der Infektion nachgewiesen werden, ohne dass ein Endpunkt absehbar war. Die Spezifität der Antikörpertests war dabei mit Ausnahme eines Antikörpertests für alle Tests mit >99 % hoch. Die neuen Erkenntnisse können helfen, gezielt die Dauer eines möglichen Immunschutzes gegen SARS-CoV-2 zu bestimmen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu dieser Studie https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S138665322100319X?via%3Dihub


Empfehlung

 

Berlin isst anders

Welche Zutaten braucht es zu einer klimafreundlichen und sozial gerechteren Ernährung? Unter dem Buchtitel ›Berlin isst anders – Ein Zukunftsmenü für Berlin und Brandenburg‹ erklären die Autor:innen des Ernährungsrats Berlin, welche Projekte eine Stadt entwickeln könnte, damit mehr Menschen sich gesund und gleichzeitig klimafreundlich ernähren, denn etwa ein Drittel der klimaschädlichen Gase sind auf die Produktion von Lebensmitteln zurückzuführen. Immer mehr Menschen leiden an Allergien und Übergewicht. Und mit wenig Geld ist eine ausgewogene Ernährung schwieriger zu bewerkstelligen. Die Autor:innen betonen, dass Berlin das Potenzial hat, zu einem Zentrum der Ernährungswende zu werden. Interessierte können das Buch kostenfrei herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie hier https://www.ioew.de/publikation/berlin_isst_anders


Zuletzt:

 

Wechsel im Bereich Versorgungsforschung am IGES Institut

Seit Beginn dieses Jahres ist Anja Mocek neue Leiterin des Bereichs Versorgungsforschung am IGES Institut. Mocek ist seit 2019 am IGES tätig. Sie hat dort vor allem Studien auf der Basis von Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie Projekte zum Nachweis positiver Versorgungseffekte für Digitale Gesundheitsanwendungen geleitet. »Anja Mocek ist eine ausgewiesene Expertin für Evaluationen und Analysen der medizinischen Versorgung auf höchstem methodischem Niveau«, sagt Professor Dr. Bertram Häussler, Vorsitzender der Geschäftsführung des IGES Instituts. Die 34-Jährige ist studierte Volkswirtin mit einem Masterabschluss im Bereich Public Economics der Freien Universität Berlin. Sie begann ihre Karriere als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Versorgungsforschung bei einem privaten Forschungsinstitut im Gesundheitswesen und wechselte dann zu IGES.

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