Berlin-Chemie Newsletter vom 15. Oktober 2020

Berlin-Chemie Newsletter vom 15. Oktober 2020

Interview:

  • Zwischenbilanz und Ausblick – Die Technik hinter der Corona-Warn-App
    EinBlick sprach mit Martin Fassunge, Senior Development Manager bei SAP

Kurzstrecke:

  • Kinder- und Jugendmedizin wird auf dem Land unterstützt
    Beschlüsse des G-BA

  • Grippeschutzimpfung für Risikopatienten
    BZgA startet neue Kampagne

  • Per Video möglich, per Telefon gefordert
    Kassenärzte zu Krankschreibungen

  • Ärzte können die ersten Apps auf Rezept verschreiben
    Tinnitusbelastung und Angststörung

Young Health:

  • Ausland oder Inland: Wo ist es sinnvoll, medizinische Verbrauchsgüter herzustellen
    Philipp Köbe ist Gesundheitsökonom und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Witten/Herdecke

Start-up Telegram

Meldungen:

  • Fehlzeiten-Report 2020 des WIdO
    Durch faire Chefs sind Beschäftigte weniger krank

  • Neue Beschlüsse aus dem Kabinett
    Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Reform der Ausbildungen von MTAs

  • Barmer-Krankenhausreport
    Hohe Fallzahlen und gute Strukturen steigern Qualität bei OPs

  • Bund geht an die Finanzreserven der GKV
    Krankenkassen kritisieren Vorhaben stark


www.gesundheitsnetzwerker.de


Interview

 

Zwischenbilanz und Ausblick: Die Technik hinter der Corona-Warn-App

EinBlick sprach mit Martin Fassunge, Senior Development Manager bei SAP

 

 

Martin Fassunge

ist Senior Development Manager bei SAP und hat die Entwicklung der Corona-Warn-App dort als Projektleiter betreut.

 

 

 

Herr Fassunge, Sie haben an der Entwicklung der Corona-Warn-App mitgearbeitet. Sind Sie mit der Anwendung zufrieden?
Dieses Projekt war und ist für uns alle außergewöhnlich. Wir haben die Corona-Warn-App in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in nur 50 Tagen entwickelt und das aus dem Homeoffice heraus. Im europaweiten Vergleich haben wir in Deutschland mit die höchsten Downloadzahlen, aktuell ca. 19 Millionen. Deshalb kann ich durchaus sagen, dass wir mit der App zufrieden sind! Natürlich standen wir immer wieder vor Herausforderungen und es gab Stolpersteine, aber das ist in der Softwareentwicklung normal. Daraus lernen wir ja auch und können die App so immer weiter verbessern.

Hätten Prozesse bei der Entwicklung besser laufen müssen? Wie war die Zusammenarbeit mit der Telekom und der Bundesregierung?
Die App ist ein einzigartiges Beispiel für ein unternehmensübergreifendes Projekt. Wir haben sie gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt und sind dabei quasi ein Unternehmen geworden. Mit der Bundesregierung als unserem Auftraggeber stehen wir im engen Austausch, vor allem auch deshalb, weil wir die App ja kontinuierlich verbessern. Wichtig war und ist aber auch die Zusammenarbeit mit Apple und Google, die die Schnittstelle mit den Smartphone-Betriebssystemen zur Verfügung stellen, und mit dem Fraunhofer-Institut, das uns insbesondere beim Einsatz der Schnittstelle zur Abstandsmessung beratend zur Seite stand. Es ist natürlich eine kleine Herausforderung, die Zusammenarbeit mit so vielen Partnern in so kurzer Zeit zu koordinieren. Aber ich denke, dass uns das insgesamt sehr gut gelungen ist.

Laut Statistischem Bundesamt haben rund 22 Prozent der Menschen in Deutschland die App installiert. Damit diese jedoch flächendeckend wirkt, sollten laut einer Oxford-Studie 60 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger die App auf dem Handy nutzen. Einige haben sie zwar installiert, jedoch nicht eingerichtet.
Könnte man die Nutzer:innen mit technischen Mitteln zum Nutzen animieren? Beispielsweise durch Push-Benachrichtigungen?
Die Aussage bezüglich der 60 Prozent stimmt so nicht ganz. Dies wäre der Wert, wenn wir nur mithilfe einer App die Pandemie eindämmen wollten. Die Forscher der Originalstudie haben erklärt, dass ihre Arbeit missverstanden wurde und schon eine deutlich geringere Nutzung in Verbindung mit den bekannten AHA-Regeln von entscheidender Bedeutung für die Bekämpfung der Pandemie ist. Natürlich gilt aber: je mehr Nutzer:innen, desto besser. Dennoch ist die App aktuell nur eines der Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Die AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen – zusammen mit der App und der Lüftung von Räumen gerade jetzt im Herbst und Winter sowie die Arbeit der Gesundheitsämter bilden das Rückgrat, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden.

Wird die App noch neue Funktionen erhalten? Beispielsweise eine Chat-Funktion oder die Möglichkeit, ein Profil anzulegen?
Ja, wir arbeiten aktuell an neuen Funktionen für die App. In Zukunft können Infizierte beispielsweise freiwillig ihre Symptome und deren Beginn eintragen. Das hilft einzuschätzen, wie kritisch eine Risikobegegnung mit anderen Kontaktpersonen gewesen ist. Außerdem kommt noch im Oktober die europäische Lösung, sodass nationale Corona Tracing-Apps verschiedener EU-Länder miteinander kommunizieren können.

Wie stehen Sie zur Kritik der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), die weitere Schnittstellen und Unterstützung einfordern?
Damit positive Testergebnisse von Laboren digital übermittelt werden können, müssen sie an das System angebunden sein. Das ist natürlich ein Aufwand für die Labore, aber ein notwendiger. Dabei unterstützt unser Partner, die Deutsche Telekom, die Labore bestmöglich.

Politikerinnen und Politiker loben die Warn-App, allerdings kommt von deutschen Amtsärzten die Einschätzung, die App sei nicht ›von Nutzen‹. Planen Sie vor dem Hintergrund dieser Kritik eine direkte Anbindung der Gesundheitsämter?
Wir haben uns ja aus Datenschutzgründen ganz bewusst für eine dezentrale und datensparsame Lösung entschieden. Das heißt, die App speichert Daten nur auf dem Smartphone der jeweiligen Nutzer:innen. Diese Entscheidung ist gut so, weil sie für die Akzeptanz der App wichtig ist. Auf der anderen Seite resultiert daraus natürlich, dass jeder Nutzer und jede Nutzerin freiwillig entscheiden kann, was er oder sie mit den Daten macht. Aus diesem Grund planen wir aktuell keine direkte Anbindung an die Gesundheitsämter. Wir appellieren aber an alle Nutzerinnen und Nutzer, positive Testergebnisse auch tatsächlich zu teilen, und an alle, denen eine rote Risikobegegnung gemeldet wird, sich testen zu lassen!

Wie ist der aktuelle Stand bezüglich einer länderübergreifenden Anbindung? Könnten Menschen aus Deutschland durch die Nutzung der App auf europäischer Ebene wieder mit weniger Restriktionen reisen?
Bis Ende Oktober werden die Corona-Apps von elf EU-Staaten (Deutschland, Italien, Irland, Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Lettland, Niederlande, Polen und Spanien) anonymisiert Daten austauschen können. Das hilft Reisenden, Bewohner:innen in Grenzregionen und Pendler:innen sehr. Aber auch auf europäischer Ebene gilt: Die Corona-Warn-App ist zwar ein wichtiges Werkzeug zur Pandemiebekämpfung, aber kein Allheilmittel. Es ist wichtig, gleichzeitig weitere Maßnahmen einzuhalten, wozu natürlich auch Reiserestriktionen gehören können. Darüber entscheidet aber letztendlich die Bundesregierung.


Kurzstrecke

 

Kinder- und Jugendmedizin wird auf dem Land unterstützt

Beschlüsse des G-BA

Krankenhäuser mit Kinder- und Jugendmedizin in strukturschwachen Regionen können künftig einen Sicherstellungszuschlag erhalten. Darauf hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verständigt. Der Zuschlag unterstützt alle versorgungsrelevanten Basisleistungen eines Krankenhauses. Dazu zählen die Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie. Neu hinzu kommt nun die Kinder- und Jugendmedizin. Mit dem Zuschlag werden im ländlichen Raum Krankenhäuser finanziell durch Krankenkassen unterstützt, die aufgrund einer geringen Auslastung nicht kostendeckend arbeiten.

»Eine gute medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen darf nicht davon abhängen, ob das Krankenhaus viele junge Patientinnen und Patienten betreut oder nicht«, sagt Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. Um den Zuschlag zu erhalten, müssen Krankenhäuser jedoch bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich der Anzahl und Qualifikation des Fachpersonals und der medizinisch-technischen Ausstattung erfüllen.

 

Grippeschutzimpfung für Risikopatienten

BZgA startet neue Kampagne

Risikogruppen sollten sich im Herbst mit der Grippeschutzimpfung vor einer möglichen Influenza-Infektion schützen. Mit der Kampagne ›Wir kommen der Grippe zuvor› ruft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Grippeimpfung auf, die während der Corona-Pandemie besonders wichtig ist. »Durch die Impfung lässt sich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs senken«, sagt Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. »Daher sollten sich insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko unbedingt impfen lassen.«

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für Personen ab 60 Jahren, außerdem chronisch Kranken, Schwangeren, Medizin- und Pflegepersonal, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Kontaktpersonen bestimmter Risikogruppen. Während der Pandemie sollten möglichst viele Menschen einen Grippeschutz erhalten, damit ein Höhepunkt der Grippe-Infektionen nicht mit einem möglichen Anstieg an Corona-Infektionen zusammenfällt.

 

Per Video möglich, per Telefon gefordert

Kassenärzte zu Krankschreibungen

Ab sofort können Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten in einer Videosprechstunde krankschreiben. Voraussetzung ist, dass die Versicherten in der ärztlichen Praxis bekannt sind. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschloss die Möglichkeit einer Krankschreibung per Videosprechstunde bereits Mitte Juli dieses Jahres. Eine erstmalige Krankschreibung per Video können Ärztinnen und Ärzte für maximal sieben Kalendertage ausstellen. Danach müssen die Versicherten die Praxis aufsuchen, falls sie weiterhin arbeitsunfähig sein sollten. In der Videosprechstunde ist eine Folgeverordnung jedoch auch dann möglich, wenn die Patientin oder der Patient bereits zuvor wegen derselben Krankheit persönlich in der Praxis erschienen war.

Neben der Krankschreibung per Videosprechstunde fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) aktuell, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auch am Telefon ausstellen zu dürfen. »Dieses Instrument hat die Praxen bereits im März und April während des Lockdown erheblich entlastet«, sagt Dr. Stephan Hofmeister, stellver- tretender Vorstandschef der KBV. Grund für die Forderung sind die erneut steigenden Corona-Infektionszahlen.

 

Ärzte können erste Apps auf Rezept verschreiben

Tinnitusbelastung und Angststörung

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die ersten zwei
›Apps auf Rezept‹ zugelassen und neu in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aufgenommen. Die Liste wird stetig fortgeschrieben. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist das DiGA- Verzeichnis eine Weltneuheit.
»Deutschland ist das erste Land, in dem es Apps auf Rezept gibt«, so der Minister. Das Verzeichnis soll für Ärztinnen und Ärzte ein Lexikon der digitalen Gesundheits- anwendungen sein.

Als erste Anwendungen hat das BfArM die App kalmeda und die Webanwendung velibra zugelassen. Die App kalmeda des Herstellers mynoise GmbH bietet Patientinnen und Patienten mit chronischer Tinnitus-Belastung eine leitlinienbasierte Therapie auf Basis einer kognitiven Verhaltenstherapie. Die Webanwendung velibra des Herstellers GAIA AG dient der Unterstützung von Patientinnen und Patienten mit Symptomen von bestimmten Angststörungen. Aktuell befinden sich 21 Anwendungen beim BfArM in der Prüfung, für weitere 75 Anwendungen hat das Innovationsbüro des BfArM bereits Beratungsgespräche mit den Herstellern geführt.


EinBlick zum Hören: Der wöchentliche Podcast

Das neue Angebot ergänzt unseren EinBlick Newsletter.

 

EinBlick – Der Podcast präsentiert Ihnen die wichtigen gesundheitspolitischen Nachrichten der Woche immer Freitag mittags.
In gut zehn Minuten hören Sie, was in der vergangenen Woche eine Rolle gespielt hat und was in der folgenden Woche wichtig sein wird.

Zusammen mit den tieferen Analysen des Newsletters EinBlick, sind sie stets bestens auf dem Laufenden.

EinBlick – Der Podcast immer freitags, ab 12 Uhr in allen bekannten Podcastportalen.
Die aktuelle Folge finden Sie hier: www.einblick-newsletter.de 

 


young health

 

Ausland oder Inland: Wo ist es sinnvoll, medizinische Verbrauchsgüter herzustellen

 

 

Philipp Köbe

ist Gesundheitsökonom und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Witten/Herdecke. Außerdem lehrt er an der FOM Hochschule (Hochschule für Oekonomie & Management) im Bereich Medizinmanagement. Darüber hinaus ist er im Vorstand von Hashtag Gesundheit e.V.

 

 

 

Welche medizinischen Verbrauchsgüter werden aktuell vor allem im Ausland produziert?
Firmen produzieren die Produkte im Ausland, die sie dort zu geringeren Lohnkosten herstellen können – vor allen wenn die Herstellung personalintensiv ist. Man spricht auch von komparativen Kostenvorteilen. Das sind beispielsweise Verbrauchsmaterialien mit wenig Hightech, die vergleichsweise einfach und in sehr großen Stückzahlen bestellt werden können. Zum Beispiel sind das Masken oder Einweghandschuhe. Außerdem ist es für Unternehmen sinnvoll, Produkte dort zu produzieren, wo die größten Absatzmärkte sind.

Warum wird die Produktion nicht in Deutschland durchgeführt? Deutschland hat viele hochqualifizierte Menschen. Hier werden zum einen hochtechnologische Produkte hergestellt, zum anderen produzieren deutsche
Unternehmen vor allem Produkte, die gut automatisiert hergestellt werden können, d.h. die Kompetenzen liegen hier woanders. Für deutsche Hersteller lohnt es sich nicht, einfache Produkte im Inland zu produzieren. Das ist meistens viel zu teuer.

Welche Vorteile hätte es, bestimmte Verbrauchsmaterialien in Deutschland zu produzieren?
Gerade medizinisches Material, das mit Innovationen verbunden ist, sollte in Deutschland produziert werden. Schließlich sollten wir unser Know-how nicht ins Ausland outsourcen. Da können es Unternehmen dann schnell kopieren und selbst herstellen. Wir haben aber gerade in der Corona-Pandemie gesehen, was es bedeutet, keine eigene, großflächige Produktion in Deutschland für beispielsweise Masken zu haben. Wir waren plötzlich auf die Lieferanten aus dem Ausland angewiesen und von ihnen abhängig. Das trifft auch auf andere Produktgruppen zu. Das sind zum Beispiel Arzneimittel, die ausschließlich aus dem Ausland eingekauft werden. Da hatte Deutschland dann auf einmal Engpässe. Um eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen, sollten wir uns also fragen, ob wir nicht einen gewissen Teil der Produktion nach Deutschland verlagern können. Zumindest war das die Diskussion der letzten Monate. Eine weitere Möglichkeit wäre es, bestimmte Reserven vorzuhalten.
 
Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf die Produktion?

Durch das globale Pandemie-Geschehen gab es den Engpass an Verbrauchsmaterialien flächendeckend, also weltweit. Wir hatten plötzlich eine signifikante Ausweitung der Zielgruppen, weil zum Beispiel Menschen Masken auf den Straßen tragen müssen und Bürgerinnen und Bürger verstärkt Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe kaufen. Es war gut, wie schnell deutsche Hersteller reagiert haben. Spirituosenhersteller haben Desinfektionsmittel hergestellt und Textilunternehmen haben sich auf Masken spezialisiert – wenn auch in anderen Preiskategorien.

Welche politischen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden?
Es ist die Frage, ob wir überhaupt mehr in Deutschland produzieren wollen. Ich finde es viel sinnvoller, Reserven anzulegen. Die Politik sollte Szenarien durchspielen und danach entscheiden, welche strategisch wichtigen Reserven an Materialien vorgehalten werden müssen. Deutschland verfährt ja mit bestimmten Rohstoffreserven genauso. Das sollten wir bei medizinischen Materialien auch tun, wie zum Beispiel bei Arzneimitteln, und uns nicht komplett abhängig machen von einzelnen Lieferanten oder gar Fabriken. Als Corona auftrat, hatten wir zwar vorher schon einen Pandemieplan, die darin geforderten Maßnahmen wurden aber nicht so hinreichend getroffen, wie es notwendig gewesen wäre. Da hat die Politik versagt. Das sollte Deutschland nicht noch einmal passieren.


Startup-Telegram

 

Lange ersehnt und endlich veröffentlicht: Am Dienstag präsentierte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die ersten Apps auf Rezept. Im Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) stehen zunächst zwei Angebote: die Tinnitus-App Kalmeda und die Velibra-Anwendung gegen Angststörungen. Deutschland ist damit im internationalen Vergleich an führender Position, weil erstmalig digitale Anwendungen direkt vom Arzt und zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden dürfen. In der Ärzteschaft (Kassenärztliche Bundesvereinigung, KBV) hingegen regt sich Widerstand, weil Apple und Google so Rückschlüsse auf die Erkrankungen der Nutzer:innen schließen können. www.bfarm.de

Neben den offiziellen Apps auf Rezept gibt es zahlreiche Selektivverträge, die Start-ups mit Kassen ausgehandelt haben. Das Unternehmen Sonormed entwickelte mit Tinnitracks ebenfalls eine Software zur Behandlung von Tinnitus. Auch wenn das 2012 gegründete Unternehmen heute nicht mehr als Start-up gilt, kann man es als deutsches Vorzeige-Start-up bezeichnen. Geschäftsführer Jörg Land hat es geschafft, 79 deutsche Krankenkassen als Partner zu gewinnen. Neben zwei Tinnitustherapien vertreibt das in Hamburg ansässige Unternehmen weitere Lösungen im Bereich der digitalen Audiologie. www.sonormed.com/de/

Die Verbesserung von Prozessen durch Digitalisierung ist ein spannendes Feld für junge Gründer:innen. Aktuell wird die App Vacuna zur Digitalisierung des Impfausweises am Markt positioniert. Die App bestimmt den persönlichen Impfstatus, erinnert an Impftermine und enthält Empfehlungen des Robert Koch-Institutes bzw. der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin. Insbesondere in Zeiten von Pandemien ist Impfen ein wichtiges Thema, da sich viele Bürger:innen mit der Einhaltung regulärer Impfreihen überfordert sehen. In Familien wissen zudem selten alle Beteiligten, wo ihr Impfpass aufbewahrt wird. Zurzeit sucht das Start-up noch Testpersonen, um die Algorithmen zu trainieren; später soll es ein kostenneutrales Basismodell und Bezahlvarianten geben. digitalisiere-deinen-impfpass.de/
 
Die Suche nach der richtigen Behandlung im Bereich Psychiatrie ist für Betroffene und deren Angehörige oft mühselig und zeitintensiv. Hier möchte eine neue Plattform unterstützend Informationen liefern: Die ›Digitale Psychiatrie‹ umfasst digitale Hilfsangebote und sieht sich als Schnittstelle zwischen Patienten und Anbietern. Die Website verlinkt verschiedene Angebote bis September 2021 kostenfrei.
Ein weiteres Digital Health-Start-up aus diesem Bereich – Selfapy – bietet wissenschaftlich fundierte Online-Therapiekurse an. Diese Kurse ermöglichen Menschen mit psychischen Störungen wie Depressionen, Essstörungen oder Angstzuständen den Zugang zu raschen und kostengünstigen Therapien. Bereits seit 2017 vergüten Krankenkassen einige dieser Stress-Kurse. www.digitalepsychiatrie.de und www.selfapy.de

Passend zum aktuellen Infektionsgeschehen im Herbst unterstützt eine neue App dabei, okkulte Covid-19-Fälle beim Gesundheitspersonal zu monitoren. Das ›HLth.care- System‹ nutzt Daten der Beschäftigten aus Kliniken und Heimen als digitale Biomarker, wenn diese sie zur Verfügung stellen. Die DSGVO konforme Lösung trägt so zur Überwachung der Teamgesundheit bei. Zudem fokussiert das System aus der Schweiz seit einiger Zeit ein Dienstplanprogramm zur Teamorganisation. https://hlthcare.club/corona


Meldungen

 

Fehlzeiten-Report 2020 des WIdO

Durch faire Chefs sind Beschäftigte weniger krank

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich gerecht von ihrer Führungskraft behandelt fühlen, sind weniger krank. Das ist ein wesentliches Ergebnis des Fehlzeiten-Reports 2020 des Wissenschaftlichen Instituts (WIdO) der AOK.

Beschäftigte, die sich von ihrer Chefin oder ihrem Chef fair behandelt fühlen, weisen durchschnittlich 12,7 Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr auf. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich ungerecht behandelt fühlen, kommen hingegen auf durchschnittlich 15 Fehltage. Das WIdO hat dazu 2.500 Versicherte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. »Gefühlte Ungerechtigkeit bringt dabei insbesondere emotionale Irritationen und psychosomatische Beschwerden mit sich«, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports 2020. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der AOK analysierten, wie sich Fairness der Chefetage auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirkt. Sie stellten fest, dass nahezu ein Viertel der Beschäftigten, die sich von ihrem oder ihrer Vorgesetzten ungerecht behandelt fühlen, gereizt sind und Gefühle wie Ärger empfinden, und dass rund jeder Fünfte über Lustlosigkeit oder Erschöpfung klagt. 18 Prozent dieser Gruppe leiden unter Schlafstörungen. Sogar körperliche Beschwerden wie Rücken- und Gelenkschmerzen (25,8 Prozent) oder Kopfschmerzen (10,2 Prozent) kommen häufiger vor. Hingegen berichten aus der Gruppe, die sich von der Führungsetage gerecht behandelt fühlt, durchschnittlich drei Viertel weniger von körperlichen und/oder psychischen Beschwerden.

»Das Handeln von Führungskräften und ihr Umgang mit Beschäftigten beeinflussen das Gerechtigkeitsempfinden der Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer und damit auch deren gesundheitliche Verfassung«, stellt Vorstandsvorsitzender des AOK- Bundesverbandes, Martin Litsch, fest. Er weist auf die Programme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Führungskräfte hin. Denn für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zählten laut Fehlzeiten-Report vor allem Anerkennung, Vertrauen und eine faire Streitkultur. Doch dort hätten viele Führungskräfte offensichtlich noch Nachholbedarf, denn jede bzw. jeder zweite Beschäftigte bemängelt derzeit fehlende gerechte Konfliktlösungen, und eine Wertschätzung im Job vermissen 40,8 Prozent der Angestellten.

Der Fehlzeiten-Report 2020 wird vom WIdO in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin herausgegeben.

 

Neue Beschlüsse aus dem Kabinett

Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Reform der Ausbildungen von MTAs

Das Bundeskabinett hat Ende September zwei Gesetzentwürfen zugestimmt: Dem
›Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege‹ sowie dem ›Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze‹.

Mit den beiden Gesetzen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor allem die Gesundheitsberufe stärken. Dabei soll das MTA-Reformgesetz die Ausbildungen von Berufen in der medizinischen Technologie zeitgemäß ausrichten und zukunftsorientiert weiterentwickeln. Laut Spahn ist damit die Hoffnung verbunden, dass sich mehr junge Menschen für einen Beruf in der Gesundheitsversorgung entscheiden, denn die Corona- Pandemie würde zeigen, welchen wichtigen Part diese Berufe in der medizinischen Technologie einnehmen. Dazu gehören die Berufsgruppen der Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und der Veterinärmedizin. Konkret sollen Ausbildungspläne überarbeitet und Ausbildungsverträge sowie eine angemessene Ausbildungsvergütung verbindlich vorgesehen werden. Außerdem dürften Ausbildungsstätten kein Schulgeld mehr erheben.

Um die Versorgung in der Pflege zu verbessern, will der Bund 20.000 zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte in der Altenpflege finanzieren. »In der Pflege zu arbeiten wird wieder attraktiver, wenn mehr Kolleginnen und Kollegen mit anpacken«, sagt Jens Spahn. Auch Krankenhäuser sollen künftig mehr Stellen für Hebammen erhalten. Des Weiteren sollen die gesetzlichen Krankenkassen fünf Milliarden Euro aus Steuermitteln bekommen und aus den eigenen Finanzreserven acht Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds einzahlen.

Das MTA-Reformgesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates. Das Gesetzgebungsverfahren soll Anfang 2021 abgeschlossen sein und das Gesetz voraussichtlich am 1. Januar 2023 in Kraft treten. Im Gegensatz dazu bedarf das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz keiner Zustimmung des Bundesrates. Das Gesetz soll voraussichtlich im Januar 2021 in Kraft treten.

 

Barmer-Krankenhausreport

Hohe Fallzahlen und gute Strukturen steigern Qualität bei OPs

Der Barmer-Krankenhausreport beschäftigt sich mit der Qualität von chirurgischen Eingriffen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten die Abrechnungsdaten ihrer Versicherten.

Krankenhäuser können die Qualität von Operationen sowohl durch hohe Fallzahlen als auch durch gut strukturierte Prozessabläufe steigern. Das ist ein wesentliches Ergebnis des Barmer-Krankenhausreports dieses Jahres. Demnach würden in Deutschland mehr als 100.000 Menschen nach einer Operation sterben, viele Todesfälle wären durch mehr Erfahrung jedoch vermeidbar. »Eingriffe sind in der Regel sicherer, wenn Chirurgen und das interdisziplinäre Team mit der Patientenversorgung vor und nach der Operation viel Erfahrung haben«, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Er betont weiter, dass Operationen in Kliniken mit hohen Fallzahlen durchgeführt werden sollten. Außerdem brauche es interdisziplinäre, berufsgruppenübergreifende Teams sowie eingespielte Abläufe vor und nach den jeweiligen Operationen. Darüber hinaus seien leicht verständliche Qualitätsinformationen für Patientinnen und Patienten bei der Auswahl der geeigneten Klinik erforderlich.

Die Barmer empfiehlt Patientinnen und Patienten, bei planbaren Eingriffen nach der richtigen Klinik zu recherchieren. Es lohne sich unter Umständen auch ein etwas längerer Anfahrtsweg. »Vor allem bei komplizierten Eingriffen sollten hohe Fallzahlen und Spezialistenteams bei der Auswahl wichtiger sein als die unmittelbare Wohnortnähe«, so Straub. Bei örtlichen Tumorentfernungen im Fall von Darmkrebs würde z.B. eine Verdopplung der Fallzahlen die Sterblichkeit von 4,4 Prozent um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent verringern. Den Reportergebnissen zufolge erreicht die große Mehrheit der Bevölkerung ein Krankenhaus mit hohen Fallzahlen innerhalb von 60 Minuten.

Der Krankenhausreport hat Abrechnungsdaten der bariatrischen Chirurgie, Operationen an der Wirbelsäule sowie Eingriffe bei Bauchaortenaneurysmen, Darmkrebs und Pankreaskrebs analysiert. Mitherausgeber Prof. Dr. Boris Augurzky betonte, dass eine deutlich breitere Datenbasis erforderlich sei, um noch weiter zum Thema Qualität forschen zu können. »Es braucht zusätzliche Datenquellen mit medizinischen Parametern. Hier sind klinische Register enorm hilfreich«, sagt Mathematiker Augurzky. »Diese müssten nun zügig und konsequent ausgebaut werden.«

 

Bund geht an die Finanzreserven der GKV

Krankenkassen kritisieren Vorhaben stark

Damit der Zusatzbeitrag der Krankenkassen nicht signifikant steigt, benötigen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) insgesamt 16 Milliarden Euro. Bund, GKV sowie Bürgerinnen und Bürger sollen sich die Kosten teilen. Die Krankenkassen zeigen sich wenig begeistert.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Finanzen (BMF) haben entschieden, dass die GKV im Jahr 2021 einen ergänzenden Bundeszuschuss aus Steuermitteln in Höhe von fünf Milliarden Euro erhält. Im gleichen Zuge soll sie acht Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds überführen. Drei Milliarden Euro sollen durch eine moderate Anhebung des Zusatzbeitrags gedeckt werden. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2021 soll um 0,2 Beitragssatzpunkte auf 1,3 Prozent angehoben werden. Das geht aus dem Papier ›Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Umsetzung der ›Sozialgarantie 2021‹‹ hervor. Die Krankenkassen sind darüber verärgert. »Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Einhaltung der Sozialgarantie und zur Stabilisierung der Zusatzbeiträge in der GKV stellt einen weiteren Angriff auf die Beitragsrücklagen bei den gesetzlichen Krankenkassen und die soziale Selbstverwaltung dar«, heißt es in einem gemeinsamen Statement der alternierenden Aufsichtsratsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes Dr. Volker Hansen und Knut Lambertin. Die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden sehen darin eine zukünftige hohe Belastung für die Versicherten. Sie fordern einen angemessenen Bundeszuschuss zugunsten der Beitragszahlerinnen und -zahler.

Die Verwaltungsratsvorsitzenden der Ersatzkassen lehnen die Finanzierungspläne ebenfalls entschieden ab. Das Vorhaben sei ein nicht zulässiger Eingriff in die Autonomie der Selbstverwaltung und deshalb nicht akzeptabel. Sie unterstreichen, dass die privaten Krankenkassen dabei außen vor gelassen würden. Auch der CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß, MdB, lehnt den Plan ab: »Jetzt werden jene Krankenkassen ausgeplündert, die solide gewirtschaftet haben.« Laut dem Papier von Gesundheitsminister Jens Spahn und Finanzminister Olaf Scholz sollen ausschließlich die Finanzreserven der Krankenkassen herangezogen werden, die 0,4 Monatsausgaben übersteigen. Krankenkassen mit darüber hinausgehenden Finanzreserven sollen rund 66 Prozent ihrer Reserven oberhalb von 0,4 Monatsausgaben an den Gesundheitsfonds überführen.


Bemerkt

 
  

»Das Digitale- Versorgung-Gesetz ermöglicht, dass Gesundheits-Apps endlich als anerkannte DiGA in die Versorgung kommen. Das ist ein großer Schritt, kann jedoch nur der Anfang sein.
Wir müssen unbedingt die Ärztinnen und Ärzte mitnehmen und sie von den Vorteilen überzeugen.«


Dr. Anne Sophie Geier, Geschäftsführerin des Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V.

 

 


Weiterlesen

 
Wir wollen im EinBlick neben einem Überblick zu Themen der Gesundheitsnetzwerker auch einen Blick auf Debatten und Dokumente werfen.

Welche KI-Projekte sind in der Pflege und Medizin besonders nützlich und erfolgreich? Diese Frage beantwortet der Bundesverband Gesundheits-IT (BViTG) in seiner aktuellen Publikation ›Success Stories KI‹. Die Verfasserinnen und Verfasser zeigen, wie Künstliche Intelligenz die Gesundheitsversorgung konkret verändert. Beispiele liefern die Mitgliedsunternehmen des BViTG aus den Themenfeldern Spracherkennung, Dokumentation, Bildgebende Verfahren sowie der Pflege. Die Inhalte werden durch Beiträge von Expertinnen und Experten ergänzt, die das Thema ›KI in Medizin & Pflege‹ aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Hier finden Sie die ›Success Stories KI‹ als PDF: https://www.bvitg.de/wp-content/uploads/20_Trendreport-KI_final-WEB.pdf


Empfehlung

Podcastreihe ›Gesundheitsperspektiven‹

 

 

Die neue Podcastreihe ›Gesundheitsperspektiven‹ der berliner wirtschaftsgespräche e.v. spiegelt aktuelle Diskussionen zur Zukunft der Gesundheitswirtschaft wider.

In der ersten Folge äußert sich Berlins amtierender Bürgermeister Michael Müller:
»Die Auswirkungen der Coronapandemie sind zwar bedrückend, vor allem sozial und wirtschaftlich, sie bieten aber auch eine großartige Chance: Endlich erhalten Wissenschaft und Gesundheitsbranche ihre verdiente Würdigung. Jeder erkennt: Forschung hilft!«
Weil der Erklärungsbedarf für die Bürger stark angestiegen sei, fordert der Politiker gemeinsame Lösungen und Netzwerke: Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sollten Hand in Hand agieren.

Pfizer-Chef Peter Albiez sieht sein Unternehmen in der wichtigen Rolle, genau diese gemeinsamen Lösungen zu schaffen. Die Pharmaindustrie möchte die Lieferfähigkeit in Zukunft sichern, Arzneimittelversorgung und Impfstoffsuche bleiben vorrangige Themen. Um dazu in der Lage zu sein, braucht es sinnvolle Rahmenbedingungen durch die Politik.
Warum »die Welt gespannt auf Berlin und seine Erfolge in dieser herausfordernden Zeit schaut«, erfahren Sie im weiteren Verlauf des Podcasts.

Hier finden sich die ersten beiden Folgen der Podcastreihe ›Gesundheitsperspektiven‹: https://www.bwg-ev.net/podcast/


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Apothekerin liefert Medikamente mit dem Pferd aus

Einen ausgesprochen klimafreundlichen Arzneimittel-Lieferdienst bietet eine Apothekerin in Wertheim aus Baden-Württemberg. Sie steigt gern einmal aufs Pferd, wenn sie einer Kundin oder einem Kunden Medikamente vorbeibringen soll. Viele Käuferinnen und Käufer würden am Telefon extra nach dem ›tierischen Lieferservice‹ fragen, heißt es in einem Video-Beitrag des Südwestrundfunks https://www.youtube.com/watch?v=9IYZPhYI6Z4&feature=youtu.be

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