Preis für Gesundheitsnetzwerker 2012

 

Preisträger Umsetzung 2012


Das bundesweite Migräne- und Kopfschmerzbehandlungsnetz

Migräne- und Kopfschmerzzentrum, Schmerzklinik Kiel

Migräne und Kopfschmerzen betreffen 54 Millionen Menschen. Sie gehören zu den drei teuersten neurologischen Erkrankungen. In diesem Projekt wirkt ein nationaler Verbund von ambulant und stationär tätigen Schmerztherapeuten in Praxen und Kliniken Hand in Hand zusammen, um Schmerzen fach- und sektorenübergreifend mit zeitgemäßen Methoden optimal zu lindern. Patienten und Netzpartner tauschen Informationen über ein spezielles soziales Netzwerk aus. Zunächst wird mit spezialisierter Diagnostik, professionellem Screening der geeignete Behandlungspfad ausgewählt, dem folgt eine intensive sektorübergreifende neurologisch-verhaltensmedizinische Behandlung. Im Nachgang erfolgt die ambulante Verlaufs- und Erfolgskontrolle. Die Kosten sinken nachhaltig, wie die fortlaufende Evaluation zeigt. Die Patientenzufriedenheit ist sehr hoch, die Ergebnisse des Fragebogens SF-36 nähern sich denen der Gesamtbevölkerung nahezu an und bleiben auch zwei Jahre nach der Behandlung stabil.

Preisträger Idee


Aufbau einer sozialmedizinischen Nachsorge für Frühgeborene

Klinikum Ernst von Bergmann

Das Ziel des Projektes ist der Aufbau eines professionellen, vernetzten und zertifizierten Unterstützungsangebotes, das frühgeborenen- und schwerkranken Kindern und deren Eltern in der kritischen Phase nach der Klinikentlassung einen sicheren Weg in möglichst viel Selbstständigkeit und Lebensqualität ermöglicht. Die Nachsorgeeinrichtung agiert als Brücke in den ambulanten Bereich, informiert dort die Ärzte über den besonderen Fall, beachtet die Bedürfnisse des Patienten und baut im Versorgungsnetz die Prozessqualität aus. Der Erfolg des Projektes soll zum Beispiel mit Indikatoren wie der Wiederaufnahmerate in die Klinik gemessen werden.

Going native: Kultursensible Diagnostik und Behandlung für seelische Gesundheit bei Migranten

Medizinische Hochschule Hannover

Patienten mit Migrationshintergrund und psychischen oder psychosomatischen Beschwerden sind nicht adäquat versorgt. Mit diesem Projekt soll ein Angebot geschaffen werden, das die Patienten direkt in Anspruch nehmen können. Für die Behandlung kann ein breites Angebot  auf muttersprachlichem Niveau vorgehalten werden. Diese zentrale Schnittstelle wirkt als „gate opener“ im regionalen Gesundheitssystem. Dabei ist die zentrale Schnittstelle auch schon fachübergreifend besetzt. Die zentrale Schnittstelle kommuniziert die medizinischen Befunde an die Weiter- und Mitbehandler.

Shortlist Bereich Umsetzung (in alphabetischer Reihenfolge)


Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster

Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Dieses Forschungsprojekt erforscht die Zusammenhänge in der Versorgung von Schmerzpatienten in unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen der Stadt Münster. Über die Institutionsgrenzen hinweg wird eine umfassende und vernetzte Schmerzbetreuung entwickelt. Die Beteiligten Institutionen arbeiten aufgrund der im Projekt entwickelten Prozesse und arbeiten kontinuierlich an der weiteren Verbesserung. Pain Nurses wurden etabliert und übernehmen den internen Steuerungsprozess.

Algesiologikum: Sektorenübergreifende multiprofessionelle schmerzmedizinische Versorgung

Algesiologikum GmbH

Das Algesiologikum bietet überregionale, sektorübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit für ambulante und vollstationäre Schmerzmedizin. Das Ziel ist die Chronifizierung von Schmerzen durch hochwertige, multimodale und multiprofessionelle Behandlung zu verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Eine elektronische Patientenakte sichert den Zugriff auf die Daten durch alle Beteiligten. Die Patienten profitieren von zeitnahen Terminen, Abstimmung der Disziplinen und Absprachen der Mitbehandler.

Berliner Transitionsprogramm: Strukturprogramm für den Übergang chronisch kranker Jugendlicher in die Erwachsenenmedizin

DRK-Kliniken Berlin

Der Übergang von der pädiatrischen Versorgung in die Erwachsenenmedizin ist vor allem für chronisch kranke Jugendliche oft ein Bruch in der Versorgung. Das Berliner Transitionsprogramm setzt mit gezieltem Fallmanagement an dieser Schnittstelle an. Exemplarisch wurden die Erkrankungen Diabetes mellitus Typ 1 und Epilepsie bereits entwickelt, das Ziel sind auch auf unterschiedliche Krankheitsbilder übertragbare Versorgungsstrukturen zu verankern.

Das Gesundheitsnetz solimed – Unternehmen Gesundheit, ein innovatives regionales Versorgungsmodell

solimed – Unternehmen Gesundheit GmbH & Co. KG

Der Zusammenschluss von Ärzten und Kliniken nutzt ein gemeinsames EDV-System. Durch die einheitliche Praxissoftware werden wichtige Befunde bekommuniziert, die Behandlung wird transparent und die entwickelten Behandlungspfade ständig optimiert. Das Netzmanagement kann die Daten für Auswertungen nutzen, die Daten stehen zeitnah aktuell und vollständig auch den Ärzten zur Verfügung. Die Einbeziehung von ambulanten und stationären Pflegefachkräften wird derzeit geprüft. Die Patienten profitieren von der intensiven Kommunikation der an der Behandlung Beteiligten.

Etablierung einer Pharmazeutischen Aufnahmen: Patientensicherung durch Prozessoptimierung

St. Franziskus-Hospital Münster

Ziel dieses Projektes ist es, die Arzneimitteltherapie und die Patientensicherheit zu verbessern. Dazu wurde der Aufnahmeprozess im Krankenhaus grundlegend verändert. Ein Fachapotheker erfasst bei der Aufnahme die Patientenmedikation und prüft sie pharmakologisch. Sie wird in das Krankenhausinformationssystem eingepflegt. Dabei findet ein Austausch mit dem ambulanten Bereich statt, damit keine Umstellungen erforderlich sind.

Integrierende IT-Konzepte für die Integrierte Versorgung – Management-Ansätze für Ärztenetze – Umsetzung der optimierten Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz – Vertrag PRAVO VAG BKK/LKK RLP

PRAVO

Für die Versorgung von herzinsuffizienten Patienten werden Nurses eingesetzt, die Care- und Disease-Management-Aufgaben übernehmen. Die Nurse schafft eine höhere Compliance bei den Patienten, intensiviert die Betreuung und ergänzt die koordinierte Behandlung von Haus- und Facharzt. Die erforderlichen Daten werden über eine browser-basierte IT-Lösung bereitgestellt, für die Abwicklung der geschlossenen IV-Verträge liegen ebenfalls IT-Lösungen vor. Die im Netz entwickelten Behandlungspfade konnten in der IT als generische Prozesse abgebildet werden. Die Patienten profitieren von der engmaschigen Betreuung. Drohende Verschlechterungen konnten schneller erkannt und früher interveniert werden.

Integrierte Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms

Praxisnetz Herzogtum Lauenburg

Seit 2006 besteht ein Vertrag zwischen dem Praxisnetz Herzogtum Lauenburg und der AOK Nord-West zur interdisziplinären und intersektoralen leitliniengestützten Diagnostik und Therapie. Alle an der Behandlung des Diabetes beteiligten Fach- und Berufsgruppen  sind einbezogen, die relevanten Behandlungsdaten werden edv-technisch erfasst und über eine gesicherte Internetseite ausgetauscht. Diese Struktur setzt sich Ziele wie die Schließung jedes Ulkus möglichst innerhalb von 6 Monaten, Senkung der Major- und Minoramputationsraten, sowie Senkung der Kosten durch gestraffte interdisziplinäre Diagnostik und Therapie. Die Ergebnisse sind beeindruckend: von 128 Behandlungsfällen konnten 93 zum Wundschluss gebracht werden, im Mittel dauerte das 28 Wochen. Die erreichte Kostensenkung ist deutlich.

Mein AOK-Gesundheitsnetz

AOK Nordost

Die AOK Nordost will mit regionalen Netzwerken die Versorgung der Versicherten an den tatsächlichen Versorgungsbedarfen ausrichten, die regionale Abstimmung fördern und die lokale Entscheidungskompetenz stärken. Die regionalen Netze übernehmen Budgetverantwortung mit monetärer Erfolgsbeteiligung. Dabei werden die konkreten Lösungen zur Versorgungsoptimierung durch das Netz entwickelt und gestaltet. Die AOK stellt im Sinne eines Franchise-Ansatzes einen standardisierten Vertragsentwurf mit gleich geregelten übergreifenden Aspekten zur Verfügung – die Ausgestaltung ist den Netzen vor Ort überlassen.

Netzwerk Chronische Wunde Nordhessen

DOXs eG

Zur systematischen Kooperation bei der Versorgung von Wunden hat der Ärztezusammenschluss DOXs Behandlungsfade definiert und in Kooperation mit der Managementgesellschaft medicalnetworks in einen integrierten Behandlungspfad eingebunden. Durch eine elektronische Pflegeakte auf einer Online-Plattform arbeiten alle Beteiligten mit den gleichen Daten und wird eine medizinische Evaluation ermöglicht, eine Evaluation der Patientenzufriedenheit ist geplant. Zusammen mit dem Gesundheitsamt wird zudem die Ausbreitung von multiresistenten Keimen bekämpft.

Palliatives Netzwerk für die Region Aachen e.V.

Servicestelle Hospiz

Das Netzwerk treibt die qualitativ hochwertige, flächendeckende palliative Versorgung der Region Aachen voran und verbindet dazu spezialisierte und Basisversorgung. Eine neutrale Koordinationsstelle organisiert das systemische Care Management. Die ständige Absprache und Festlegung von Regeln für die Schnittstellen arbeiten die verschiedenen Bereiche besser zusammen – mit dem Ergebnis besser und längerer Versorgung zu Hause.

prosper Versorgungsmanagement Diabetes

Knappschaft-Bahn-See

In diesem Projekt werden Diabetiker und Patienten mit erhöhtem Risiko anhand von leitlinienbasierten Handlungsempfehlungen versorgt. Die Empfehlung erhält der Arzt automatisch im Work-flow seines Arztinformationssystems über eine zentrale indikationsbezogene Patientenakte. In dieser zentralen Akte liegen alle den Diabetes betreffenden Informationen und können bei Bedarf von Mitbehandlern ausgelesen werden. Die Akte ermöglicht auch ein detailliertes Projektcontrolling, es wurden Verbesserungen bei Kennzahlen wie HbA1c-Wert und Blutdruck erreicht.

Retinaler Venenverschluss als Marker des vaskulären Gesamtrisikos – Pilotprojekt zur Evaluierung interdisziplinärer kardiovaskulärer Präventionsmaßnahmen

St. Franziskus-Hospital Münster

Im Rahmen eines interdisziplinären Ansatzes soll ein Brückenschlag vom akuten, vermeintlich auf das Auge beschränkten, retinalen Gefäßverschluss hin zur kardiovaskulären Gesamtsituation des Patienten und zur Prävention weiterer gefäßbedingter Erkrankungen erfolgen. Die umfangreiche Diagnostik erfolgt zeitnah an einem Tag, so dass die Behandlungspfade ein schnelles Erkennen von Begleitrisiken und das Einleiten einer risikoadaptierten Therapie zur Vermeidung von Folgeerkrankungen ermöglichen. Die Patienten werden regelmäßig befragt und profitieren von der Verminderung von kardiovaskulären Ereignissen und Krankenhausaufenthalten.

Sektorübergreifende Versorgung von Bewegungsstörungen - das Düsseldorfer klinisch-ambulante Kooperationsprojekt)

Universitätsklinikum Düsseldorf, Neurologische Klinik, Zentrum für Bewegungsstörungen und Neuromodulation

Ein Novum stellt diese Kooperation zwischen ambulant und stationär dar, weil die Bewegungsstörungsexperten der Klinik direkt in die Praxen von niedergelassenen Kollegen gehen und dort eine gemeinsame Sprechstunde durchführen. So werden die zahlreichen verschiedenen Spezialisierungen auch in der Fläche nutzbar. Der Nutzen der besseren fachlichen Zusammenarbeit ließ sich in einer Evaluation nachweisen. Auch für die Patienten zahlten sich die Erfolge aus: die medikamentöse Therapie wurde verbessert, Parkinson-Videotherapie wurde eingesetzt, Krankenhausaufenthalte konnten gezielter wirken. Patienten und teilnehmende Neurologen gaben bei der Evaluation gute Noten.

Stroke Angel und Stroke Manager – Vernetzte Schlaganfallversorgung in Rhön-Grabfeld

Neurologische Klinik Bad Neustadt

Durch diese beiden Konzepte wird ein telemedizinisches Netzwerk in Bad Neustadt tatsächlich gelebt. Bei einer Rettung schicken die Notfallteams die Daten schon mobil ins Krankenhaus, so dass dort bereits die Vorbereitung auf den Patienten erfolgen kann. Der Stroke-Manager ist ein Casemanager, der den Übergang der Patienten von stationärer zu ambulanter prostakuter Schlafanfallversorgung koordiniert. Dafür steht eine elektronische Patientenakte zur Verfügung. Der Patient wird mit telemedizinischen Geräten ausgestattet, deren Messergebnisse der Stroke-Manager einsehen kann. Durch den schnelleren Informationsfluss bei der Rettung konnten nachweislich Kosten gesenkt werden. Die Patientenbefragung ergab eine positive Wahrnehmung des Netzes.

Verbesserte Kooperation- und Kommunikationsformen in einem integrierten Versorgungsnetz zur Behandlung psychisch Kranker

PIBB Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg

Das Projekt wendet das Bezugstherapeutensystem an – jeder Patient hat während seiner gesamten Behandlung eine institutionsübergreifende professionelle Bezugsperson. Alle beteiligten Sektoren bis hin zum Rehasport sind beteiligt. Eine Online-Plattform ermöglicht die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. So können Hilfen auch sehr kurzfristig in Anspruch genommen werden, eben immer die, die gerade erforderlich ist. Die Bezugstherapeuten stehen die Patienten kontinuierlich zur Seite.
Das Projekt hat nachweislich stationäre Behandlungszeiten verkürzt, es wurden langfristige Behandlungserfolge erreicht.

Verbesserte Unfallrettung durch Vernetzung im Traumanetzwerk Ostbayern (TNO)

Universitätsklinikum Regensburg

Durch modernste Telekommunikationsstrukturen könnten sämtliche an der Rettungskette beteiligte Institutionen in eine integrierte Versorgung eingebunden werden. Das Traumanetzwerk Ostbayern hat kurze Versorgungswege, ständige Verbesserung der Patientenversorgung und optimale Kommunikation zwischen den Beteiligten zum Ziel. Die Bildübertragung vermeidet Doppeluntersuchungen, ermöglicht schnelle Zweitmeinungen und senkt die Kosten. Die Prozesse wurden erfolgreich auditiert und das Netzwerk zertifiziert. Die Patientenzufriedenheit wird systematisch erhoben, ebenso medizinische Parameter. So konnte die Überlebensrate bei Schwerstverletzten gesteigert werden, geringere Mortalität und Morbidität nachgewiesen werden. Die Kosten konnten um bis zu 2.000 Euro/Fall gesenkt und unnötige Verlegungen verhindert werden.

Verbesserung der sektorübergreifenden Behandlung von Depression im östlichen Holstein

Gesundheitsnetz östliches Holstein Management GmbH (GöH)

Auf der Grundlage einer kleinräumigen Versorgungsanalyse konnten große Unterschiede der Versorgung von Depression erkannt werden. Um die Erkennung und Behandlung zu verbessern, wurde gemeinsam ein Behandlungspfad erarbeitet, der im Netz eingehalten wird. Es gibt eine zentrale Terminplanung, so dass freie Behandlungskapazitäten genutzt werden können. Die Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung wurden verbessert, vorhandene Ressourcen werden optimal genutzt werden.

Vertrag nach § 140a ff SGB V zur Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung ä- Netzwerk psychische Gesundheit

Techniker Krankenkasse

Das Netzwerk psychische Gesundheit betreut Menschen mit psychischen Erkrankungen in ihrer gewohnten Umgebung. Ärzte und sozialpsychiatrische Hilfe stehen rund um die Uhr zur Verfügung, die Leistungen werden von einer zentralen Stelle koordiniert, alle Leistungserbringer sind elektronisch vernetzt und haben Zugriff auf die jeweilige elektronische Patientenakte. Die Patienten werden durch ein Prädiktionsmodell identifiziert und bekommen das Angebot zur Teilnahme durch ihre Krankenkasse.
Die Vergütung erfolgt über eine Capitation und enthält ein Bonus-Malus-System um stationäre Aufenthalte zu vermeiden. Die Patientenbefragung erfolgt regelmäßig, ein Evaluationsbericht ist in Arbeit.

Wundkompetenznetz Mittlerer Oberrhein

MedNetService GmbH

Das Projekt sichert die konsequente Einhaltung des dualen Therapieansatzes und erreicht gute Ergebnisse im medizinischen und ökonomischen Bereich. Das Netz arbeitet sektorübergreifend und interdisziplinär. Die Qualität der Versorgung im Wundnetz konnte zweifelsfrei belegt werden, ebenso die Kostenreduktion. Die Software dokumentiert Wundverlauf und Kosten, alle beteiligten haben gesicherten Zugriff auf die erforderlichen Daten. Die Daten werden zentral ausgewertet und der Erfolg so dokumentiert. Die Wundverschlussrate im Netz liegt bei 95%, die durchschnittliche Anzahl der Tage bis zum Wundschluss liegt bei 120. Es liegen Ergebnisse zu den medizinisch-pflegerischen und ökonomischen Vorteilen und zur Erhöhung der Lebensqualität vor.

Shortlist Bereich Idee (alphabetisch)


Akuter Brustschmerz – Integrierte Patientenversorgung für die Stadt Straubing und den Landkreis Straubing-Bogen

donauMED GmbH & Co.KG

Bei akuten Brustschmerzen ist die schnelle Diagnose entscheidend. Ein Behandlungspfad soll die schnelle Versorgung von Haus-, Facharzt, Rettungsdienst und Klinik durch bessere Kommunikation sicherstellen. Erforderliche Dokumente können sofort weitergeleitet werden, so dass Wartezeiten und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Aufbau einer umfassenden Versorgung eines Alten- und Pflegeheims in Leipzig: Domizil am Ostplatz

LGN Management GmbH

Durch die enge Kooperation von Arztnetz und Pflegeeinrichtung soll die Lebenssituation der Patienten, ihrer Angehörigen, aber auch die Arbeitszufriedenheit der professionell und ehrenamtlich Tätigen verbessert werden. Es werden multiprofessionelle Versorgungssettings aufgebaut, Kommunikationssturkuren aufgebaut und ein standardisiertes und einheitliches Prozessmanagement entwickelt, um Über-, Unter- und Fehlversorgung zu vermieden. Die Daten sollen zentral erfasst werden und für Versorgungsforschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden. 

WISUM (WIssenschaftlich Evidenz basierte Unterstützung für Medizinische Entscheidungen)

Initiative Gesundheit GmbH

Der Arzt soll durch Spiegelung der Verlaufsdaten an einer Expertendatenbank Hinweise auf die optimale Therapie bekommen, die auf Evidenz basierten medizinischen Forschungsergebnissen basiert. Diese Informationen soll der Patient auch in seiner interaktiven lebensbegleitenden Gesundheitsakte zur Verfügung haben. Das Ziel ist die optimale koordinierte Behandlung mit aktiver Mitwirkung des Patienten. So soll eine nachweisbare medizinische und ökonomische Verbesserung der Behandlung erreicht werden. Die jeweiligen Facharztmodule enthalten die indikationsspezifisch relevanten Behandlungspfade, die kontinuierlich aktualisiert werden können. Gleich zu Beginn profitiert der Patient von minimierten Nebenwirkungen der Medikation, Vermeidung von Doppeluntersuchungen etc.

Zentrales Arzneimittelkonto zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei gleichzeitiger Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgebotes

CompuGroup Medical Deutschland AG

Die ganzheitliche Betrachtung der Medikation eines Patienten erfordert das Zusammenführen aller Verordnungs- und Abgabedaten. Nur dann können Doppel- und Falschverordnungen, unterwünschte Arzneimittelwirkungen vermieden oder reduziert werden. Das kann auch die Leistungsausgaben reduzieren – durch vermiedene Klinikeinweisungen und Arzneimittel. Eine persönliche Gesundheitsakte speichert alle Arzneimitteldaten – nach Einwilligung, datenschutzrechtlich gesichert. Bei Verordnungen erfolgt ein automatischer Check gegen alle Daten, auch die vom Apotheker hochgeladenen OTC-Produkte. Der Check ist in den Workflow des Arztes eingebunden. Den Patienten bietet der Ansatz mehr Therapiesicherheit.

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